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Frühling und Sommer: Ernährung: Die Nachfrage nach veganer Kleidung steigt

Veröffentlicht am Dienstag 26 Mai 2015 14:23:19 von aschilke
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Auch Top-Designer arbeiten mit pflanzlichen Stoffalternativen

Vegan entwickelt sich immer mehr von einem Trend zu einer ganzheitlichen Lebensweise, die nicht nur den Verzicht auf tierische Produkte in der Ernährung, sondern auch bei der Kleidung beinhaltet. Laut einer TNS Emnid-Studie würde ein Großteil der Befragten vegane Kleidung tragen, wenn dadurch gewährleistet würde, dass keine Tiere getötet wurden. Die von „das veganmagazin“ in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des unabhängigen Meinungsforschungsinstituts veranlasst auch die Modebranche zu einem Umdenken.

Die Nachfrage nach veganer Kleidung steigt: 81 Prozent der 1.004 repräsentativ Befragten könnten sich vorstellen, vegane Kleidung zu tragen, wenn keine Qualitätsunterschiede feststellbar sind. „Vegane Kleidung bedeutet keinen Qualitätsverlust, sondern vielmehr eine qualitative Steigerung, da an den Fasern des T-Shirts oder der Bluse kein Blut klebt“, sagt Christian Vagedes, Herausgeber von „das veganmagazin“ und Initiator der Studie. „Die Quälerei und das Töten von Tieren sind nicht mit einer veganen Einstellung zum Leben vereinbar.“


Neues aus der Medizin: Forschung: Heigl-Preis 2015 für den Forschungsverbund SOPHO-NET

Veröffentlicht am Freitag 22 Mai 2015 09:52:57 von aschilke
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Auszeichnung für Forschungsarbeit über soziale Angst

Für ihre Forschungsarbeiten zur sozialen Angst hat der Forschungsverbund ,,Social Phobia Psychotherapy Research Network" (SOPHO-NET) den renommierten Heigl-Preis 2015 erhalten. Die Mainzer Forscher Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel und PD Dr. Dipl.-Psych. Jörg Wiltink waren maßgeblich daran beteiligt, im Rahmen des Forschungsverbundes psychotherapeutische Verfahren zur Behandlung von sozialen Angststörungen zu untersuchen. Den mit 20.000 Euro höchstdotierten deutschen Preis für Psychotherapieforschung nahmen die Mitarbeiter des SOPHO-NET im Rahmen des diesjährigen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) entgegen.

Die soziale Phobie zählt zu den unterdiagnostizierten und folglich auch unterbehandelten seelischen Erkrankungen. Mit dem Ziel, das Verständnis und die Behandlung der sozialen Phobie zu verbessern, haben sich 2006 verschiedene Forschungseinrichtungen Deutschlands im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell geförderten Forschungsverbund soziale Phobie (SOPHO-NET) zusammengeschlossen. Die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz war an SOPHO-NET als Behandlungszentrum und mit eigenen Teilprojekten beteiligt. Die Mainzer Wissenschaftler untersuchten den Transfer der im Verbund gewonnenen Erkenntnisse in die ambulante Regelversorgung durch niedergelassenen Psychotherapeuten und die Wirkmechanismen der manualisierten psychodynamischen Psychotherapie der Sozialen Angststörung.


Neues aus der Medizin: Diabetologie: Typ 2-Diabetes: Endoskopisches Verfahren als Hoffnungsträger?

Veröffentlicht am Freitag 22 Mai 2015 09:43:35 von aschilke
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Fast acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus, 90 Prozent davon an einem Typ-2-Diabetes. Bei nahezu der Hälfte der Patienten ist der Diabetes unzureichend eingestellt, trotz der zahlreichen zur Verfügung stehenden medikamentösen Maßnahmen. Neue Hoffnung liegt nach einer Pilotstudie auf einem endoskopischen Verfahren, bei dem die Schleimhaut im Zwölffingerdarm verschorft wird. Endoskope gibt es in der Medizin bereits seit 165 Jahren. Was sie heute ermöglichen, nach ihrer Entwicklung vom rein diagnostischen zum interventionellen Instrument, und was das für Diabetespatienten bedeuten könnte, darüber informiert die MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2015. Sie findet vom 16. bis 19. November in Düsseldorf statt.

