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Magazine / Medizin + Kunst / Katharina Wild

Katharina Wild

Als echte Tafelbilder, mit lebensnahen Ereignissen angereichert, entwirft, gestaltet und führt Katharina Wild ihre Arbeiten aus, setzt sie in Szene, gibt ihnen Halt und lässt sie schwingen; dabei entstehen so aufregende Titel wie der Hexentanz, die Welle Blau oder die Welle Gelb – konfrontiert sie uns mit dem feuerroten Riesen auf dem Hügel und der in kräftige Farben getauchten Liegenden.
In unserer gerade in Bildhauerei und Malerei häufig einfallslosen Zeit, in der viele Kunstschaffende Trends aufgreifen und auf solche aufspringen, um sie uns ständig als eine Art Markenzeichen vor Augen zu führen, im irrigen Glauben, dass ein Künstler heute nur noch eine Chance hat zu überleben, wenn er sich permanent kopiert, seine Bilder wie Warenzeichen zur Cola-Flasche oder Campell's Suppendose mutieren lässt, sind die Gemälde von Katharina Wild eine visuelle Wohltat, erfreuen sie unser Auge, zeigen sie kreativen Schwung und großes handwerkliches Können.

Hexentanz, 150 x 200 cm, 2000

1966 wurde Katharina Wild in München geboren, studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, war Meisterschülerin, erhielt den Danner-Preis und machte ihr Diplom. In München als Kunstschaffende zu überleben – trotz adäquater Ausbildung, ist nicht leicht. Doch Wild trat an, auch hier einen festen Platz einzunehmen, sich zu etablieren, um aus­schließlich von der Malerei zu leben.
Betrachtet man ihre Arbeiten im zeitgenössischen Kontext des beginnenden 21. Jahrhunderts, spürt man ihre Verbindung zu den Jungen Wilden, die einst die Kunstszene von Köln und Düsseldorf aus kräftig in Bewegung versetzten, zeitweise weltweit dominierten und selbst die Amerikaner zum Umdenken bewegten, die in der Pop-Art eines Andy Warhol schon das Ende der Malerei zu erkennen glaubten.

Liegende, 160 x 100 cm, 2002 Welle Blau, 160 @ 180 cm, 2002 Der Riese auf dem Hügel, 160 x 180 cm, 2001

Katharina Wild allerdings ist keineswegs so radikal. Sie entwirft verspielter, neigt zu Träumen, lässt ihren Phantasien freien Lauf, greift dabei alte Märchen auf und setzt sie neu in Szene, begreift sich im klassischen Sinn als echte Künstlerin, der Malerei als Ausdrucksmittel verschrieben.

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