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Top-Arzneimittel / Hyperthyreose

Hyperthyreose

Bei einer Hyperthyreose, Schilddrüsenüberfunktion, produziert die Schilddrüse zu viel der Hormone Thyroxin und Trijodthyronin. Dadurch beschleunigt sich der Stoffwechsel und alle Stoffwechselprozesse laufen schneller ab.
 

Häufigsten Formen der Hyperthyreose:
  • Immunthyreoditis, vor allem Morbus Basedow (ca. 70 %)
    Leichte gleichmäßige Vergrößerung der Schilddrüse, tritt meist zwischen dem 20.-40. Lebensjahr auf, Frauen sind häufiger betroffen als Männer
  • Autonomie
    Ungleichmäßige, knotige Veränderung der Schilddrüse, tritt überwiegend bei älteren Menschen auf.
    Medikamentöse Therapie:
  • Thyreostatika: Thiamazol, Carbimazol: Hemmung der Hormonsythese im Bereich der Iodisation, keine Hemmung der Freisetzung von Schilddrüsenhormonen. Favistan® (Thiamazol) Beginn mit 20 mg, später 2,5-5 mg tgl., Carbimazol Henning® (Carbimazol) Beginn mit 30 mg, nach ca. 3 Wochen 1 x 5-20 mg tgl.; Propylthiouracil: Hemmung der Iodination, Hemmung der Konversion T3 nach T4: Propycil®50 (Propylthiuracil) 3 x 75-100 mg, maximal 600 mg tgl.; Natriumperchlorat: kompetitive Hemmung der Iodination In Freisetzung von der Schilddrüse gespeichertem Iod. Irenat®Tropfen (Natriumperchlorat) bei Therapie vor Iodexposition 3 x 15-25 Tropfen, 3 Tage vor bis 7 Tage nach Iodexposition.
  • b-Rezeptorenblocker: kompetitiver Antagonismus zu b-Rezeptoren. Bei Vorliegen von sympathikotonen Symptomen und zur Hemmung der peripheren Umwandlung T4 zu T3. Dociton® (Propranolol) 4 x 20-40 mg tgl.
  • Radioiodtherapie: Zufuhr von radioaktivem Iod-131, Zerstörung von Schilddrüsengewebe.

Schilddrüsenresektion: Strumaresektion bei Schilddrüsenkarzinomen und in Abhängigkeit von der Masse des autonomen Gewebes bei großer Struma, Malignomverdacht, mechanischen Problemen, jungen Frauen mit Kinderwunsch, unzureichender Compliance, Persistenz- oder Rezidivhyperthyreose nach thyreostatischer Therapie, nicht tolerablen Nebenwirkungen der Thyreostatika.

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