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Neues aus der Medizin: Kardiologie: Ultrafeine Partikel führen zu eingeschränkter Herzfunktion

Veröffentlicht am Donnerstag 30 April 2015 10:18:29 von aschilke
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Umwelt- und Verkehrsverbände fordern wirksame Maßnahmen bei Benzin-Direkteinspritzern – Belastung des Herzens tritt bereits nach wenigen Minuten auf

Ultrafeine Partikel in der Umgebungsluft verändern schon nach wenigen Minuten die Herzvariabilität und führen so zu einem erhöhten Risiko insbesondere für Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Erhöhte Konzentrationen ultrafeiner Partikel kommen vor allem im dichten Straßenverkehr vor und damit in den stark besiedelten Innenstadtbereichen. Die Herzratenvariabilität beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems an aktuelle Erfordernisse und wird durch das autonome Nervensystem gesteuert.

„Wir haben die speziellen Auswirkungen von ultrafeinen Partikeln auf das Herz untersucht. Dazu statteten wir 64 Studienteilnehmer mit Messgeräten aus, die während der alltäglichen Aktivität sowohl die Partikelanzahlkonzentrationen als auch die Herzaktivität aufzeichneten. Zusätzlich wurden Daten von Feinstaub-Messstationen im städtischen Hintergrund herangezogen. Die ausgewählten Probanden litten alle unter erhöhten Blutzuckerwerten bzw. Typ-2-Diabetes“, erläutert die Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Forschungsbereiches Epidemiologie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), Prof. Annette Peters. Die Studie bestätigt bereits bekannte Effekte, wonach auch feine Partikel nach kurzer Zeit eine eingeschränkte Herzfunktion auslösen können. Darüber hinaus zeigt sie, dass die gegenwärtig gültigen Grenzwerte kein hinreichendes Gegenmittel sind, um die Auswirkungen der feinen und ultrafeinen Partikel zu mindern. „Unsere Studie belegt den dringenden Handlungsbedarf“, so Peters weiter.


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Künstlicher Kostendruck erschwert kardiologische Versorgung

Veröffentlicht am Mittwoch 15 April 2015 10:24:13 von aschilke
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Ungeachtet ihrer Erfolge hat die Kardiologie in Deutschland mit wachsenden finanziellen Problemen zu kämpfen. Der Grund dafür ist das System der diagnosebezogenen Fallgruppen, das bewirkt, dass ungeachtet des medizinischen Fortschritts für gleiche Leistungen immer weniger bezahlt wird.

„Die Kardiologie gehört zu jenen Fächern der Medizin, die in den vergangenen Jahren die erfreulichsten Erfolge verbuchen konnten. Die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt ist während der letzten Jahrzehnte deutlich gesunken, neue interventionelle Verfahren wie die TAVI oder der Mitraclip ermöglichen die sichere Behandlung auch sehr kranker Patienten. Allerdings gibt es von genau diesen immer mehr“, so Prof. Dr. Stephan Felix (Greifswald), Präsident der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. „Das hat einerseits mit dem zunehmenden Alter der Bevölkerung zu tun, andererseits aber auch damit, dass Akutereignisse wie ein Herzinfarkt seltener zum Tod, dafür aber nicht selten zu einer bleibenden Schädigung des Herzens führen.“

Die Kardiologie bewege sich in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Patientenversorgung, Gesundheitsökonomie sowie Forschung und Lehre, betont Prof. Felix: „Die Dimensionen sind gewaltig. Mit mehr als 2,5 Millionen Krankenhausfällen im Jahr 2012 stehen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems an erster Stelle bei den stationären Behandlungsfällen. Damit entsteht jedoch für die Kardiologie eine zwiespältige Situation. Einerseits wirkt sich der hohe Deckungsbeitrag der kardiologischen Kliniken auf die Wirtschaftsbilanz der Krankenhäuser sehr günstig aus.“ Gleichzeitig entstehe durch die Besonderheiten des deutschen Abrechnungssystems jedoch eine schwierige Lage, denn der Katalogeffekt im DRG-System bewirkt eine veränderte Bewertung identischer Leistungen.


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Herz-Patienten im Krankenhaus: Jeder vierte hat Depressionen

Veröffentlicht am Sonntag 12 April 2015 09:56:53 von aschilke
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Im Krankenhaus behandelte Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten haben wesentlich öfter depressive Störungen als die Allgemeinbevölkerung, außerdem sind bei ihnen behandlungsbedürftige depressive Störungen deutlich unterversorgt. Von den Studienteilnehmern mit aktueller mittelschwerer bis schwerer depressiver Episode waren aktuell nur 29 Prozent in Behandlung. Das berichtet PD Dr. Nina Rieckmann (Berlin School of Public Health, Charité) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.