„Dem neuen endoskopischen Verfahren geht die Beobachtung voraus, dass fettleibige Menschen mit Typ-2-Diabetes, die durch eine Bypass-Operation abnehmen wollen, nicht nur ihr Körpergewicht, sondern auch ihren Diabetes verlieren“, sagt Professor Dr. med. Horst Neuhaus, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf. Bei einer Bypass-Operation verbindet der Chirurg den Magen direkt mit dem oberen Dünndarm. Der Speisebrei fließt dann am Zwölffingerdarm vorbei, der in einer Schlinge blind endet. „Bei den meisten Patienten normalisiert sich der Blutzucker, noch bevor sie wesentlich an Gewicht verlieren“, berichtet der Experte. Die genauen Zusammenhänge seien nicht bekannt. „Hormone, die beim Durchtritt des Speisebreis in der Schleimhaut des Zwölffingerdarms gebildet werden, spielen aber offenbar eine wichtige Rolle“, sagt Professor Neuhaus: „Diese sogenannten Inkretine regen in der Bauchspeicheldrüse die Ausschüttung von Insulin an, was längerfristig zu einem Wirkungsverlust von Insulin führt.“ Diese Insulinresistenz ist die Ursache des Typ 2-Diabetes.


Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse: Kinder- und Jugendmedizin: Hilfe für Kinder drogenkranker Eltern

Veröffentlicht am Donnerstag 07 Mai 2015 09:42:19 von aschilke
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Kinderchirurgen fordern verbesserte Kinderschutzstrukturen an Kliniken

7. wissenschaftliche Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin vom 8. bis 9. Mai 2015 in Dresden Schwerpunktthema: Kinder in drogenbelasteten Familien

Hierzulande leben etwa 2,6 Millionen Kinder in Familien mit einem suchtkranken Elternteil – geschätzte 30 000 von ihnen haben drogenabhängige Eltern. Diese Kinder sind gefährdet, seelisch, psychisch und sozial Schaden zu nehmen, später selbst an einer Sucht zu erkranken oder auch Opfer von physischer Gewalt zu werden. Kinderchirurgen kommen mit diesen Kindern in Kontakt, etwa wenn sie ein verletztes Kind behandeln – und sollten dann Hilfestellungen im Sinne des Kindes einleiten. Jedoch mangelt es in vielen Krankenhäusern an geeigneten Strukturen, die sich dieser Familienproblematik annehmen könnten. Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) fordert deshalb deutschlandweit interdisziplinäre Kompetenzstrukturen für den Kinderschutz in und um Kinderkliniken. Die DGKCH macht dies deutlich anlässlich der 7. wissenschaftlichen Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin vom 8. bis 9. Mai 2015 in Dresden.

Immer mehr Menschen in Deutschland greifen zu gefährlichen künstlichen Drogen wie Crystal Meth oder Legal Highs. Drei Prozent mehr als im Jahr zuvor starben 2014 an ihrem Drogenkonsum, wie Bundeskriminalamt und Bundesregierung soeben berichteten. Dies wirkt sich auch auf Kinder aus: „Wir beobachten im Umfeld unserer kleinen Patienten einen zunehmenden Missbrauch von Drogen, gerade in jungen Familien, bei Schwangeren und Heranwachsenden“, sagt Tagungspräsidentin Frauke Schwier, Kinderchirurgin am Universitätsklinikum Dresden. Dieses Jahr stehen Kinder in drogenbelasteten Familien im Zentrum der Veranstaltung „Hier bedarf es - ähnlich wie bei den anderen Suchterkrankungen - rascher Hilfe: Denn diese Kinder sind nicht nur in großer Gefahr, selbst eine Suchtproblematik oder andere Störungen zu entwickeln, häufig wachsen sie auch ohne Fürsorge auf, sind vereinsamt und in ihrer Entwicklung massiv beeinträchtigt.“


Neues aus der Medizin: Urologie: Peniskarzinom - Neue Therapiemethoden erhalten Lebensqualität

Veröffentlicht am Mittwoch 06 Mai 2015 11:07:04 von aschilke
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Peniskarzinome sind in Deutschland selten, für die betroffenen Männer aber extrem belastend. Seit sich in den letzten Jahren eine möglichst organerhaltende operative Therapie durchgesetzt hat, bleiben den Patienten eine deutlich verbesserte Lebensqualität und sexuelle Zufriedenheit. Die weniger restriktive Operation erfordert aber, wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) betont, eine erheblich intensivere Nachsorge und damit mehr Eigenverantwortung und Therapietreue der Männer.

