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Top-Medizin / Aids (HIV)

Aids (HIV)

Top-Medizin

HIV ist die Abkürzung für Human Immunodeficiency Virus, Aids für Acquired Immuno Deficiency Syndrome. Als HIV-positiv wird jede Person bezeichnet, bei der HIV direkt oder indirekt im Blut nachgewiesen wurde. Mehrere Tage bis drei Monate nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kann es zur akuten HIV-Erkrankung kommen. Die Symptome sind unspezifisch und denen einer grippalen Infektion ähnlich. Die HIV-Infektion verläuft in mehreren Stadien. Nach der Zahl der im Blut vorhandenen T-Helferzellen wird dem jeweiligen Buchstaben ein Zahlenwert zugewiesen, so dass eine Klassifizierung von A1 bis C3 entsteht. Bei den Erkrankten kann es zu lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen und Tumoren kommen.

Laut UNAIDS lebten 2009 33 Millionen HIV-positive Menschen weltweit. Im selben Jahr kam es zu 2.6 Mio. Neuinfektionen, d.h. 7.000 Ansteckungen pro Tag. In der Bundesrepublik gab es 2010 rund 70.000 Menschen mit HIV oder Aids. Im selben Jahr haben sich schätzungsweise 3.000 Personen in der BRD neu infiziert.

Aufgrund der vorhandenen sehr effektiven antiretroviralen Therapie ist die Eindämmung des Krankheitsbildes heute in der Bundesrepublik schon derartig weit fortgeschritten, dass die Lebenserwartung in zahlreichen Fällen jener eines Gesunden gleichkommt. Die ersten Berichte, die aufgrund einer Stammzellentransplantation davon ausgingen, dass es bereits geheilte Patienten geben könnte, haben allerdings keinen eindeutigen Beweis erbracht.

Noch immer ist die Ansteckungsgefahr virulent, breitet sich Aids nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch weltweit weiterhin aus - trotz der einschneidenden rufschädigenden und teilweise sogar lebensverkürzenden Folgen. Die Hauptgruppe der Gefährdeten resp. Infizierten sind immer noch die Homosexuellen. Wichtigstes Unterfangen, eine Ansteckung zu vermeiden, ist der geschützte Geschlechtsverkehr mit Kondomen.


Top-Arzneimittel

Im verschreibungspflichtigen Bereich stehen dem Arzt heute sehr effektive antiretrovirale Medikamente zur Verfügung, die es in den meisten Fällen ermöglichen, dass der Patient wieder seiner Tätigkeit nachgehen kann. Die jährlichen Therapiekosten betragen etwa Euro 10.000. Aufgrund der bundesdeutschen Gesetzgebung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist der Zugang hier nur Ärzten erlaubt.

Mehr unter Top-Arzneimittel (im geschützten Bereich): Aids (HIV)


 

Top-OTC-Präparate

Auf dem freiverkäuflichen Markt gibt es nur Präparate, die zur unterstützenden Therapie herangezogen werden können respektive mit dazu beitragen, Nebenwirkungen der verschreibungspflichtigen Arzneimittel zu verringern.

Wir empfehlen hier, sich gemäß dem entsprechenden Nebenwirkungsprofil bei den jeweiligen Top-OTC-Präparaten kundig zu machen.

Mehr unter Top-OTC-Präparate:  Abwehrsteigerung, Durchfall, Erbrechen, Magenbeschwerden, Mangelzustände, Nahrungsmittelergänzung, Schmerzen, Stärkungsmittel bei Schwächezuständen


 

Top-Medizinprodukte

Das wichtigste Medizinprodukt in Zusammenhang mit HIV/Aids ist noch immer das Kondom. Da hier die Sicherheit des Erzeugnisses gefragt ist, empfehlen wir nachfolgendes Produkt mit dem entsprechenden Hersteller:

Ritex Gummiwarenfabrik, Bielefeld

Mehr unter Top-OTC-Medizinprodukte:


Top-Ärzte

In den meisten Städten sind sogenannte HIV-Ambulanzen eingerichtet; auch zahlreiche niedergelassene Hausärzte – speziell in ländlichen Regionen – behandeln HIV-infizierte Patienten.

Für eine wichtige Zweitmeinung empfehlen wir nachfolgende HIV-Spezialisten mit einem sehr guten Ruf:

  • PD Dr. Keikawus Asrasten, Berlin
  • Prof. Dr. Gerd Fätkenheuer, Köln
  • Prof. Dr. Thomas Harrer, Erlangen
  • Prof. Dr. Schlomo Staszewski, Frankfurt/Main
  • Prof. Dr. Johannes Bogner, München
  • Prof. Dr. Jan van Lunzen, Hamburg
  • Prof. Dr. Winfried V. Kern, Freiburg/Br.
  • Prof. Dr. Stefan Esser, Essen
  • Prof. Dr. Norbert Brockmeyer, Bochum
  • Prof. Dr. J. W. Husstedt, Münster
  • Dr. D. Schürmann, Berlin
  • Prof. Dr. Hubertus Wietholz, Darmstadt

Mehr unter Top-Ärzte: HIV-Ärzte/Aidsspezialisten


Top-Kliniken

Die meisten großen Krankenhäuser in der BRD verfügen über Betten für HIV-infizierte Patienten.

Wir empfehlen nachfolgende Kliniken:

  • Neuro-Aids-Ambulanz am UKM in Münster, unter der Leitung von Prof. Dr. J. W. Husstedt
  • Charité, Berlin, Med. Klinik, Schwerpunkt Infektiologie, unter der Leitung von Dr. D. Schürmann
  • Klinikum Darmstadt, Med. Klinik II, HIV-Ambulanz, unter der Leitung von Prof. Dr. Hubertus Wietholz
  • Med. Universitätsklinik München-Innenstadt, Spezialambulanz HIV, unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Bogner
  • Infektiologie des UKE Hamburg, Hamburg-Eppendorf, unter der Leitung von Prof. Dr. Jan van Lunzen
  • Universitätsklinikum Essen, Dermatologie, Zentrum für HIV, Aids und Geschlechts- krankheiten, unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Esser Universitätsklinikum Freiburg/Br.
  • Centrum für Chronische Immundefizienz, unter der Leitung von Prof. Dr. Winfried V. Kern
  • Universitätsklinikum Bochum, Dermatologie, Zentrum für Sexuelle Gesundheit, unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Brockmeyer
  • Interdisziplinäres HIV-Zentrum an der TU München, Klinikum rechts der Isar, unter der Leitung von Prof. Dr. Claudia Traidl-Hofmann

Mehr unter Top-Kliniken: Krankenhäuser

 


 

Top-Fachmedien

  • Präventionsinitiative HIV – Symptome, HIV-Statistik 2010
  • HIV/Aids in Deutschland – Eckdaten der Schätzung, Robert-Koch-Institut 2012 Epidemiologisches Bulletin, 28/2012, Robert-Koch-Institut
  • Leitlinien für Diagnostik und Therapie der HIV-Infektion, Deutsche Aids-Gesellschaft e.V

 

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