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Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Multiple Sklerose - Warum die Erkrankung oft zuerst zum Augenarzt führt

Veröffentlicht am Dienstag 15 September 2015 14:25:53 von aschilke
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Plötzlich schmerzt ein Auge, wenn es bewegt wird, wenige Tage später folgt eine Sehverschlechterung. Mit solchen Beschwerden kann sich eine Multiple Sklerose bemerkbar machen, an der in Deutschland jährlich etwa 2.500 Menschen erkranken, davon 70 Prozent Frauen im Alter zwischen 15 und 45 Jahren. Auf der Vorab-Pressekonferenz zum 113. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) erläutern Experten, warum die Erkrankung häufig beim Augenarzt erkannt wird.

Die Multiple Sklerose (MS), eine Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, beginnt häufig als Entzündung des Sehnerven, der das Auge mit dem Gehirn verbindet. „Wir bezeichnen diese Entzündung auch als Optikusneuritis“, erläutert Professor Dr. med. Karl Ulrich Bartz-Schmidt, Kongress-Präsident und Ärztlicher Direktor der Universitäts-Augenklinik Tübingen. Sie stört den neuronalen Datenfluss vom Auge zum Gehirn, die Folge ist eine charakteristische Sehstörung.

„Die Bilder werden dunkler, die Farben als verändert und blass empfunden“, erläutert Professor Dr. med. Klaus Rüther, Spezialist für neuroophthalmologische Erkrankungen in Berlin. In Kombination mit dem Schmerz wird dies als bedrohlich empfunden. „Die Betroffenen befürchten instinktiv, dass sich die Sehstörung nicht von allein bessert und besorgen sich einen Termin beim Augenarzt“, so Rüther.


Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Sehschwächen sind in Deutschland viel häufiger als bisher vermutet

Veröffentlicht am Dienstag 01 September 2015 15:00:43 von aschilke
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Gutenberg-Gesundheitsstudie der Universitätsmedizin Mainz liefert erstmals fundierte Zahlen zur Häufigkeit von Schwachsichtigkeit in Deutschland

Rund 5,6 Prozent der Deutschen im Alter von 35 bis 44 Jahren leidet an als Amblyopie bezeichneter starker Schwachsichtigkeit, die durch Sehhilfen nicht mehr zu korrigieren ist. Das ist deutlich mehr als von Studien aus anderen Ländern bekannt. Amblyopie hat ihren Ursprung im Säuglings- oder Kindesalter und kann auch nur in jungen Jahren erfolgreich durch Behandlung beseitigt werden. Jede zweite Amblyopie entsteht durch im Kleinkindesalter nicht korrigierte Brechkraftfehler wie beispielsweise Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Stabsichtigkeit oder unterschiedliche Brechkraft beider Augen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz. Sie werteten Daten der populationsbasierten Gutenberg-Gesundheitsstudie aus und fanden heraus: Bei 48 Prozent der Betroffenen lässt sich die Amblyopie auf eine unterschiedliche Fehlsichtigkeit beider Augen (Anisometropie) zurückführen. Rund 23 Prozent entwickelten Schwachsichtigkeit, weil sie von Geburt an schielten (Strabismus). Bei 18 Prozent ist eine Kombination aus Schielen und Fehlsichtigkeit ausschlaggebend. Diese Daten sind vor allem deswegen wichtig, weil es in Deutschland noch immer kein augenärztliches Vorsorgeprogramm für Kinder gibt.

Die sog. Okklusionstherapie (Abdeckung des Führungsauges) hilft doch, wie die Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz jetzt herausfanden (Quelle „Universitätsmedizin Mainz, Dr. Heike Elflein“)
Die sog. Okklusionstherapie (Abdeckung des Führungsauges) hilft doch, wie die Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz jetzt herausfanden. Quelle „Universitätsmedizin Mainz, Dr. Heike Elflein“

„Zu spät oder unbehandelt bleibt eine Amblyopie, auch Schwachsichtigkeit genannt, eine lebenslange Bürde. Das Risiko für einen beidseitige schwere Sehbehinderung oder gar den Verlust des besseren Auges ist bei Patienten mit einseitiger Amblyopie zwei- bis dreimal höher als bei Personen ohne Amblyopie“, sagt der Direktor der Augenklinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. Die Behandlung einer Amblyopie muss daher frühzeitig begonnen werden – nämlich deutlich vor dem siebten Lebensjahr. Je älter das Kind und je weiter fortgeschritten die sogenannte visuelle Reifung bei Therapiebeginn ist, desto unwahrscheinlicher ist ein Therapieerfolg.


