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Neues aus der Medizin: Gastroenterologie: Neues Probiotikum wirksam bei Reizdarmsyndrom

Veröffentlicht am Mittwoch 13 Januar 2016 10:23:45 von aschilke
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Rund 12 Millionen Deutsche leiden unter dem Reizdarmsyndrom (RDS), davon mehr Frauen als Männer. Die Symptome dieser Darmfunktionsstörung sind für die Betroffenen äußerst unangenehm. Sie variieren zwischen Schmerz, Verstopfung, Durchfall und Blähungen. Das Problem: trotz gründlicher ärztlicher Untersuchungen findet sich keine körperliche Ursache. Man vermutet, dass unter anderem Schäden an der Darmbarriere (Leaky Gut), Veränderungen der Darmflora oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten für den Reizdarm verantwortlich sind. Eine neue wirksame Behandlungsmöglichkeit bietet jetzt die probiotische Spezialhefe Saccharomyces cerevisiae CNCM I-3856, dem Wirkstoff des neuen Präparats 'Darm pro RDS Reizdarm' der Dr. Wolz Zell GmbH.

'Darm pro RDS Reizdarm' ist ein Präparat zur diätetischen Behandlung des Reizdarmsyndroms (auch Colon irritabile genannt). Die sanfte Wirkung der Mikroorganismen Saccharomyces cerevisiae CNCM I-3856 auf die typischen Symptome des Reizdarms wie Bauchschmerzen, Blähbauch oder Verstopfung wurde in zwei randomisierten, doppelblinden Placebo-Studien an insgesamt 579 Reizdarmpatienten getestet.* Das Ergebnis: Es kam zu einem deutlichen Rückgang von Bauchschmerzen und anderer Beschwerden wie Blähungen. Besonders profitierten diejenigen Patienten, bei denen der Reizdarm mit einer Verstopfung einherging.
Hier konnten die Symptome Bauchschmerzen und aufgeblähter Bauch im Vergleich zur Placebogruppe signifikant reduziert werden. Auch der Stuhl wurde weicher. Bei der Anwendung von Darm pro RDS Reizdarm traten weder Nebenwirkungen noch ein Gewöhnungseffekt auf.


Neues aus der Medizintechnik: Gastroenterologie: Bei Lebererkrankungen ersetzt die Elastografie oft die Gewebeprobe

Veröffentlicht am Montag 23 März 2015 10:26:30 von aschilke
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Um den Krankheitsverlauf einer Lebererkrankung zu beurteilen, müssen Ärzte feststellen, wieviel des Lebergewebes zu Bindegewebe umgebaut wurde. Bislang geschah dies mittels Leberpunktion – eine für den Patienten unangenehme Methode, die in seltenen Fällen zu gefährlichen Blutungen führen kann. Eine Ultraschalluntersuchung, welche die Festigkeit der Leber misst, kann die Gewebeentnahmen oft ersetzen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mit.

Eine Million Menschen in Deutschland leiden an einer Lebererkrankung wie Fettleber oder Hepatitis. Ohne Behandlung droht ihnen eine Leberzirrhose oder -krebs. Die kranke Leber vernarbt, festes Bindegewebe ersetzt zunehmend das gesunde, weiche Lebergewebe. Dieser Prozess namens Leberfibrose liefert Ärzten entscheidende Anhaltspunkte, um das Krankheitsstadium und auch die Auswahl einer Therapie zu bestimmen.

„Bislang galt die Leberpunktion als Goldstandard, um das Fortschreiten einer Lebererkrankung zu beurteilen“, sagt Professor Dr. med. Mireen Friedrich-Rust, Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie. Dabei sticht der Arzt mit einer Hohlnadel durch die Bauchdecke in die Leber und entnimmt Gewebe, um es unter dem Mikroskop zu untersuchen. „Zahlreiche Studien haben aber gezeigt, dass die Ultraschall-Elastografie den Krankheitsverlauf ebenso gut beurteilen kann, wie eine Gewebeuntersuchung und auch bei der Diagnose der Leberfibrose verlässlich ist“, so Friedrich-Rust. Europäische Leitlinien zur Lebererkrankung chronische Hepatitis C empfehlen eine Elastografie zur Beurteilung des Leberfibrosestadiums und zur Überwachung bei nicht erfolgreich behandelten Patienten. Nur vereinzelt müsse der Arzt noch Gewebeproben nehmen – um die Diagnose zu sichern und abzuklären, ob es sich um einen Tumor handelt.


Neues aus der Medizin: Gastroenterologie: Hepatitis C-Therapie: Die Revolution geht weiter

Veröffentlicht am Montag 16 März 2015 11:33:53 von aschilke
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Immer mehr Patienten, die chronisch an Hepatitis C erkrankt sind, können auf Heilung hoffen. Seit die Europäische Arzneimittelbehöre im Januar 2014 das erste hochwirksame Medikament zur interferonfreien Therapie gegen die Lebererkrankung zugelassen hat, verzeichnen Mediziner auf diesem Gebiet eine rasante Entwicklung. Mit den jüngst erfolgten Zulassungen für „Ledipasvir/Sofosbuvir“ als Einzeltablette sowie „Paritaprevir/r plus Ombitasvir“ und „Dasabuvir“ hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) nun bereits zum vierten Mal in kürzester Zeit ihre Therapieempfehlungen ergänzt. Das aktuelle „Addenum“ zur „S3-Leitlinie Hepatitis C“ ist auf der Homepage der DGVS abrufbar. Die Fachgesellschaft empfiehlt Ärzten, die Patienten mit Hepatitis C behandeln, sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

