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Top-Medizin / Thrombose

Thrombose

Top-Medizin

Thrombosen können sich häufig von dem Ort lösen, an dem sie sich gebildet haben, und werden vom Blutstrom durch den Körper transportiert, so dass sie die Blutversorgung lebenswichtiger Organe blockieren können. Zu den venöse Thromboembolien (VTE) gehören die tiefe Venenthrombose, ein Blutgerinnsel in einer tiefen Vene (normalerweise im Bein), und die Lungenembolie, ein Gerinnsel in der Lunge.

Beides sind ernste, potentiell lebensbedrohliche Erkrankungen, lassen sich jedoch oft vermeiden. Patienten, die sich einem größeren orthopädischen Eingriff unterziehen, haben ein hohes VTE-Risiko, denn während der Implantation einer Hüftgelenk- oder Kniegelenk-Prothese können die großen Beinvenen geschädigt werden, die das Blut zum Herzen zurücktransportieren.

Tiefe Venenthrombose bedeutet, dass sich in den tief liegenden Venen ein Blutgerinnsel bildet, das den Blutfluss teilweise oder komplett blockiert. Es wird geschätzt, dass in der EU jährlich mehr als 680.000 tiefe Venenthrombosen auftreten. Bei der Mehrheit der betroffenen Patienten tritt eine tiefe Venenthrombose allein auf, sie kann allerdings ein post-thrombotisches Syndrom hervorrufen und birgt das Risiko eines Rezidivs. Falls das Blutgerinnsel abbricht und mit dem Blutfluss durch den Körper wandert, kann es ein Gefäß in der Lunge verstopfen und zu einer potenziell tödlichen Lungenembolie führen.

So steigt das Risiko einer tiefen Venenthrombose signifikant an. Bei 40-60 Prozent aller Patienten, bei denen keine präventiven Maßnahmen ergriffen werden, bildet sich im Rahmen eines größeren orthopädischen Eingriffs ein Blutgerinnsel. Hüft- oder Kniegelenk-Operationen, und ein Blutgerinnsel ist bei dieser Patientengruppe die häufigste Ursache für eine erneute Einweisung ins Krankenhaus.


Top-Arzneimittel

Einsatz von Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmern. Die akute Antikoagulation erfolgt mit Heparin und nachfolgender Gabe von oralen Vitamin-K-Antagonisten als Standardtherapie für akute Venenthrombosen und Lungenembolien. Daneben werden orale Antikoagulantien zur Prophylaxe kardiogener Hirnembolien bei atrialen Thromben und bei arteriosklerotisch bedingten Karotisstenosen angewendet. Niedermolekulare Heparine verwendet man überwiegend zur Prophylaxe thromboembolischer Komplikationen bei immobilisierten Patienten, sie werden aber auch zunehmend für die Therapie tiefer Venenthrombosen bei ambulanten Patienten eingesetzt.

Thrombozytenaggregationshemmer sind zur Primär- und Sekundärprophylaxe des Herzinfarktes und transienter ischämischer Attacken bei Patienten mit zerebrovaskulären Durchblutungsstörungen indiziert.

Im verschreibungspflichtigen Bereich stehen dem Arzt heute zahlreiche Präparate zur Verfügung um die Arterielle Verschlusskrankheit therapeutisch zu behandeln. Wir empfehlen nachfolgende Medikationen. Auf Grund der bundesdeutschen Gesetzgebung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist der Zugang hier nur Ärzten erlaubt.

Mehr unter Top-Arzneimittel (im geschützten Bereich): Thrombose


Top-OTC-Präparate

Auf dem freiverkäuflichen Markt gibt es nur Präparate, die zur unterstützenden Therapie oder zur Risikominimierung herangezogen werden können respektive mit dazu beitragen, Nebenwirkungen der verschreibungspflichtigen Arzneimittel zu verringern.

Wir empfehlen hier, sich gemäß dem entsprechenden Nebenwirkungsprofil bei den jeweiligen Top-OTC-Präparaten kundig zu machen.

Mehr unter Top-OTC-Präparate: Adipositas, Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen, Mangelzustände, Raucherentwöhnung, Stärkungsmittel bei Schwächezuständen


Top-Medizinprodukte-Medizintechnik

Wir empfehlen zur Prophylaxe Antithrombosestrümpfe:

  

Mehr unter Top-Medizinprodukte: Antithrombosestrümpfe


Top-Ärzte

Von Ihrem Hausarzt erhalten Sie die Adresse von Phlebologen in Ihrer Region. Sollten Sie eine Zweitmeinung einholen wollen, nachfolgend die entsprechenden Namen.

Wir empfehlen:

  • Prof. Dr. Peter Altmeyer, Bochum
  • Dr. Hubert Stiegler, München
  • PD Dr. Letterio Barbera, Bremen
  • Prof. Dr. Thomas Ruzicka, München
  • Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Darmstadt
  • Dr. Clemens Fahrig, Berlin
  • Prof. Dr. Viola Hach-Wunderle, Frankfurt/Main
  • Dr. Harald Salzbrunn, Hamburg

Mehr unter Top-Ärzte: Phlebologen


Top-Kliniken

Ihr behandelnder Arzt resp. der Notarzt überweist Sie an eine entsprechende Klinik in Ihrer Nähe.
Wir empfehlen:

  • Venenzentrum am Katholischen Universitätsklinikum Bochum, unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Altmeyer
  • Klinikum München-Schwabing, Abteilung für Angiologie, unter der Leitung von Dr. Hubert Stiegler
  • Klinikverbund Bremen, Klinik für Phlebologie, unter der Leitung von PD Dr. Letterio Barbera
  • Dermatologische Universitätsklinik München Innenstadt, unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Ruzicka
  • Medizinische Klinik IV, Angiologie, Darmstadt, unter der Leitung von Prof. Dr. Rupert Bauersachs
  • Evangelisches Krankenhaus Hubertus, Gefäßzentrum Berlin-Brandenburg, unter der Leitung von Dr. Clemens Fahrig
  • Krankenhaus Nordwest, Frankfurt/Main, Abteilung für Angiologie, unter der Leitung von Prof. Dr. Viola Hach-Wunderle
  • Krankenhaus Tabea, Hamburg, Zentrum für Venen, unter der Leitung von Dr. Harald Salzbrunn

Mehr unter Top-Kliniken: Venenzentren


Top-Fachmedien

Wir empfehlen nachfolgende Publikationen und Ärztemagazine:

Diese wichtigen Sachbücher sind lesenswert: 

  • Arterielle Verschlusskrankheiten der Beine(Kliniktaschenbuch)
  • Mikrozirkulation und Arterielle Verschlusskrankheiten (Buch)
  • Trainer Vaskuläre Interventionen (Buch) 
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