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Top-Arzneimittel / Pulmonale Hypertonie

Pulmonale Hypertonie

Die primäre pulmonale Hypertonie ist eine seltene Krankheit mit einer geschätzten Inzidenz von 1-2% / 1 Million Einwohner.  Die Prognose ist ohne Behandlung schlecht, nach der Diagnose beträgt die  mittlere Überlebenszeit 2-3 Jahre. Die konventionelle Therapie besteht aus der Gabe von Diuretika und oralen Antikoagulantien. Als wirksam und auch zugelassen für diese Indikation haben sich inhalatives Iloprost – Ventavis – und Sildenafil – Revatio – erwiesen.

Patienten mit leichteren Symptomen der NYHA-Klasse II werden nach erfolgreicher Testung kurzwirkender Vasodilatatoren zunächst mit Calciumantagonisten wie Nifedipin und Diltiazem behandelt. Diese sind jedoch nicht für diese Indikation zugelassen. In den vergangenen 10 Jahren wurden erhebliche Fortschritte in der Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie gemacht. Durch eine bessere Zusammenarbeit zwischen den niedergelassenen Allgemeinärzten, Spezialisten und PAH-Zentren  sowie durch besonderes Atemtraining  und leichte sportliche Betätigung wurde die Prognose der Betroffenen weiter verbessert. Wichtig ist, dass man weiß, dass verschenkte Diagnosezeit, verschenkte Lebenszeit bedeutet. In der Praxis muss die PAH deshalb differenzialdiagnostisch überhaupt in Betracht gezogen und die von den Patienten geschilderten Beschwerden konsequent gedeutet werden: Luftnot ohne plausible Ursache, Schwindel bei Lagewechsel, Ermüdbarkeit, betonter 2.Herzton bei niedrigem systemischen Blutdruck, Systolikum, Ödemneigung an den Unterschenkeln, Raynaud-Symptomatik, Hypokapnie, unklare reduzierte Diffusionskapazität.

Basistherapie:
  • Gewichtsnormalisierung wenn nötig
  • Atemtraining 
  • leichte sportliche Betätigung
  • Reduktion des Alkoholkonsums
  • Gesunde Ernährung 
  • Ausgeglichene Lebensführung
  • Nikotinverzicht
  • Evtl. Therapieumstellung bei der Behandlung mit blutdruckerhöhenden Medikamenten.
Medikamentöse Therapie:

Wir empfehlen:
Mittel der 1. Wahl
Thelin 100 mg Filmtbl. Sitaxentan von Encysive
Zur Behandlung von Patienten mit Pulmonalarterienhypertonie der Funktionsklasse III d. Weltgesundheitsorganisation WHO. Verbessert deutlich die Alltagsbewältigung des Patienten bei guter Verträglichkeit und gilt als neuer Anfang bei pulmonal-arterieller Hypertonie. Aufgrund des relativ hohen Preises ist eine klare Diagnose die Voraussetzung  für den Einsatz von Thelin, die klinisch belegt sein muß.


Weitere Medikamente:

  • Tracleer® (Bosentan)
  • Thelin® (Sitaxentan)
  • Flolan® (Epoprostenol)
  • Revatio® (Sildenafil)
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