„Mit jedem neuen Medikament wird das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten erweitert“, sagt Professor Dr. med. Thomas Berg, Leiter der „Sektion Hepatologie“ an der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Leipzig. „Inzwischen ist bei mehr als 90 Prozent aller Hepatitis C-Patienten eine Heilung möglich“. Die jüngst zur Kombinationstherapie zugelassenen Präparate kommen für Patienten mit Hepatitis C-Viren der Genotypen 1 oder 4 als eine von je vier Therapieoptionen in Frage. Eine positive Entwicklung zeichne sich zudem bezüglich der hohen und vielfach diskutierten Behandlungskosten von Hepatitis C-Patienten ab, so Berg. Mit Ablauf des ersten Jahres nach Zulassung haben sich Hersteller und Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nun erstmals auf niedrigere Kosten für ein Medikament verständigt. Statt bisher etwa 100 000 Euro kostet eine zwölfwöchige Kombinationsbehandlung mit den neuen Wirkstoffen zwischen 56 000 und 68 000 Euro. Durch eine Reduktion der Therapiedauer auf acht Wochen, die bei vielen Patienten ohne Vorbehandlung und ohne fortgeschrittene Erkrankung möglich ist, sinken die Therapiekosten auf unter 50 000 Euro. Die Kosten werden außerdem mit einer jährlichen Staffelung noch weiter sinken. „Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung für die anderen Präparate beispielhaft ist“, sagt Berg. Nur im ersten Jahr nach der Zulassung dürfen die Pharmaunternehmen die Preise frei bestimmen.


Neues aus der Medizin: Gastroenterologie: Bei Sodbrennen Medikamente überprüfen

Veröffentlicht am Samstag 17 Januar 2015 12:40:31 von aschilke
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Arzneimittel können mögliche Auslöser sein

Sodbrennen, Brennen im Rachen und saures Aufstoßen sind mögliche Anzeichen der sogenannten Refluxkrankheit. Mitunter verursachen oder verstärken bestimmte Medikamente den unangenehmen Übertritt von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in ihren aktualisierten Leitlinien „Gastroösophageale Refluxkrankheit“ hin. Da die Refluxkrankheit die Speiseröhre schädigen und sogar Krebs zur Folge haben kann, sollten Betroffene sich vom Gastroenterologen untersuchen lassen.

„Als Auslöser der Beschwerden können vor allem Arzneimittel in Frage kommen, die zu einer Entspannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels führen und dadurch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigen“, erklärt Professor Dr. med. Stephan Miehlke vom Magen-Darm-Zentrum in Hamburg-Eppendorf. Als einer von drei Koordinatoren war er maßgeblich an der Erstellung der DGVS-Leitlinie beteiligt. In Betracht kommen zum Beispiel Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, koronarer Herzerkrankung, Asthma und Harninkontinenz sowie Östrogenpräparate zur Hormontherapie und Psychopharmaka mit angstlösender Wirkung.


Neues aus der Medizintechnik: Gastroenterologie: biolitec® Lasertherapie FiLaC® bei Analfisteln

Veröffentlicht am Donnerstag 19 Dezember 2013 12:06:18 von aschilke
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FiLaC®(Fistula-tract Laser Closure): schonende und schmerzarme Lasertherapie der biolitec® bei Analfisteln – Weitere Informationen unter: info-analfistel.de

Eine Analfistel ist ein unnatürlicher Gang zwischen dem Darm und der Hautoberfläche am Gesäß. Meist entstehen Analfisteln als Folge eines Abzesses und sorgen für unangenehmen Juckreiz und Schmerzen. Mit der innovativen FiLaC®-Lasertherapie der biolitec® kann der Fistelgang nun gezielt von innen beseitigt und das umliegende Gewebe gleichzeitig geschont werden. Bei dem schmerzarmen Laserverfahren wird mit Hilfe einer neuartigen Lasersonde radial und definiert Energie in den Fistelgang eingebracht und so das Fistelgewebe kontrolliert zerstört. Dabei wird die Fistel unter langsamem Zurückziehen der Sonde Schritt für Schritt wie ein Reißverschluss wieder verschlossen. Die Sonde ist sehr flexibel und gut geeignet zur Anwendung auch in gewundenen Gängen und ist unabhängig von der Länge des Fistelgangs einsetzbar. Auf eine Ausschälung der Fistel aus dem gesunden Gewebe heraus kann hier gänzlich verzichtet werden. Die Laserbehandlung dauert nur wenige Minuten. Im Vergleich zu einem chirurgischen Eingriff bietet diese Therapie Patienten aufgrund der schnittfreien Methodik einen maximalen Erhalt ihres Schließmuskels und der Kontinenz sowie eine schnellere Wundheilung und raschere Rückkehr in den Alltag. Eine weitere Besonderheit der modernen Lasertherapie der biolitec® ist, dass die Behandlung mit beliebig anderen Therapieformen kombinierbar ist. Die Kosten für die minimal-invasive Behandlung und der Krankenhausaufenthalt werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.


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