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Veröffentlicht am Freitag 25 August 2006 06:45:00 von aschilke

Mitten im Bayerischen Wald, im romantischen Schönberg, war auch ich vor mehr als 35 Jahren kurzzeitig zu Hause.
Dort begegnete ich einem Künstler, der als Maler und Sammler eine lebensbejahende Neugierde an den Tag legte, die – angesichts der Komplexität unserer globalisierten Welt – zumindest in meiner Erinnerung Schönberg als Ort festhält, der jenseits des unmittelbaren ökonomischen Drucks Phantasie und künstlerische Auseinandersetzung beflügelt.

Sternenküche mit Hintergrundleuchten, Pastell / Gouache, 2002


Veröffentlicht am Freitag 11 August 2006 07:15:00 von aschilke

O.T., Acryl auf Leinwand, 180 x 120 cm, 2000 O.T., Acryl auf Leinwand, 180 x 120 cm, 2000 

In einer Art Balance zwischen gestischem Risiko und kontrollierter Vernunft entstehen die Arbeiten von Jürgen Reipka. Die schräg und stets parallel verlaufenden Farbstreifen suggerieren perspektivischen Raum und die auf der Bildebene entstandenen Farbabstraktionen erzeugen ein völlig neues Seherlebnis. Die Wahrnehmung wird dabei auf den unterschiedlichsten Ebenen angesprochen und immer wieder entdeckt der Betrachter andere Perspektiven.


Kunst und Kultur: Künstler der Woche: Wolfgang Ellenrieder

Veröffentlicht am Sonntag 06 August 2006 09:10:00 von aschilke

Das Auge wurde für ihn zum Maßstab seines künstlerischen Schaffens, und mit dem Sehorgan als Blickfang glaubt Wolfgang Elienrieder, seine kreativen Vorstellungen am besten veräußerlichen zu können.

Horney, Pigment und Bindemittel auf Nessel, 180 x 240 cm, 2000


Veröffentlicht am Mittwoch 26 Juli 2006 07:55:00 von aschilke

Ihm gelang der künstlerische Durchbruch bereits in der 2. Hälfte der sechziger Jahre, doch nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei wurde Oldrich Kulhanek in seiner Heimat kaltgestellt. Erst am Beginn der neunziger Jahre konnte er wieder erfolgreich und uneingeschränkt künstlerisch arbeiten, gelangten seine Werke in international bedeutende Sammlungen, wurde Kulhanek zum sozialen und politischen Gewissen seiner Mitmenschen, der bereit war, Gewalt und Unrecht, Heuchelei und Doppelmoral, in seinen Arbeiten anzuprangern.

Hommage to Albrecht Dürer


Veröffentlicht am Mittwoch 19 Juli 2006 15:20:05 von aschilke

Als echte Tafelbilder, mit lebensnahen Ereignissen angereichert, entwirft, gestaltet und führt Katharina Wild ihre Arbeiten aus, setzt sie in Szene, gibt ihnen Halt und lässt sie schwingen; dabei entstehen so aufregende Titel wie der Hexentanz, die Welle Blau oder die Welle Gelb – konfrontiert sie uns mit dem feuerroten Riesen auf dem Hügel und der in kräftige Farben getauchten Liegenden.
In unserer gerade in Bildhauerei und Malerei häufig einfallslosen Zeit, in der viele Kunstschaffende Trends aufgreifen und auf solche aufspringen, um sie uns ständig als eine Art Markenzeichen vor Augen zu führen, im irrigen Glauben, dass ein Künstler heute nur noch eine Chance hat zu überleben, wenn er sich permanent kopiert, seine Bilder wie Warenzeichen zur Cola-Flasche oder Campell's Suppendose mutieren lässt, sind die Gemälde von Katharina Wild eine visuelle Wohltat, erfreuen sie unser Auge, zeigen sie kreativen Schwung und großes handwerkliches Können.

Hexentanz, 150 x 200 cm, 2000


Veröffentlicht am Freitag 20 September 2002 11:19:03 von aschilke
Neben den traditionellen Techniken wie der Zeichnung, welche einen sehr individuellen spontanen Ausdruck erlaubt, benutzt Reinhard Baumann die Radierung mit ihren ganz spezifischen Möglichkeiten, ebenso wie die Öl- und Acrylmalerei, arbeitet darüber hinaus vorwiegend mit einer zweiten Ebene aus Plexiglas. Die Verlagerung von Plexiglas-Silhouetten und -Elementen erlaubt ihm die Verbindung verschiedener Bildebenen, die sich gegenseitig beeinflussen, überlagern und bedingen – somit eine simultane Bildaussage ergeben. Durch unterschiedliche Abstände sowie die materialspezifischen Eigenschaften von Plexiglas entstehen wechselnde Betrachtungswinkel, Intensität und Einfallswinkel der Beleuchtung, die eine große Variationsbreite für die Wahrnehmung durch den Betrachter ermöglichen.

Kunst und Kultur: Künstler der Woche: Maschinen als Metaphern

Veröffentlicht am Samstag 07 September 2002 13:20:55 von aschilke


Die Bildwelt Konrad Klaphecks Bericht von Dr. Helmut Jaeschke, Bochum

Als selbstbewusst, hochintelligent und mit dem Sinn fürs Spektakuläre ausgerüstet, wird Konrad Klapheck schon von seinen Klassenkameraden beschrieben. So habe er ganz allein die Themen für den Deutschunterricht eines ganzen Schuljahres vorgegeben, im Musikunterricht über Wochen die Geschichte des Jazz referiert und sich in den Turnstunden im Boxen hervorgetan. Entsprechend mutig und unbeeindruckt von Normen packte Klapheck auch sein Kunststudium an der Düsseldorfer Hochschule an. Im Jahre 1955 – auf dem Höhepunkt des Tachismus – bot der eben Zwanzigjährige der unverbindlichen gestischen Abstraktion Paroli, indem er eine alte Continental-Schreibmaschine detailgetreu abmalte.

Die Zärtlichen Schwestern, Öl/Lwd., 64 x 69 cm 1968


Veröffentlicht am Freitag 30 August 2002 15:35:32 von gschilke
Als wir 1991 das erste Mal eine Auswahl seiner Bilder in MEDIZIN + KUNST vorstellten, erwarb spontan ein Kölner Industrieller, von dessen zeitkritischen Sujets angetan, zwei Kreuzigungsszenen, um diese in der Folge dem dortigen katholischen Bistum als kostenlose Leihgabe zur öffentlichen Präsentation in einer der Kölner Kirchen anzubieten.

O.T., Öl auf Leinwand


Veröffentlicht am Donnerstag 08 August 2002 23:08:37 von rschilke
Er gilt als Sammler, Schmied, Plastiker, Schlosser und Arrangeur, sucht nach Eisenabfällen, ausrangierten Maschinen und Metallteilen; Müllkippen ebenso wie Schrotthalden sind das beliebte Revier des Bildhauers Peter Schwenk, der aus den Abfällen unserer Überflussgesellschaft wahre Kunstwerke schafft, die ihn und uns gleichermaßen faszinieren. 1946 in Planegg bei München geboren, stieg auch er 1968 auf die studentischen Barrikaden, um mit dazu beizutragen, Universitäten und Akademien von der Autorität, dem Mief und den erstarrten Traditionen zu befreien.

9 Artikel(1 Seiten, 10 pro Seite)
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