„Die Entwicklung zur organerhaltenden Tumorchirurgie beim Peniskarzinom stellt für unsere Patienten einen großen Therapiefortschritt dar“, sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der DGU. Basierend auf den evidenzbasierten Leitlinien zur Therapie des Peniskarzinoms der European Association of Urology (EAU) wird seit 2010 - wenn möglich - mit einem geringeren Sicherheitsabstand zum Tumor operiert, sodass vielen Männern mit frühen Tumorstadien eine Penisteilamputation erspart bleiben kann. Wenn der Tumor noch nicht in die umliegenden Gewebe vorgedrungen ist, kann unter Umständen auch eine Lasertherapie oder eine Bestrahlung infrage kommen. „Im Gegensatz zur partiellen oder totalen Penisamputation bedeutet der Organerhalt eine enorme Entlastung für die Betroffenen. Sie können weiterhin sexuell aktiv sein und meist ohne Beeinträchtigung Wasser lassen“, erklärt Prof. Hakenberg. Die weniger radikalen OP-Verfahren bringen allerdings eine veränderte, engmaschige Nachsorge über mindestens fünf Jahre mit sich, um wiederkehrende Tumore, sogenannte Rezidive, rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die aktuelle EAU-Leitlinie sieht in den ersten beiden Jahren alle drei Monate, danach halbjährliche Kontrollen vor. Treten bei einem Peniskarzinom Metastasen in den Leistenlymphknoten auf, werden diese entfernt, parallel mit einer Chemotherapie behandelt und in der Nachsorge ebenfalls streng kontrolliert.


Neues aus der Medizintechnik: Politik: Neue Medizinprodukteverordnung der EU

Veröffentlicht am Dienstag 05 Mai 2015 10:46:35 von aschilke
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Chirurgen befürchten Hürden für klinische Innovationen

Der von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf einer Medizinprodukteverordnung stößt bei der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) auf erhebliche Bedenken. Die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Chirurgen befürchtet, dass die vorgesehenen neuen Zulassungsverfahren kostenintensive Hürden schaffen. Die Novelle werde Innovationen blockieren, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT). Die Stellungnahme wurde auf dem 132. Chirurgenkongress vorgestellt, der am vergangenen Wochenende zu Ende ging.

Neue Medizinprodukte vom Herzschrittmacher bis zu Hightech-Implantaten entstehen meist durch die Kooperation von Ärzten und Herstellern. Ärzte liefern häufig die Ideen, die Industrie das notwendige technische Know-how für die Umsetzung. „Dieses kreative Zusammenspiel aus klinischem und technologischem Wissen ist eine wichtige Voraussetzung für medizintechnische Innovationen“, erklärt Professor Dr. med. Ernst Klar, Direktor der Abteilung für Allgemeine, Thorax-, Gefäß- und Transplantationschirurgie an der Universitätsmedizin Rostock.


Neues aus der Medizintechnik: Medizinprodukte: Der pneumatron®200 N Komfort in der täglichen Praxis

Veröffentlicht am Montag 04 Mai 2015 12:50:58 von aschilke
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Das klassische Schröpfen hat einen hohen Stellenwert in der naturheilkundlichen Praxis. Die pneumatische Pulsationstherapie (PPT) ist in Anlehnung an dieses Verfahren entstanden. Zusätzlich zum Schröpfen vereint sie allerdings auch noch die positiven Effekte von Massage, Lymphdrainage und Bindegewebsmassage.  Bei der PPT  werden Sauggläser auf die Haut aufgebracht. Im Unterschied zum Schröpfen entsteht hierbei kein starres Vakuum, sondern das Gerät erzeugt eine pulsierende Unterdruckwelle, die mit einer Wiederholungsfrequenz von etwa 200 Pulsationen pro Minute eine Wechselwirkung zwischen Sog und Entspannung erzeugt. Durch das Pulsieren des Gewebes wird die zu behandelnde Region bis in tiefer gelegene Schichten gut durchblutet und besonders wirksam und schonend stimuliert. Das Verfahren bewirkt eine verbesserte Durchblutung, die Lymphzirkulation wird angeregt, die Muskulatur wird entspannt und das Gewebe gelockert. Auf diese Weise können angesammelte Stoffwechselschlacken, Entzündungsmediatoren und Umweltstoffe besonders gut gelöst werden und es kommt zu einer Entlastung des therapierten Gewebes. Durch den beschleunigten Blut- und Lymphstrom können Giftstoffe besser den Nieren und der Leber zugeführt und somit auch schneller ausgeschieden werden. Parallel dazu werden körpereigene Vitalstoffe verstärkt in den therapierten Bereich transportiert und stehen dort für eine optimale Verstoffwechselung zur Verfügung. Dadurch können Heilungsprozesse beschleunigt und verbessert werden.

Der pneumatron®200 N Komfort ergänzt die Standardausführung des pneumatron® mit dem pneumatron®therm zur Optimierung der Behandlung durch zusätzliche Kälte- und Wärmereize. Somit kann eine noch spezifischere Behandlung verschiedenster Indikationen erfolgen.


