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Top-Arzneimittel / Migräne

Migräne

Als Migräne bezeichnet man attackenweise einsetzende Kopfschmerzen, die meist halbseitig auftreten und sich über eine Dauer von 4-72 Stunden erstrecken können.

Häufige Begleitsymptome sind: 

  • Übelkeit,
  • Erbrechen,
  • Lärm-, Licht- und Geruchsempfindlichkeit.

10% der Migräne-Patienten  haben 5-30 Minuten vor dem Auftreten der Schmerzattacke  neurologische Anfallsymptome wie:

  • Doppelbilder,
  • Sehstörungen,
  • Schwindel,
  • Ohrgeräusche,
  • Hörminderung,
  • Wortfindungsstörungen,
  • Parästhesien an Fingern und Füßen,
  • Bewusstseinseinschränkungen.

Therapieempfehlungen siehe Kopf- und Gesichtsschmerzen!

Medikamentöse Therapie:

Wir empfehlen:
Mittel der 1. Wahl bei Migräne unter den Triptanen
Ascotop Filmtbl. 2,5 mg/-5 mg, 2,5/-5 mg Schmelztbl. und Nasal 5 mg/Dosis Nasenspraylösung mit dem Wirkstoff Zolmitriptan von AstraZeneca
Akutbehandlung von  Migränekopfschmerzen mit oder ohne Aura.
Dosierungsempfehlung: 2,5 mg oder 5 mg Zolmitriptan so früh wie möglich nach Beginn des Migränekopfschmerzes einnehmen.
Weitere Informationen für den Arzt: hier

 Wir empfehlen:
Mittel der 1. Wahl zur Migräneprophylaxe
Petadolex Kapseln als pflanzliches Migränemittel, als sogenanntes Spasmoanalgetikum bei Migräne und  Spannungskopfschmerzen von Weber & Weber. Dosierungsempfehlung zur
Migräneprophylaxe bei Erwachsenen: 1. Monat – 2 x tgl. 3 Kps., 2-6 Monat – 2 x 2 Kps. tgl.

Weitere Informationen für den Arzt: hier

  • Prokinetika: Behandlung der begleitenden Übelkeit, Beschleunigung der Magenentleerung und Dünndarmpassage, dadurch Resorptionsverbesserung der angewendeten Analgetika. Paspertin® (Metoclopramid) 20 mg, Motilium® (Domperidon) 10-20 mg.
  • Nicht-opioide Analgetika: wie bei Spannungskopfschmerz
  • Triptane: agonistische Wirkung an  Serotonin-1B/1D-Rezeptoren, Verengung der im Migräneanfall erweiterten Gefäße, Hemmung der Neuropeptidfreisetzung, Unterbrechung der Schmerzleitung. Imigran® (Sumatriptan) bei Bedarf 50-100 mg p.o., 25 mg rektal, 20 mg nasal, 6 mg s.c., Ascotop® Filmtabletten, Ascotop® nasal  (Zolmitriptan) bei Bedarf 2,5-5 mg; Maxalt® Tabletten (Rizatriptan) bei Bedarf 10 mg; Naramig®, Formigran® (Naratriptan) bei Bedarf 2,5 mg; Allegro® (bei Bedarf 2,5 mg; Almogran® (Almotriptan) bei Bedarf 12,5 mg; Relpax® (Eletriptan) bei Bedarf 20-40 mg.
  • Mutterkornalkaloide: angonistische Wirkung an Serotonin- 1B/1D-Rezeptoren.  Dihydergot® plus (Dihydroergotaminmesilat und Etilefrin) bei akuter Attacke 2,5-5 mg; Ergo-Kranit® Migräne (Ergotamintartrat) bei akuter Attacke 2 mg.
  • Migräneprophylaxe: Anwendung bei mehr als 3 Attacken pro Monat. b-Rezeptorenblocker: einschleichende und ausschleichende Dosierung erforderlich. Beloc®ZOK (Metorprolol) initial 25-50 mg, Enddosis 150-200 mg tgl., Dociton® (Propranolol) initial 20 mg, Enddosis 40-240 mg tgl., Concor® (Bisoprolol) initial 1,25-2,5 mg, Enddosis 5-10 mg tgl.; Flunarizin: Calciumantagonist. Sibelium® (Flunarizin) 5-10 mg tgl.; Valproinsäure: Antiepileptikum. GABA-erge Wirkung durch Verminderung des GABA-Abbaus. Ergenyl Chrono® (Valproinsäure) 500-600 mg tgl.; Topiramat: Antiepileptikum. Verstärkung des reizhemmenden Effekt von GABA, Reduktion des reizfördernden Einflusses von Glutaminat, Blockade von Calcium- und Natriumkanälen. Topamax® Migräne (Topiramat) initial 25 mg abends, Enddosis 50-100 mg tgl.; Naproxen: nicht-steroidales Antirheumatikum. Proxen® (Naproxen) 2 x 250-500 mg; Pestwurz: Petasites Wurzel, wirkt über die Hemmung der Lipoxygenase und Cyclooxygenase entzündungshemmend. Petadolex® (Pestwurz)  2 x 75 mg über mindestens 6 Monate. Amitriptylin: Saroten® (Amitriptylin) 50-150 mg tgl.
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