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Gallenblasenkrebs und Gallengangskrebs

Der Klatskin-Tumor ist eine Sonderform von Gallengangskrebs. Einige Erkrankungen der Gallenblase und Gallengänge, wie z.B. die Porzellangallenblase oder das Caroli-Syndrom, begünstigen die Entwicklung dieser Tumoren.

Wenn der Gallentumor aufgrund seiner Ausbreitung nicht mehr komplett entfernt werden kann, besteht das Ziel der palliativen Therapie in einer Wiederherstellung des Gallenflusses und einer Sicherung der Lebensqualität

Therapie:
 
Die Behandlung von Gallenblasen- oder Gallengangskrebs ist dadurch erschwert, dass die Diagnose meist erst in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung gestellt wird. Heilung ist nur durch eine Operation möglich. Liegen bereits Metastasen vor oder ist der Tumor so weit ausgedehnt, dass eine Operation nicht mehr möglich ist, wird eine palliative Behandlung begonnen, die  nicht mehr die Heilung im Sinne einer vollständigen Entfernung des Krebses zum Ziel, sondern die Linderung von Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität hat.
 
Operation
Bei der Operation von Gallenblasenkrebs wird die Gallenblase und eventuell ein Teil des Gallengangs entfernt. Liegt ein Gallengangkrebs vor, so hängt das Ausmaß der Operation von dem betroffenen Gangabschnitt ab. Bei lebernah gelegenen Tumoren ist neben der Entfernung des Gallengangs auch die Entfernung eines Teils der Leber nötig.
 
Palliative Behandlung
Da die Beschwerden bei Gallenblasen- und Gallengangskrebs vor allem auf eine Behinderung des Galleabflusses sowie einen Rückstau der Galle in die Leber zurückzuführen sind, muss durch die palliativen Maßnahmen der Gallefluss wieder hergestellt werden. Um dies zu erreichen, kann endoskopisch ein Stent in den Gallengang eingesetzt werden, der die tumorbedingte Engstelle offen hält.
Eine weitere Möglichkeit, die Enge zu beseitigen, besteht in der Kleinraumbestrahlung in Afterloading-Technik. Bei diesem Verfahren wird zunächst ein Kunststoffschlauch in den Gallengang eingelegt. Anschließend wird eine radioaktive Strahlenquelle (Iridium 192) über den Katheter eingebracht und hindert den Tumor an weiterem Wachstum.
Beide Behandlungsmaßnahmen setzen jedoch voraus, dass es gelingt, den Gallengang vom Zwölffingerdarm aus zu sondieren. Wenn dies unmöglich ist, kann die Galle mithilfe der PTC (Perkutane Transhepatische Cholangiographie) über einen Katheter nach außen abgeleitet werden, wo sie in einem Beutel aufgefangen wird.
 
Strahlentherapie, Chemotherapie
Eventuell auftretende Schmerzen bei Gallenblasenkrebs können durch eine Bestrahlung von außen gelindert werden. Wegen der Strahlenempfindlichkeit der Nachbarorgane, insbesondere der Leber und des Dünndarms, aber auch der Niere, kann dieses Verfahren aber nur begrenzt eingesetzt werden.  Die Chemotherapie hat sich bisher noch nicht als sehr wirksam erwiesen. Sie wird daher lediglich im Rahmen wissenschaftlicher Studien an speziell ausgewählten Patienten eingesetzt.
Vor einer Operation kann mittels einer kombinierten Strahlen-/Chemotherapie (Radiochemotherapie) versucht werden, den Tumor zu verkleinern, um die Operation zu erleichtern bzw. überhaupt erst möglich zu machen.
 
Medikament:
 
Wir empfehlen:
Gemzar® (Gemcitabin) 1.000 mg/m2 15 Minuten Kurzinfusion am Tag 1 und 8, alle 3 Wochen.

Siehe auch Medikamentöse Therapie unter Krebserkrankungen

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