Frühling und Sommer: Augenheilkunde: Schwimmbadkeime gefährlich für die Augen

Veröffentlicht am Donnerstag 16 Juli 2015 15:29:48 von aschilke
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Schwimmbrille verhindert Infektionen

Bakterien verursachen 80 Prozent aller infektiösen Hornhauterkrankungen am Auge. Als möglicher Übertragungsort gilt das Schwimmbad – insbesondere in der Badesaison. Denn trotz des Chlors im Badewasser sammeln sich Schmutzpartikel und Keime im Becken. Diese können in Hornhaut und Bindehaut des Auges eindringen und dort Entzündungen verursachen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb, zum Baden eine gut sitzende Schwimmbrille zu tragen und auf Kontaktlinsen zu verzichten. Bei anhaltenden Beschwerden sollten Betroffene den Augenarzt aufsuchen.

Bei sommerlichen Temperaturen laden Freibäder zur kühlen Erfrischung ein. Viele Badegäste klagen hinterher über gerötete, brennende und tränende Augen. Schuld daran ist das zur Badewasserdesinfektion eingesetzte Chlor. Denn durch eine Reaktion von Chlor mit Urin, Schweiß und Schmutz und Schmutzpartikeln im Badewasser entstehen reizende, chemische Verbindungen, die den schützenden Tränenfilm der Augen angreifen. Normalerweise klingen die Symptome nach wenigen Stunden ab. Augentropfen mit Tränenersatzflüssigkeit lindern das Brennen. „Halten die Beschwerden jedoch länger als 24 Stunden an, sollten Betroffene unbedingt einen Augenarzt aufsuchen, um eine mögliche Infektion auszuschließen“, rät Privatdozent Dr. med. Philip Maier, Leiter des Schwerpunkts Hornhaut- und Bindehauterkrankungen am Universitätsklinikum Freiburg.


Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Therapie des schwer trockenen Auges

Veröffentlicht am Samstag 28 März 2015 14:23:53 von aschilke
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Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz zählt zu den wenigen Zentren in Deutschland, die autologe Serumaugentropfen herstellen

Im März 2013 – also vor genau zwei Jahren – startete die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz mit der Herstellung sogenannter autologer Serumaugentropfen. Die aus Eigenblut gewonnenen Serumaugentropfen dienen der Therapie des schwer trockenen Auges zum Beispiel nach Verbrennungen oder Verätzungen. Gegenwärtig werden in Deutschland jährlich insgesamt rund 53.000 Einzeldosis-Ophtiolen hergestellt. Davon produziert die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz gegenwärtig mit circa 14.000 Einzeldosis-Ophtiolen mehr als ein Viertel. Mittlerweile beziehen Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet autologe Serumaugentropfen von der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz.

„Augentropfen aus eigenem Blut wirken bei starker Trockenheit besser als handelsübliche Produkte. Sie regenerieren und pflegen die Hornhaut besonders effektiv auf Basis der körpereigenen Substanzen. Damit tragen sie zu einer beschleunigten Abheilung von Defekten an der Augenoberfläche bei“, unterstreicht der Direktor der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Walter Hitzler. „Für zahlreiche Patienten stellen autologe Serumaugentropfen die einzig wirksame Behandlung dar, und wir freuen uns, dass wir seit zwei Jahren das Know How haben, um diesen Menschen helfen zu können“, so Prof. Hitzler.


Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Bayer erhält die Zulassung für EYLEA

Veröffentlicht am Freitag 06 März 2015 10:42:23 von aschilke
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Behandlung einer Beeinträchtigung der Sehschärfe aufgrund eines Makulaödems infolge eines retinalen Venenverschlusses (Venenastverschluss oder Zentralvenenverschluss)

Bayer HealthCare hat am 26. Februar von der Europäischen Kommission die Zulassung für EYLEA® (Aflibercept-Injektionslösung für das Auge) zur Behandlung der reduzierten Sehschärfe infolge eines durch einen Venenverschluss der Netzhaut (RVV) bedingten Makulaödems erhalten. Die neue Zulassung beinhaltet den retinalen Venenastverschluss (VAV) und die bereits zugelassene Indikation ZVV - die Behandlung des Sehschärfenverlustes aufgrund eines Makulaödems infolge eines retinalen Zentralvenenverschlusses bei Erwachsenen. Die empfohlene Behandlung beginnt mit einer Injektion pro Monat, bis die maximale Sehschärfe erreicht ist und/oder keine Anzeichen von Erkrankungsaktivität mehr erkennbar sind. Das Behandlungs-intervall kann dann entsprechend einem "Treat and Extend"-Schema schrittweise verlängert werden, solange die Sehschärfe und/oder der anatomische Netzhautbefund stabil ist.

"RVV ist eine chronische Krankheit, die eine frühzeitige und fortlaufende Betreuung erfordert, damit Patienten die bestmögliche Sehschärfe erreichen. Dies ist insbesondere entscheidend für die vielen Patienten im erwerbsfähigen Alter", sagte Dr. Jörg Möller, Mitglied des Executive Committees von Bayer HealthCare und Leiter der Globalen Entwicklung. "Dieser neue therapeutische Ansatz ermöglicht den Ärzten eine individuelle Therapie für jeden Patienten. Das Behandlungsintervall kann individuell verlängert werden, was für den Patienten und auch die Ärzte eine geringere Belastung bedeutet."


Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Augentropfen mit Atropin mindern frühe Sehschwäche

Veröffentlicht am Montag 15 Dezember 2014 12:03:36 von aschilke
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Geringe Mengen des medizinisch vielfach eingesetzten Nervengifts Atropin können kurzsichtigen Kindern gegen ihre Sehschwäche helfen, berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „American Journal of Ophthalmology“. Experten der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) sehen in diesen Ergebnissen einen ergänzenden Weg, das Fortschreiten von Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen zukünftig einzudämmen.

Ophthalmologen vom Singapore National Eye Center untersuchten 400 kurzsichtige Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Über einen Beobachtungszeitraum von fünf Jahren gaben sie den kleinen Patienten entweder Augentropfen mit unterschiedlichen Atropinkonzentrationen oder einen Placebo. Die geringste Atropin-Dosis konnte das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit nach fünf Jahren um bis zu 80 Prozent verzögern. „Die Ergebnisse geben Anlass zu hoffen, dass wir kurzsichtige Kinder zukünftig davor bewahren können, einen großen Teil ihrer Sehkraft zu verlieren“, sagt Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Mediensprecher der DOG aus Frankfurt. In jedem Fall müssten Nebenwirkungen genau geprüft und ausgeschlossen sein. Kinder vertragen Atropin nur in geringsten Mengen.

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Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Augenhornhäute sind Mangelware

Veröffentlicht am Sonntag 29 Juni 2008 10:05:00 von aschilke
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Hornhauttransplantation gilt als eine der häufigsten Transplantationen in der Medizin: So werden in Deutschland jährlich etwa 5000 Hornhäute transplantiert. Benötigt würden hingegen etwa 8000 Augenhornhäute pro Jahr – aber es gibt zu wenige Spender. Darauf weist Dr. Jan Vetter, Leiter der Hornhautbank des Landes Rheinland-Pfalz  an der Universitäts-Augenklinik Mainz hin. Sein Ziel ist es mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren, die Möglichkeit der Hornhautspende und die Hornhautbank bekannter zu machen und so letztlich mehr Gewebespenden realisieren zu können – für Patientinnen und Patienten in Mainz, aber auch bundesweit

