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Top-Arzneimittel / Nierenzellkarzinom

Nierenzellkarzinom

Bösartige Tumoren der Niere gehören in Deutschland zu den eher seltenen Erkrankungen. Sie machen im Erwachsenenalter etwa drei Prozent aller Krebserkrankungen aus, wobei die häufigste Form das Nierenzellkarzinom (Hypernephrom) ist.

Ein wichtiges Symptom, das unmittelbar von der Niere ausgeht, ist Blut im Urin.
Für die Erkennung von Nierenkrebs sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computer- und Magnetresonanztomographie von Bedeutung.
Bösartige Nierentumoren werden operativ behandelt. In den meisten Fällen wird dabei die betroffene Niere vollständig entfernt, um sicherzustellen, dass kein Tumorgewebe im Körper zurückbleibt.
Hat sich der Tumor bereits in andere Organe ausgebreitet, kann im Anschluss an die Operation eine Bestrahlung durchgeführt werden. Mit ihrer Hilfe werden abgesiedelte Krebszellen zerstört und am weiteren Wachstum gehindert. Darüber hinaus lassen sich Symptome wie Knochenschmerzen durch die Bestrahlung lindern.
Auch eine zusätzliche Immuntherapie mit sog. Zytokinen (Interleukin-2, Interferon-Alpha, 5-Fluorouracil) ist möglich. Hierdurch soll das Immunsystem angeregt werden, seine Abwehr gegen das im Körper verbliebene Tumorgewebe zu richten.
 
Medikamentöse Therapie:

Wir empfehlen: 
First-line-Therapie
Sutent mit dem Wirkstoff Sunitinibmalat von Pfizer.
Zur Behandlung fortgeschrittener und/oder metastasierter Nierenkarzinome (MRCC).
Weitere Informationen für den Arzt: hier

  • Torisel (Temsirolimus), Erstlinientherapie bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom
  • Proleukin® (Aldesleukin) Woche 1 und 4: 20 x 106 IE pro m2 s.c. Tag 3-5 verteilt auf 2 Dosen, Woche 2, 3, 5, 6: 5 x 106 IE/m2 s.c. am Tag 1. 3 und 5.
  • CYTOFERON® (INF-a) Woche 1 und 4: 6 x 10 Mio IE/m2 s.c. am Tag 1, Woche 2, 3, 5, 6: 6 x 10 Mio IE/m2 s.c. am 1, 3, und 5 Tag.
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