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Top-Arzneimittel / Amyotrophische Lateralsklerose

Amyotrophische Lateralsklerose

Die Amyotrophische Lateralsklerose (auch: Amyotrophe Lateralsklerose, ALS) ist eine rasch voranschreitende, degenerative Erkrankung des Zentralnervensystems. Man unterscheidet eine sporadische, eine familiäre und eine endemische Form. Die Amyotrophische Lateralsklerose ist eine unheilbare Erkrankung, deren Symptome durch Medikamente vorübergehend gebessert werden können. Die Erkrankung führt nach mehrjährigem Verlauf in der Regel zum Tod.

Symptome der Erkrankung, wie Kraftlosigkeit und Bewegungseinschränkung, entstehen durch eine Degeneration motorischer Nervenzellen im Rückenmark und den Hirnnerven. Die Wahrnehmung der Erkrankten, ihr Bewusstsein und ihre intellektuellen Fähigkeiten werden nicht beeinträchtigt. Die Diagnose wird durch typische Befunde bei der neurologischen Untersuchung gestellt.

Therapie

Eine ursächliche Therapie der Amyotrophischen Lateralsklerose (ALS) existiert noch nicht, da die genauen Ursachen der Erkrankung bisher nicht bekannt sind. Die Therapie zielt deshalb darauf ab, die Krankheit zu verlangsamen und die auftretenden Beschwerden und Behinderungen zu lindern.

Neuroprotektive Therapie

Wir empfehlen:  
First-line-Therapie
Rilutek
50 mg Filmtbl. mit dem Wirkstoff Riluzol von Sanofi-Aventis.
Zur Verlängerung der Lebenserwartung oder zur Hinauszögerung der Zeit bis zum Einsatz der mechanischen Beatmung bei Patienten mit amyotropher Lateralsklerose (ALS).
Weitere Informationen für den Arzt: hier 

 
In klinischen Studien konnte nur der Glutamat-Antagonist Riluzol ® die Amyotrophische Lateralsklerose verlangsamen. Die in Tierversuchen positiven Ergebnisse von Vitamin E und Kreatin konnten beim Menschen nicht nachgewiesen werden.
 
Symptomatische Therapie
Ziel der symptomatischen Therapie der Amyotrophischen Lateralsklerose ist es, die Mobilität und Eigenständigkeit des Erkrankten möglichst lange zu erhalten. In erster Linie gehört dazu, die Restfunktion der Muskeln durch Krankengymnastik und Ergotherapie zu fördern. Außerdem stehen verschiedene Hilfsmittel wie Handschienen, Gehhilfen etc. zur Verfügung, um den Ausfall einzelner Muskelgruppen zu kompensieren.
Im weiteren Krankheitsverlauf wird auch die Behandlung von Schluck- und Sprechstörungen wichtig. Bei einer fortschreitenden Lähmung der beim Schlucken beteiligten Muskeln wird eine Ernährung über Sonden erforderlich, um zu vermeiden, dass Nahrung in die Luftwege eindringt. Auf Dauer ist besonders die nicht-invasive oder invasive Unterstützung der Atemfunktionen von entscheidender Bedeutung.
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