Frühling und Sommer: Ernährung: Jetzt wird’s tropisch

Veröffentlicht am Sonntag 03 Mai 2015 12:52:50 von aschilke
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Der neue Kokos-Mandeldrink und Reis-Kokosdrink Ananas von Provamel

Kokosliebhaber aufgepasst: Provamel lädt ein auf eine kulinarische Entdeckungsreise – an einen Ort, wo Palmen wachsen, türkisblaues Meer auf weißen Sandstrand trifft und die Sonne ganzjährig scheint. Mit gleich zwei neuen Drinks ist das Paradies zum Trinken nah: Im neuen Bio Kokos-Mandeldrink haben sonnengereifte Bio-Kokosnüsse und feine Bio-Mandeln ein leckeres Rendezvous abge- rundet mit einem Hauch Agavendicksaft. Noch mehr Urlaub zum Trinken gibt es mit dem neuen Bio Reis-Kokosdrink Ananas. Er wird aus Bio-Reis, dem Mark von Bio-Kokosnüssen und fruchtiger Bio-Ananas hergestellt. Aufgrund der natürlichen Süße von Reis und Ananas enthält der erfrischende Drink keinen Zucker. Pur und schön gekühlt bringen beide Neuprodukte den Geschmack der Tropen ins Glas. Sie lassen sich auch warm genießen, passen hervorragend zu Müsli und eignen sich zudem als Zutat für raffinierte Smoothies und Desserts. Die neuen Drinks sind von Natur aus frei von Laktose, Gluten und Soja und daher auch für Allergiker geeignet. Sie werden ab sofort im 1 L Tetra Brik Edge im Regal jedes gut sortierten Naturkostfachgeschäfts angeboten. Zusätzlich ist der Reis-Kokosdrink Ananas im praktischen 200 ml Tetra Pak erhältlich und bietet so paradiesische Erfrischung für unterwegs.


Frühling und Sommer: Ernährung: Die Entdeckung des grünen Kaffees

Veröffentlicht am Freitag 01 Mai 2015 13:43:25 von aschilke
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Ungerösteter Rohkaffee, auch Grüner Kaffee genannt, überzeugt mit facettenreichen Aromen. Erfahrene Kaffeekenner schmecken zarte Noten von Wiese und junger Erbse. Man kann den Geschmack auch einfach als grün, grasig und leicht beschreiben. Also ganz anders als das Aroma vom klassischen Filterkaffee, denn das entsteht erst beim Rösten. Auch seine Tassenfarbe ist mehr als interessant. Zeigt sich der Aufguss zu Beginn bernsteinfarben, so nimmt er mit der Zeit immer intensivere Grüntöne an. Das liegt an den Schwebstoffen, die noch im Kaffee enthalten sind. Die Kaffeebohnen des Grünen Kaffees von Green Cup Coffee stammen von der Asociación de Agricultores Grano de Oro Miguel Grau – ein Zusammenschluss peruanischer Farmer der Region Chanchamayo mit der Prämisse, die Qualität der eigenen Pflanzen ständig zu steigern.

Grüner Kaffee – erhältlich im 150g-Beutel für 6,90 EUR online auf green-cup-coffee.de © Green Cup Coffee
Grüner Kaffee – erhältlich im 150g-Beutel für 6,90 EUR online auf green-cup-coffee.de © Green Cup Coffee


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Ultrafeine Partikel führen zu eingeschränkter Herzfunktion

Veröffentlicht am Donnerstag 30 April 2015 10:18:29 von aschilke
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Umwelt- und Verkehrsverbände fordern wirksame Maßnahmen bei Benzin-Direkteinspritzern – Belastung des Herzens tritt bereits nach wenigen Minuten auf

Ultrafeine Partikel in der Umgebungsluft verändern schon nach wenigen Minuten die Herzvariabilität und führen so zu einem erhöhten Risiko insbesondere für Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Erhöhte Konzentrationen ultrafeiner Partikel kommen vor allem im dichten Straßenverkehr vor und damit in den stark besiedelten Innenstadtbereichen. Die Herzratenvariabilität beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems an aktuelle Erfordernisse und wird durch das autonome Nervensystem gesteuert.

„Wir haben die speziellen Auswirkungen von ultrafeinen Partikeln auf das Herz untersucht. Dazu statteten wir 64 Studienteilnehmer mit Messgeräten aus, die während der alltäglichen Aktivität sowohl die Partikelanzahlkonzentrationen als auch die Herzaktivität aufzeichneten. Zusätzlich wurden Daten von Feinstaub-Messstationen im städtischen Hintergrund herangezogen. Die ausgewählten Probanden litten alle unter erhöhten Blutzuckerwerten bzw. Typ-2-Diabetes“, erläutert die Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Forschungsbereiches Epidemiologie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), Prof. Annette Peters. Die Studie bestätigt bereits bekannte Effekte, wonach auch feine Partikel nach kurzer Zeit eine eingeschränkte Herzfunktion auslösen können. Darüber hinaus zeigt sie, dass die gegenwärtig gültigen Grenzwerte kein hinreichendes Gegenmittel sind, um die Auswirkungen der feinen und ultrafeinen Partikel zu mindern. „Unsere Studie belegt den dringenden Handlungsbedarf“, so Peters weiter.


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