Von 1.266 Teilnehmern der CDCare Studie hatten 23 Prozent ein positives Depressions-Screening. Bei 22,1 Prozent der Frauen und 15,5 Prozent der Männer war innerhalb der vorangegangenen zwölf Wochen eine Depression aufgetreten („12-Wochen-Prävalenz“), in der Allgemeinbevölkerung sind es 10,6 Prozent bei Frauen und 4,8 Prozent bei Männern. Bezogen auf die vorangegangenen vier Wochen („4-Wochen-Prävalenz“) hatten 17,6 Prozent der Frauen und 10,7 Prozent der Männer eine Depression. Insgesamt waren nach eigenen Angaben 5,1 Prozent aller Teilnehmer aktuell wegen einer Depression in Behandlung, 2,6 Prozent hatten in den 12 Monaten davor eine Behandlung gegen eine Depression abgeschlossen. Nur 29 Prozent den Teilnehmer mit bestehender mittelschwerer bis schwerer Depressions-Episode waren aktuell in Behandlung.


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Studie: Herzschwäche beeinträchtigt geistige Fähigkeiten

Veröffentlicht am Freitag 10 April 2015 09:24:29 von aschilke
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Gezieltes Gehirn-Training hilft die geistigen Fähigkeiten zu erhalten

Vom 8. – 11. April 2015 findet in Mannheim die 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt.

Patienten mit Herzinsuffizienz zeigen im Vergleich zu Gesunden intellektuelle (kognitive) Beeinträchtigungen, die sich nachteilig auf die Prognose auswirken können. Die Ergebnisse eines Trainingsprogramms zeigen jetzt, dass ein computerbasiertes kognitives Training bei Patienten mit stabiler Herzinsuffizienz zu einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten führt. „Patienten mit Herzinsuffizienz könnten somit ebenfalls wie Gesunde von kognitiven Trainingsprogrammen profitieren“, berichtet Dipl.-Psych. Sonja Wedegärtner (Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. Einschränkungen wie zum Beispiel schlechtere Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit gehen bei Herzschwäche-Patienten mit erhöhter Sterblichkeit einher, beeinträchtigen die Lebensqualität und Therapietreue, führen zu vermehrten Krankenhausaufenthalten und somit auch zu erheblichen Gesundheitskosten.


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Eiseskälte unterbricht Herzrhythmusstörung

Veröffentlicht am Donnerstag 09 April 2015 10:50:02 von aschilke
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Vom 8. – 11. April 2015 findet in Mannheim die 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt.

Der Herzkatheter nimmt auch in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen eine immer wichtigere Rolle ein. Beispielsweise lässt sich Vorhofflimmern durch eine elektrische Isolation der Einmündung der Lungenvene in das Herz beenden. Eine neue Methode geht dabei mit Kälte statt mit Radiofrequenz-Energie vor. Die erste große Vergleichsstudie zwischen den Methoden wurde von einer deutschen Gruppe durchgeführt und ergab Gleichwertigkeit.

„Unter Vorhofflimmern versteht man chaotische Aktionen des Herzmuskels, die in den Vorhöfen statt eines regulären Herzrhythmus auftreten können. Dies ist nicht nur für viele Betroffene sehr unangenehm, sondern auch gefährlich. Denn durch die reduzierte Pumpfunktion eines flimmernden Vorhofs kommt es nicht nur zu Problemen beim Füllen der Herzkammer“, so Dr. Armin Luik, Karlsruhe, auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. „Da der Blutfluss praktisch zum Stillstand kommt, können sich im linken Vorhof Gerinnsel bilden, die dann über die Herzkammer in den Organismus gepumpt werden. Sehr oft gelangen sie ins Gehirn und verursachen dort Schlaganfälle – sehr schwere Schlaganfälle, denn die Thromben aus dem Vorhof sind in der Regel relativ groß.“ Für manche Betroffene ist das Vorhofflimmern jedoch auch äußerst unangenehm und mit Leistungsminderung, Herzrasen, Herzstolpern und gelegentlich auch zusätzlichen Symptomen wie Atemnot oder Druck in der Brust beängstigend und belastend.


Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse: Kardiologie: Die Qualität der kardiologischen Versorgung in Deutschland sichern

Veröffentlicht am Mittwoch 08 April 2015 10:06:35 von aschilke
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Vom 8. – 11. April 2015 findet in Mannheim die 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt.

