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Top-Medizin / Diabetes insipidus

Diabetes insipidus

Top-Medizin

Der Diabetes insipidus ist eine Hormonmangelerkrankung, bei welcher der Wasserhaushalt des Körpers gestört ist. Die Erkrankten scheiden sehr große Mengen Urin aus und leiden dadurch bedingt an verstärktem Durst und Harndrang. Ursache dafür ist, dass die Nieren nicht in der Lage sind, den Harn durch Wasserentzug zu konzentrieren. Grund ist eine mangelnde Produktion oder Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (ADH), welches die Flüssigkeitsausscheidung der Nieren steuert. Diabetes insipidus kann durch Hypophysentumore oder durch Einblutungen in die Hypophyse bei Unfällen verursacht werden.
Diagnostiziert wird der Diabetes insipidus zum einen durch die längerfristige Protokollierung von Trink- und Urinmenge über mindestens zwei Tage, zum anderen durch den so genannten Durstversuch, einem Wasserentzugs-Test unter ärztlicher Aufsicht. Wird eine mangelnde Produktion oder Ausschüttung von ADH nachgewiesen, muss das Hormon dem Körper zugeführt werden – meist in Form von Nasentropfen oder -sprays. Mithilfe geeigneter Medikamente kann der Betroffene in der Regel ein normales Leben führen.


Top-Arzneimittel

Zu Beginn der Therapie eines Diabetes insipidus wird der Elektrolythaushalt ausgeglichen und der Kreislauf stabilisiert. Die weitere Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache beziehungsweise der Grunderkrankung. Bei Hypophysentumoren sind beispielsweise eine Operation und/oder eine Strahlentherapie möglich, während sich der Diabetes insipidus nach Schädelhirntraumen und Operationen gelegentlich von selbst zurückbildet. Behandlungsbedürftig sind die meisten Betroffenen allerdings aufgrund der gestörten Nachtruhe und der Beeinträchtigung des Arbeitsalltags.

Diabetes insipidus centralis
Der Diabetes insipidus centralis muss bei mildem Verlauf nicht immer therapiert werden. In manchen Fällen kann die mangelnde Produktion des antidiuretischen Hormons medikamentös angeregt werden. Hier können zum Beispiel Antiepileptika mit antidiuretischem Effekt (z.B. Carbamazepin) eingesetzt werden, die bei einem zentralen Diabetes insipidus die ADH-Sekretion stimulieren oder die Urinkonzentrationsfähigkeit der Niere direkt steigern. Alternativ wird eine Hormonersatztherapie mit Desmopressin eingeleitet, einem synthetischen langwirksamen Abkömmling des ADH, welches in Form von Nasentropfen oder -spray verabreicht wird.

Diabetes insipidus renalis
Bei einem Diabetes insipidus renalis ist das Ziel der Therapie die vermehrte Natriumausscheidung über die Niere. Man verabreicht deshalb harntreibende Mittel, welche die Natriumausscheidung fördern, so genannte Thiazid-Diuretika.

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Top-Ärzte

Von Ihrem Hausarzt erhalten Sie die Adresse von Internisten in Ihrer Region. Sollten Sie eine Zweitmeinung einholen wollen, nachfolgend die entsprechenden Namen.

Internisten:

  • Prof. Dr. Dr. H.E. Blum, Freiburg
  • Prof. Dr. W. Schmidt, Bochum
  • Prof. Dr. H. Drexler, Hanover 
  • Prof. Dr. Hallek, Köln  

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Top-Kliniken

Wenn ein klinischer Aufenthalt notwendig wird, überweist Sie Ihr Facharzt an eine Einrichtung in Ihrer Region.

Wir empfehlen:

  • Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Regensburg, unter der Leitung von Prof. Dr. Martina Müller-Schilling
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik für Neurochirurgie, unter der Leitung von Dr. J. Flitsch
  • Klinikum der Borromäerinnen, Trier, unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas H. Schürmeyer
  • Universitätsklinikum Münster, Med. Klinik B, Endokrinologie, unter der Leitung von Prof. Dr. Karin Hengst
  • Universitätsklinikum Bonn, Med. Klinik I, unter der Leitung von Prof. Dr. Christian P. Strassburg
  • Neurochirurgie, Universitätsklinikum Tübingen, Hypophysenchirurgie
  • Endokrinologikum Hamburg, unter der Leitung von Prof. Dr. Heinrich Maria Schulte

 

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