„Das Auge ist ein Sinnesorgan, welches mit einer besonderen Emotionalität behaftet ist“, betont Dr. Vetter. „Nicht umsonst gibt es die Redewendung ‚etwas hüten wie seinen Augapfel’. Dies mag – zusammen mit der sicherlich noch zu wenig bekannten Möglichkeit einer Hornhautspende – ein Grund für die mangelnde Spendenbereitschaft sein.“
Dabei sei gerade die Entnahme einer Augenhornhaut weitgehend unkompliziert und könne bis zu 72 Stunden nach dem Tod problemlos erfolgen. Auch sei der Spender anschließend in seinem Aussehen nicht verändert, wenn ihm nach der Entnahme der Hornhaut eine Kunstlinse aufgesetzt wird. „All dies ist bislang nicht hinreichend bekannt“, vermutet Dr. Vetter. „Das möchten wir ändern, indem wir möglichst viele Menschen über die Arbeit unserer Hornhautbank informieren.“


Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Therapie des Trockenen Auges mit Samenkernen des Tamarindenbaums

Veröffentlicht am Donnerstag 20 Oktober 2005 12:49:33 von aschilke
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Ein natürliches Zuckermakromolekül aus den Samenkernen des Tamarindenbaums bietet jetzt neue Therapiemöglichkeiten für das Trockene Auge. Tamarinden Samen Polysaccharid (TSP) wirkt stabilisierend und regenerierend auf einen gestörten Tränenfilm. Das Molekül weist eine hohe Wasserbindungskapazität auf und haftet gut auf der Kornea, denn TSP ist den im Tränenfilm natürlich vorkommenden Muzinmolekülen strukturverwandt. Studien haben gezeigt, dass TSP die mit Trockenem Auge assoziierten Beschwerden signifikant besser beeinflusst als die bisher als Goldstandard geltende Hyaluronsäure. „Wir sprechen in unserer Klinik bereits vom Diamantstandard TSP“, erklärte Prof. Chris Lohmann, München, auf einem von Pfizer Consumer Healthcare unterstützten Symposium anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie. Unter der Marke Visine® ist seit kurzem ein auf individuelle Beschwerden ausgerichtetes Augentropfen-Sortiment erhältlich. Neben TSP-basierten Produkten in Konzentrationen für unterschiedliche Schweregrade des Trockenen Auges werden Augentropfen mit einer innovativen Geltropfenformulierung angeboten, die besonders anwenderfreundlich sind.


Neues aus der Medizin: Augenheilkunde: Neue therapeutische Ansätze bei der endokrinen Orbitopathie

Veröffentlicht am Mittwoch 27 Juli 2005 00:13:53 von rschilke
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„Die häufigste extrathyreoidale Manifestation des Morbus Basedow ist die endokrine Orbitopathie (EO)“, ergänzte Professor George Kahaly, Mainz. Systemische Glukokortikoide würden bei florider EO als Therapie der ersten Wahl eingesetzt. Falls vier bis sechs Monate nach Ende der konservativen Therapie keine Besserung eintrete, sei ein operatives Vorgehen mit Dekompression der Orbitahöhle erforderlich. Als neue therapeutische Möglichkeiten seien Somatostatinanaloga und nichtsteroidale Immunsuppressiva in Erprobung. Mit dem Somatostatinanalogon Octreotid lasse sich der bulbäre Entzündungsprozess hemmen und eindämmen. Forschungsarbeiten ließen außerdem Antioxidantien als unterstützende Therapiemaßnahme sinnvoll erscheinen, da freie Radikale und oxidative Prozesse den Immunprozess in der Schilddrüse und den Augenhöhlen anheizen.


Alternative Medizin: Augenheilkunde: Augenkrankheiten mit Entspannungsübungen heilen

Veröffentlicht am Montag 07 Oktober 2002 09:20:38 von aschilke
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Augenprobleme sind nicht nur auf Strukturveränderungen des Auges zurückzuführen, sondern basieren zu 90 Prozent auf Problemen mit dem Geist. Zu diesem Schluss kommt der kanadische Mediziner Roberto Kaplan. Der Mediziner hat seine Theorien beim 2. Europäischen TCM-Kongress in Wien vorgestellt. Hierbei werden Augenprobleme mithilfe von Entspannungsübungen und der generellen Änderung der Lebensgewohnheiten geheilt.


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