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Top-Medizin / Zeckenbiss

Zeckenbiss

Top-Medizin

Der Erreger Borrelia burgdorferi wird durch Zeckenbiss, etwa 10-30% der Zecken sind infiziert, übertragen. Eine frühzeitige Entfernung der festgesaugten Zecke ist erforderlich.

Die Einteilung des Krankheitsverlaufs in drei Stadien:

  • Erythema migrans – Frühstadium, Dauer 7-10 Tage bis zu einem Monat; Begleitsymptome sind Müdigkeit, Myalgien, Arthralgien, Kopfschmerzen, Fieber mit Schüttelfrost, Nackensteifigkeit, Appetitilosigkeit, Lymphadenopathie und selten Facialisparese
  • Lyme-Meningitis; periphere Neuropathie
  • Lyme-Arthritis

Neuroborreliose: 1,5-15 Jahre nach Erstinfektion multifokaler Befall des ZNS. Symptome: Meningitis, Myelitis, Hirnnervenausfälle, Enzephalitis, Mono- und Polyneuritis, Sensibilitätsstörungen, Ataxie, Para- und Tetraparesen, Blasenstörungen, epileptische Anfälle, psychische Auffälligkeiten.


Top-Arzneimittel

Beim Zeckenbiss ist eine frühzeitige Entfernung der festgesaugten Zecke notwendig. In der Regel erfolgt eine Krankheitsübertragung erst nach etwa 24 Stunden, allerdings steigt das Risiko proportional zur Dauer. Große, vollgesaugte Zecken können einfach mit den Fingern herausgedreht werden, kleinere, noch leere, Zecken mit Hilfe einer Pinzette. Wichtig beim Entfernen ist es, den Zeckenkörper nicht zu quetschen, um eine Inokulation des infektiösen Speichels zu vermeiden. Von Hausmitteln wie Öl oder Klebstoff zum Entfernen der Zecke ist abzuraten, denn durch verlängerten Kontakt und verstärkte Speichelabsonderung der Zecke erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Falls beim Herausdrehen der Kopf in der Wunde verbleiben sollte, ist dies nicht so dramatisch. Der Zeckenkopf selbst ist nicht infektiös und kann einfach mit einer spitzen Pinzette entfernt werden. 

Im verschreibungspflichtigen Bereich stehen dem Arzt heute zahlreiche Präparate zur Verfügung. Wir empfehlen nachfolgende Medikationen. Auf Grund der bundesdeutschen Gesetzgebung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist der Zugang hier nur Ärzten erlaubt.

Mehr unter Top-Arzneimittel (im geschützten Bereich): ZeckenbissLyme-Borreliose


Top-OTC-Präparate

Es gibt viele Tipps zur Entfernung von Zecken. Sie reichen vom Ersticken der Zecke mit Speiseöl, über Abbrennen bis zum Verkleben mit Kleber. Aber alle diese Anwendungen schaden mehr als sie nützen. Während dieser Behandlungen übergibt sich die Zecke und ihr Mageninhalt wird an den Wirt abgegeben. Zeckenpinzetten minimieren die Gefahr, dass die Zecke zerquetscht wird oder erregerhaltige Flüssigkeit wieder in die Saugstelle gedrückt wird. Die Zecke sollte vorsichtig mit einer feinen Pinzette am Zeckenkopf gefasst und langsam herausgezogen werden. Die Stichstelle am besten mit Desinfektionsmittel, wie z.B. Alkohol behandeln.

Tipp: Lagern Sie die Pinzette im Tiefkühlfach. Sobald Sie die Zecke mit der kalten Pinzette berühren, zieht sich diese zusammen und lässt sich noch leichter entfernen.

 

Auf dem freiverkäuflichen Markt gibt es nur Präparate, die zur unterstützenden Therapie herangezogen werden können respektive mit dazu beitragen, Nebenwirkungen der verschreibungspflichtigen Arzneimittel zu verringern.

Wir empfehlen hier, sich gemäß dem entsprechenden Nebenwirkungsprofil bei den jeweiligen Top-OTC-Präparaten kundig zu machen.

Mehr unter Top-OTC-Präparate:  AbwehrsteigerungDurchfallErbrechenMagenbeschwerden
MangelzuständeNahrungsmittelergänzungSchmerzenStärkungsmittel bei Schwächezuständen


Top-Ärzte

hier ist der Hausarzt zuständig, der je nach Krankheitsbild – an den zuständigen Facharzt überweist.


Top-Kliniken

hier ist die örtliche Klinik zuständig – keine Empfehlungen


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Fachbücher:

 

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