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Neues aus der Medizintechnik: Laboratoriumsmedizin: Schnellerer Erregernachweis dank Doppelbrechung

Veröffentlicht am Freitag 11 Dezember 2015 10:19:34 von aschilke
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Innovatives Kreuzpolarisationsgerät reduziert Laborkosten signifikant

Forscher der ETH Zürich http://ethz.ch haben einen Schnelltest vorgestellt, mit dem sich nicht nur Malaria-Erreger nachweisen, sondern auch Viren wie HIV oder das Ebolavirus, Bakterien oder Biomarker wie Glukose oder Cholesterin ermitteln lassen. Das Prinzip des Kreuzpolarisationsgeräts: Eine Probe erzeugt ein Doppelbrechungsmuster, sodass man anhand dieses Ja-oder-Nein-Schemas rasch und unkompliziert den Nachweis für einen Krankheitserreger erbringen kann.

Lyotrope Flüssigkristalle

Die neue Nachweismethode ist nicht nur extrem schnell, sie ist auch verglichen mit anderen Nachweismethoden sehr günstig. Das Polarisationsgerät kostet nur rund 20 Franken (rund 18,46 Euro), sagt Jijo Vallooran, Erstautor der Publikation, die soeben in der Fachzeitschrift "Advanced Functional Materials" erschienen ist. Die Wissenschaftler nutzen für ihr Verfahren sogenannte lyotrope Flüssigkristalle, die aus sich selbstorganisierenden Strukturen von Fettmolekülen in Wasser bestehen - ein in der Fachwelt bereits bekannter Umstand.

Die Forscher nutzen Flüssigkristalle auch für andere Anwendungen, wie etwa die Wirkstoff-Verabreichung oder die Proteinkristallisation. Um die Doppelbrechung und damit ein Signal zu erzeugen, griffen sie erneut in die Trickkiste: Sie fügten dem Flüssigkristall bestimmte Enzyme hinzu, sodass in den Nanoröhren chemische Reaktionen ablaufen können. Weil nur sehr wenig Wasser in den Röhren frei verfügbar ist, werden die Produkte der Reaktionen als Kristalle ausgefällt. Diese verfügen über die Eigenschaft der Lichtdoppelbrechung.


Neues aus der Medizin: Laboratoriumsmedizin: Laborärzte mahnen einheitliche Qualitätsstandards an

Veröffentlicht am Freitag 23 Januar 2015 10:14:54 von aschilke
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Multiresistente Keime im Fleisch, oft hervorgerufen durch überzogenen Antibiotika-Einsatz in der Tiermast, bedrohen zunehmend die Gesundheit der Bevölkerung. Dem sicheren Nachweis der Krankheitserreger kommt daher entscheidende Bedeutung bei der gezielten Bekämpfung der Krankheit zu, betont der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL). Allerdings seien bestehende Vorschriften zur Qualitätssicherung noch längst nicht überall umgesetzt. Der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski forderte daher heute (22.) Politik, Körperschaften und Ärztekammern auf, den sinnvollen Vorschriften auch Taten Folgen zu lassen.

Anlass der Forderung sind neue Qualitätsrichtlinien der Bundesärztekammer (RiLiBÄK) für den direkten Nachweis und die Charakterisierung von Infektionserregern. Sie müssen bis Ende Mai von allen Ärzten, die labormedizinische Untersuchungen durchführen, umgesetzt und beachtet werden. Dazu zählen neben den Fachärzten für Laboratoriumsmedizin unter anderem auch Urologen, Gynäkologen und Dermatologen. Betroffen sind insgesamt rund 20.000 Arztpraxen und Kliniklabore in Deutschland.


Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse: Laboratoriumsmedizin: Versorgungsstärkungsgesetz gefährdet Versorgung

Veröffentlicht am Mittwoch 12 November 2014 10:22:09 von aschilke
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Das geplante GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG), das die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung sichern soll, bewirkt zumindest im Bereich der Laboratoriumsmedizin genau das Gegenteil, nämlich eine Ausdünnung der Versorgung. Darauf hat der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) anlässlich der gestrigen Anhörung zum Referentenentwurf dieses Gesetzes beim Bundesgesundheitsministerium hingewiesen und Änderungen gefordert.

Wie der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski betonte, würde ein Fünftel aller Laborarztsitze wegfallen, falls es bei der Regelung bleibe, wonach die Kassenärztlichen Vereinigungen die angeblich überzähligen 199 Laborarztsitze nicht nachbesetzen dürfen.


Neues aus der Medizin: Laboratoriumsmedizin: Arzt-Ranking: Laborärzte auf Platz zwei

Veröffentlicht am Donnerstag 06 Februar 2014 10:27:21 von aschilke
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Die Laborärzte sind nach den Hausärzten die am häufigsten konsultierte Arztgruppe. Darauf hat heute der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) nach Analyse des aktuellen „Arztreports 2014“ der Barmer GEK hingewiesen. Für 376 von 1000 Krankenversicherten werden pro Jahr Laboruntersuchungen durchgeführt. Überrundet werden sie bei der Inanspruchnahme lediglich von den Hausärzten, die 643 von 1000 Versicherten aufsuchen. Abgeschlagen auf Platz drei folgen die Gynäkologen, die 262 Patientinnen von 1000 Versicherten konsultieren.

Der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski wies heute (6.) darauf hin, dass sich die hohe Inanspruchnahme der Labormedizin in den Ausgaben der Krankenkassen nicht widerspiegele. Im Gegenteil: Der „Arztreport 2014“ notiere die Labormedizin mit 25 Euro pro Fall auf dem letzten Platz seiner Honorierungsskala. „Insgesamt wenden die gesetzlichen Krankenkassen für Labormedizin nur 1,3 Prozent ihrer Gesamtausgaben auf.“


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