Leitlinien, Positionspapiere und Curricula für die Ausbildung von Herzspezialisten: Mit ihrer Qualitätsoffensive schafft die DGK die Rahmenbedingungen für eine erstklassige Versorgung herzkranker Patienten. Herzinsuffizienz und Klappenerkrankungen sind aktuelle Herausforderungen, die Infarktsterblichkeit geht in Deutschland seit Jahren kontinuierlich zurück.

„Es ist eine Erfolgsgeschichte der modernen Kardiologie“, berichtet DGK-Präsident Prof. Dr. Christian Hamm (Gießen/Bad Nauheim) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. „Die Sterblichkeit aufgrund von Herzinfarkten oder der koronaren Herzkrankheit ist seit Jahren stark rückläufig.“ Lag die Zahl der Todesfälle pro 100.000 Einwohner beim akuten Herzinfarkt 1982 noch bei 116,4, hat sie sich bis 2012 beinahe halbiert (65,2). Bei der chronischen Form der koronaren Herzkrankheit sind die entsprechenden Zahlen in diesem Zeitraum von 207,3 auf 159,2 zurückgegangen.

„Paradoxerweise ist es gerade auch eine Konsequenz dieser Erfolge, dass andere Herzkrankheiten kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Immer mehr Menschen überleben einen akuten Herzinfarkt, erkranken später aber an einer Herzschwäche“, so der DGK-Präsident. „Auch die steigende Lebenserwartung erhöht das Risiko von Herzinsuffizienz, Herzklappen- oder Herzrhythmuserkrankungen.“ Die Herzinsuffizienz war 2012, wie der aktuelle Deutsche Herzbericht zeigt, mit 386.548 stationären Fällen die zweithäufigste Einzeldiagnose bei vollstationär behandelten Personen. Die Zahl der stationären Herzschwäche-Krankheitsfälle pro 100.000 Einwohner stieg von nur 275 im Jahr 1995 auf 480 (2012). Im gleichen Zeitraum findet sich bei Herzrhythmusstörungen ein Anstieg von 282 auf 537 Krankheitsfälle pro 100.000 Einwohner (90 Prozent), und bei Herzklappenerkrankungen von 69 auf 105 (52 Prozent). Prof. Hamm: „Diese Entwicklungen sind zentrale Themen der diesjährigen Jahrestagung der DGK.“


Neues aus der Medizintechnik: Kardiologie: Home Monitoring rettet Leben und verbessert die Patientenversorgung

Veröffentlicht am Dienstag 10 März 2015 09:34:50 von aschilke
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Mit Hilfe der Telekardiologie wird der Arzt täglich aus der Ferne über den Gesundheitszustand seiner Patienten, die einen Herzschrittmacher, einen implantierbaren Defibrillator oder ein Herzinsuffizienzsystem tragen, informiert. So können die behandelnden Ärzte zum Beispiel gefährliche Rhythmusstörungen, wie stilles Vorhofflimmern, deutlich früher erkennen und schneller handeln. Die vor kurzem in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte INTIME- Studie zeigt deutlich, dass durch den Einsatz von Home Monitoring- Systemen die Gesamtsterblichkeitsrate von Herzinsuffizienzpatienten um mehr als 50 Prozent gesenkt werden kann.1 Diese Fernnachsorgemethode kann demnach lebensrettend sein.

Patienten mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) und solche mit einem Defibrillator zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-D) profitierten dabei gleichermaßen von Home Monitoring.2 Für den Patienten bedeutet dies nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Freiheit - ständige Routineuntersuchungen beim Arzt entfallen und trotzdem kann der Arzt im Falle einer Verschlechterung schneller intervenieren. „Home Monitoring bietet uns eine der individuellsten und effizientesten Formen der implantatbasierten Nachsorge“, so Professor Dr. Gerhard Hindricks vom Herzzentrum der Universität Leipzig, Leiter der IN-TIME-Studie. „Viele Patienten trauen sich dank der telemedizinischen Nachsorge sogar wieder in ferne Länder zu verreisen.“


Neues aus der Medizin: Kardiologie: „Wenn das Herz aus dem Takt ist – Intervention ohne Operation“

Veröffentlicht am Montag 23 Februar 2015 11:03:24 von aschilke
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Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft Mainz informiert am 25. Februar über die Volkskrankheit Vorhoffflimmern

