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Top-Arzneimittel / Bronchialkarzinom

Bronchialkarzinom

Schweizer Forscher fanden heraus, dass es mit der so genannten Diagnostischen Autofluoreszenz-Endoskopie möglich ist, Lungenkrebs in einem früheren Stadium als bisher zu diagnostizieren, sodass entsprechend auch die Therapie früher einsetzen und die Sterblichkeitsrate gesenkt werden kann.

Gesundes Bronchiengewebe zeigt eine hohe Autofluoreszenz, wenn es mit Licht bestimmter Wellenlängen bestrahlt wird. Tumorartige Veränderungen weisen bei denselben Wellenlängen eine niedrigere Autofluoreszenz auf. Bei der herkömmlichen Bronchoskopie wird Weißlicht verwendet, das Tumoren erst in einem späteren Stadium sichtbar macht.

Lungenkrebs ist in Deutschland die dritthäufigste bösartige Tumorerkrankung und bei Männern die häufigste, bei Frauen die dritthäufigste Krebstodesursache. Oft wird Lungenkrebs zufällig bei einer aus anderem Grund durchgeführten Röntgenaufnahme des Brustkorbs entdeckt. Um die Sterblichkeitsrate zu senken, ist eine frühe Therapie sinnvoll – daher ist es wichtig, Lungenkrebs frühestmöglich zu diagnostizieren.

Die Therapie vom Bronchialkarzinom hängt in erster Linie vom Tumortyp sowie von der Tumorausdehnung ab. Aufgrund der unterschiedlichen Empfindlichkeit, insbesondere gegenüber der Chemotherapie, muss bei der Therapie zwischen nicht-kleinzelligen und kleinzelligen Bronchialkarzinomen unterschieden werden.

Therapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms

Wir empfehlen:
First-line-Therapie

Avastin
25 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung von Roche.
Zur Behandlung von Patienten mit inoperablem fortgeschrittenen, metastasiertem oder rezidivierendem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom.
Weitere Informationen für den Arzt: hier 

Die besten Heilungsaussichten bestehen bei einer vollständigen operativen Entfernung. Eine Operation ist jedoch nur möglich, solange keine Fernmetastasen vorliegen. Nach der Operation kann eine Bestrahlung sinnvoll sein, falls Lymphknoten in der Umgebung befallen wurden oder der Tumor in benachbartes Gewebe eingewachsen ist. Eine zusätzliche Chemotherapie ist dann ebenfalls angezeigt.

Therapie des kleinzelligen Bronchialkarzinoms

An einem kleinzelligen Bronchialkarzinom Erkrankte werden in der Regel nicht operiert. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung hat ihr Tumor in 80 Prozent der Fälle bereits Fernmetastasen gebildet. Das kleinzellige Bronchialkarzinom ist besonders empfindlich gegenüber einer Chemotherapie und auch gegenüber einer Strahlentherapie.

Die Bestrahlung kann der Chemotherapie vorausgehen und Lungenbeschwerden aufgrund des Tumors oder Lymphknotenmetastasen lindern. Die Bestrahlung kann der Chemotherapie bei Lungenkrebs aber auch nachfolgen. Da die bei einer Chemotherapie verwendeten Medikamente nicht in das Gehirn eindringen, wird der Kopf zur Vorbeugung möglicher Hirnmetastasen bestrahlt. Diese Behandlung wird auch dann durchgeführt, wenn sich bislang keinerlei Hinweise auf Hirnmetastasen gezeigt haben.

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