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Oesophaguskarzinom / Ösophaguskarzinom

 

Es handelt sich um eine bösartige Zellwucherung im Bereich der Speiseröhre, die meist von der Schleimhaut ausgeht. In 80 bis 90 Prozent der Fälle besteht ein Zusammenhang mit häufigem Genuss hochprozentigen Alkohols in Kombination mit Tabakrauch. Am häufigsten tritt Speiseröhrenkrebs zwischen 50 und 60 Jahren auf. Die besten Heilungsaussichten bei Speiseröhrenkrebs bietet eine vollständige chirurgische Tumorentfernung bei einer Operation. Unterstützend wird mit Strahlentherapie oder einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie therapiert. Die Prognose des Ösophaguskarzinoms ist ungünstig, da der Tumor oft erst sehr spät entdeckt und behandelt wird. Eine Heilung mit vollständiger operativer Entfernung aller Tumorzellen wird bei etwa 40 bis 60 % der Fälle angestrebt. Ob eine Operation möglich ist, hängt von Sitz und Ausdehnung des Tumors ab.

Speiseröhrenkrebs spricht in der Regel gut auf Bestrahlung an. Die Ergebnisse der Behandlung sind auch hier stark vom Tumorstadium abhängig. Bei Tumoren, welche die Speiseröhre einengen, besteht die Möglichkeit einer Kleinraumbestrahlung (Brachytherapie). Bei dieser besonderen Form der Strahlentherapie wird ein dünner Schlauch in die Speiseröhre geschoben und ferngesteuert eine winzige radioaktive Strahlenquelle eingebracht. Auf diese Weise wird der Tumor von innen bestrahlt und dadurch verkleinert oder zumindest in seinem Wachstum gebremst. Die Kombination von Strahlentherapie mit Chemotherapie (Radiochemotherapie) kann bei großen Tumoren eingesetzt werden, um diese vor einer Operation zu verkleinern Die Radiochemotherapie zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden, wenn eine Operation nicht möglich ist.

Lasertherapie

Tumorknoten, die das Schlucken behindern, können unter Sichtkontrolle mit einem Ösophagoskop per Laserlicht entfernt werden. Diese Behandlung wirkt sofort, hat jedoch den Nachteil, dass sie nur die Tumoroberfläche erreicht und der Knoten aus der Tiefe rasch wieder nachwächst. Die Behandlung muss daher regelmäßig wiederholt werden. Eine Kombination mit der Brachytherapie kann die Behandlungsintervalle deutlich verlängern. Nur in seltenen Ausnahmen und bei sehr kleinen Tumoren im Anfangsstadium kann die Lasertherapie eine Heilung erreichen.

Photodynamische Therapie

Die photodynamische Therapie ist ein alternatives Verfahren zur Behandlung von kleinen Tumoren (T1 oder T2) ohne Lymphknotenmetastasen (N 0) und ohne Fernmetastasen (M 0). Bei dieser Methode wird ein Medikament verabreicht, welches das Gewebe extrem lichtempfindlich macht. Drei Tage nach Gabe der Substanz wird der Tumor mit Laserlicht behandelt.

Stent

In vom Tumor befallene Speiseröhrenabschnitte kann ein Kunststoffröhrchen bzw. ein feines Maschendrahtröhrchen mit Kunststoffüberzug, der so genannte Stent, eingesetzt werden. Dieser dichtet die Speiseröhrenwand z.B. bei tumorbedingtem Leck ab oder erhält die Speiseröhrenpassage für Speichel und Nahrung aufrecht. Stents dienen nicht der Tumorheilung, sondern lindern ausschließlich die Beschwerden und vermeiden Komplikationen.

Medikamente:

FU Lederle®, FU medac® (5-Fluorouracil) 600 mg/m2 i.v. am Tag 1, Zykluswiederholung ab dem 22. Tag. Cisplatin medac® (Cisplatin) 76 mg/m2 i.v. am Tag 1 alle 4 Wochen. Taxol® (Paclitaxel) 250 mg/m2 i.v. über 24 Stunden am Tag 1, Wiederholung am Tag 22.

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