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Top-Arzneimittel / Mammakarzinom

Mammakarzinom

Brustkrebs ist mit über 55.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland das häufigste Krebsleiden der Frau. Das Risiko, irgendwann im Leben an Brustkrebs zu erkranken, beträgt für Frauen über acht Prozent. Am häufigsten erkranken Frauen zwischen dem 60.–65. Lebensjahr. Auch Männer können betroffen sein, jedoch sehr viel seltener.

Die Früherkennung durch intensive Selbstuntersuchung, regelmäßige Kontrollen beim Gynäkologen sowie durch Mammographien in empfohlenen Intervallen sind von großer Bedeutung. Je früher Brustkrebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen.
Weitere Untersuchungen, um Brustkrebs festzustellen und die Diagnose zu sichern, sind – neben der Mammographie – Ultraschall , Biopsie und die Magnetresonanztomographie (MRT).
Die effizienteste Therapie bei Brustkrebs ist eine Operation. Soweit möglich wird versucht, die Brust zu erhalten. In manchen Fällen lässt sich eine Amputation der Brust aber nicht vermeiden. Außerdem werden die Lymphknoten der Achselhöhle und anderer Lymphknotenstationen entnommen, um das Stadium des Brustkrebses zu bestimmen.
Die Vakuumbiopsie ist eine zuverlässige und unkomplizierte Methode zur Gewebeuntersuchung bei Veränderungen in der Brust.
 
Strahlentherapie
Eine "Bestrahlung" wird häufig im Anschluss an eine Krebs-Operation durchgeführt, um auch noch das restliche, operativ nicht erfasste Tumorgewebe zu zerstören.
 
Medikamentöse Therapie:
 
First-line-Therapie unter den Aromatasehemmern
Arimidex®  1 mg Filmtabletten mit dem Wirkstoff Anastrozol von AstraZeneca.
Zur Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen. Adjuvante Behandlung postmenopausaler Frauen mit hormonrezeptorpositivem, nichtfortgeschrittenen Mammakarzinom, die bereits 2 bis 3 Jahre eine adjuvante Behandlung mit Tamoxifen erhalten haben.
Mehr Informationen für den Arzt: hier 
  • Antiöstrogene: Verdrängung der wachstumsfördernden Östrogene an den Rezeptoren von östrogenabhängigen Tumoren. Adjuvante Therapie nach Primärbehandlung des Mamma-Ca, metastasierendes Mamma-Ca. Nolvadex® (Tamoxifen) 1 x 20-30 mg tgl.
  • Aromatasehemmer: reversible oder irreversible Hemmung der Aromatisierung des Ringes A zur Östrogensynthese, Senkung der Estradiol- und Estronspiegel. Bei metastasierendem Mamma-Ca nach einer Behandlung mit Tamoxifen nach der Menopause. Orimeten® (Aminoglutethimid) 250-500 mg tgl., Arimidex® (Anastrozol) 1 mg tgl., Femara® (Letrozol) 2,5 mg tgl., Aromasin® (Exemestan) 25 mg tgl.
  • Gestagene: Wirkmechanismus über antiöstrogene Effekte. Zur palliativen Behandlung von fortgeschrittenem Endometrium-Ca, Mamma-Ca, Prostata-Ca und Hypernephrom. Farlutal® (Medroxyprogesteronacetat) maximal 1 g tgl., Megestat® (Megestrolacetat) 1-2 x 160 mg.
  • Gonadoliberin-(GnRH)-Analoga: zunächst ermehrte Ausschüttung von Lutropin und Follitropin, über Down-Regulation der entsprechenden Rezeptoren schließlich antigonadotrope Wirkung. Bei Mamma-Ca und fortgeschrittenem Prostata-Ca. Zoladex® (Goserelin) alle 28 Tage 1 x 3,6 mg als Implantat.
Antikörper:
Tumorzellen bilden verstärkt bestimmte Oberflächenantigene aus. Antikörper gegen diese Antigene schädigen die Tumorzelle sensitiv gegenüber der normalen Zelle.
  • Rituximab: zur Behandlung des therapierefraktären bzw. rezidivierenden follikulären Lymphoms. Mabthera® (Rituximab) 375 mg/m2, 4-malige Anwendung in wöchentlichen Abständen
  • Trastuzamab: Herceptin® zur Behandlung des metastasierenden Mamma-Ca.  4 mg/m2 initial, danach wöchentlich  2 mg/m2.
  • Hormonrezeptor-positives Mammakarzinom: Faslodex®, auch nach Versagen der Aromataseinhibitoren.
Mistelpräparate:
In vitro Stimulation der T-Lymphozyten. In der Praxis deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Helixor®, Iscador®, Lektinol® (Mistellektine) beginnend meist mit 1 mg, Steigerung
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