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Top-Arzneimittel / Meningeom

Meningeom

 

Ein Menigeom ist ein meist gutartiger, langsam wachsender Tumor, der von den Meningen des Gehirns oder Rückenmarks ausgeht. Er bildet, mit Ausnahme der seltenen bösartigen Varianten, keine Metastasen. 20 bis 25 % aller Tumoren im Schädelinneren sind Meningeome. Es erkranken überwiegend ältere Menschen (40. bis 70. Lebensjahr), Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.  Je nach Meningeom-Typ, Größe, Tumorort und -wachstum sowie nach Beschwerden und Allgemeinzustand des Erkrankten richtet sich die Therapie. Optimal ist die komplette, chirurgische Entfernung des Meningeoms. Die Prognose ist gut.
Therapie
Bei Tumoren mit WHO Grad I-II und Krankheitssymptomen muss die Geschwulst operativ ausgeschält werden. Nach Möglichkeit sollte der komplette Tumor entfernt werden.  Im Fall eines stark durchbluteten Meningeoms können selten vor der Operation die zum Tumor führenden Blutgefäße gezielt verschlossen werden ("Embolisation"), um den operativen Blutverlust zu minimieren.

Meningeome vom WHO Grad III und unvollständig entfernte, gutartige Meningeome (großer Resttumor) erfordern eine zusätzliche Bestrahlung. Kleine Tumoren mit einem Durchmesser von maximal drei Zentimeter eignen sich für eine Einzeitbestrahlung: sog. "Radiochirurgie" mit einem Linearbeschleuniger bzw. Gamma-Knife.

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