Die Natur hat ihren Rhythmus – doch sie kann aus dem Takt kommen. Ist das Herz von solchen Rhythmusstörungen betroffen, so leiden die Betroffenen meist unter dem sogenannten Vorhoffflimmern. Die häufigste und klinisch bedeutsamste Herzrhythmusstörung ist Thema des nächsten Abends der Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” am 25. Februar. Der Gründungsdirektor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der heutigen Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Hellmut Oelert, führt in die Thematik ein und berichtet über die Chirurgie als Wegbereiter der modernen Behandlungsmaßnahmen des Vorhofflimmerns. Der Leiter der Abteilung für Elektrophysiologie an der II. Medizinischen Klinik an der Mainzer Universitätsmedizin, Univ.-Professor Dr. Thomas Rostock, erläutert anschließend die interventionelle Rhythmologie als Behandlungsmethode des Vorhofflimmerns. Die Besucher von „Medizin: Faszination Forschung” können Mainzer Spitzenforscherinnen und -forscher hautnah erleben und zudem aktuelle Trends im persönlichen Gespräch diskutieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen in der gemeinsamen Vortragsreihe der Universitätsmedizin Mainz und der Medizinischen Gesellschaft die Schwerpunkte ihrer Forschung vor. Die Veranstaltungen der Vortragsreihe „Medizin: Faszination Forschung” finden statt jeweils mittwochs ab 19.15 Uhr im Hörsaal der Chirurgie (Gebäude 505H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz). Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Deutscher Herzbericht 2014

Veröffentlicht am Freitag 30 Januar 2015 12:06:44 von aschilke
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Erfolgreiche Herzmedizin: Herzinfarktsterblichkeit stark gesunken – kardiologische Versorgung auf hohem Niveau

„Der aktuelle Herzbericht belegt einmal mehr den wichtigen Beitrag, den die moderne Kardiologie zur stetig steigenden Lebenserwartung in Deutschland leistet. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Sterblichkeit beim akuten Herzinfarkt um 40 Prozent, bei der Koronaren Herzkrankheit um 28 Prozent oder bei der Herzinsuffizienz um 19 Prozent zurückgegangen.“ Das berichtete der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) Prof. Dr. Christian Hamm (Gießen/Bad Nauheim) heute anlässlich der Präsentation des aktuellen Deutschen Herzberichtes.

Die Sterbeziffern, also die Zahl der Todesfälle auf 100.000 Einwohner, beim akuten Herzinfarkt haben sich zwischen 1992 und 2012 von 108,9 auf 65,2 reduziert. Bei der Koronaren Herzkrankheit war in diesem Zeitraum eine Reduktion von 221,9 auf 159,2 zu beobachten, bei der Herzinsuffizienz von 71,1 auf 57,6.(1)


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Herz-MRT: Sichere Diagnostik mit Sparpotenzial

Veröffentlicht am Freitag 16 Januar 2015 13:44:36 von aschilke
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Speziell qualifizierte Kardiologen sollen bundesweit MR-Untersuchungen durchführen dürfen

„Die kardiale Magnetresonanztomographie (MRT) ist zu einem festen Bestandteil der kardialen Diagnostik in der Herz-Kreislaufmedizin geworden“, so Prof. Dr. Hugo A. Katus (Heidelberg), Vorsitzender der Weiter- und Fortbildungs-Akademie Kardiologie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). „Mit einem neuen Weiterbildungscurriculum stellt die DGK sicher, dass diese Methode von Kardiologinnen und Kardiologen auf höchstem Niveau eingesetzt werden kann.“

Die Bedeutung, die die MRT in der Herzmedizin gewonnen hat, beruht auf ihren besonderen physikalischen Eigenschaften. Zum einen bietet die MRT eine gute räumliche Auflösung und Gewebekontrastierung und erlaubt so eine präzise Beurteilung der Morphologie des Herzens und der herznahen Gefäße sowie der Wandbewegung des Herzens. „Deshalb ist die MRT eine ideale Bildgebungsmodalität zur Beurteilung von Herzmuskelerkrankungen und angeborenen Fehlbildungen des Herzens“, so Prof. Katus. „Zum zweiten kann durch Gabe von Kontrastmitteln das Ausmaß von Ödem und Bindegewebe im Herzmuskel beurteilt werden. Dies ist besonders hilfreich für die nicht-invasive Beurteilung der Herzinfarktgröße, der Erfassung von Entzündung bei der Myokarditis und zur Diagnose von Vernarbungen oder Fibrosierungen nach Herzinfarkt oder bei Kardiomyopathien. Zum dritten kann durch das MRT hervorragend die Durchblutung des Herzmuskels überprüft werden. Dies ist von großer Bedeutung für die Diagnostik und Lokalisation von Durchblutungsstörungen und für die Beurteilung der Vitalität des Herzmuskels. Beides sind entscheidende Variablen bei der Planung von Koronarinterventionen oder Bypass-Operationen.“ Die MRT ist nicht durch eine Anwendung von Röntgenstrahlen belastet, so dass auch wiederholte Untersuchungen durchgeführt werden können.


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