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Top-Arzneimittel / Leberkrebs

Leberkrebs

 

Es gibt verschiedene Formen von Leberkrebs; das so genannte hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist der weltweit fünfthäufigste Krebs. Bestimmte Erkrankungen gehen mit einem erhöhten Leberkrebs-Risiko einher. Dazu zählen vor allem die alkoholische Leberzirrhose und die chronische Hepatitis.
Die Operation ist bei Leberkrebs die Methode der Wahl. Vor allem kleinere Tumoren können mit gutem Ergebnis operiert werden und die Prognose der Erkrankung verbessern. Auch wenn der Tumor bereits das Zwerchfell über der Leber hinaus befallen hat, kann die Operation noch sinnvoll sein.
Vor der Operation kann eine sog. Chemoembolisation (TAE, TACE) zur Verkleinerung des Tumors durchgeführt werden. Bei diesem Verfahren wird ein Zellgift in das Blutgefäß gespritzt, das den Tumor versorgt.
Vor allem für Menschen mit einer Leberzirrhose kann eine Lebertransplantation bessere Resultate erbringen als eine einfache Entfernung des Tumors. Beim hepatozellulären Karzinom stellt die Transplantation die beste Therapieoption dar.
Einzelne, kleinere Tumore unter drei bis vier Zentimetern Durchmesser können durch Injektion von hochkonzentriertem Alkohol (Ethanol) durch die Haut in den Lebertumor zerstört werden (perkutane Ethanolinjektion, PEI). Bei anderen Methoden zur Zerstörung einzelner bösartiger Lebertumore (sog. lokal-ablative Verfahren) wird zunächst ein Katheter oder Applikator an den Krankheitsherd in der Leber herangebracht. Die Abtragung  erfolgt dann über die eingebrachten Werkzeuge, entweder mittels Laser (Laserablation) oder mit Hochfrequenzschwingungen (Radiofrequenzablation). Je nach Befund sind mehrere Sitzungen und mit mehreren Applikatoren notwendig.
 
Chemotherapie
Zytostatika werden zur Behandlung eingesetzt.
Möglich bei Leberkrebs ist auch die regionale Chemotherapie über einen ins Leberblutgefäß direkt eingeführten dünnen Schlauch.
 
Palliative Therapie
Falls der Leberkrebs aufgrund seiner Ausdehnung nicht mehr vollständig durch eine Operation entfernt werden kann, ist das Ziel der Therapie nicht mehr die Heilung, sondern die Verbesserung und Sicherung der Lebensqualität des Patienten. Dazu gehört neben der möglichen Entfernung einiger Krebsherde, eine effektive Schmerztherapie und die Beseitigung sonstiger Beschwerden durch den Tumor.
 
Medikamente:
Adriblastin®, Adrimedac®, Doxo-cell®, Doxorubicin® (Doxorubicin) 60 mg/m2 i.v., Bolus am Tag 1, Zykluswiederholung bei Ansprechen nach 2 Wochen Pause.
Regionale Chemotherapie wie oben mit 40-60 mg/m2 intraarteriell mit unterschiedlichen Embilisationssubstanzen.
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