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Onkologie: SOMISAN: Therapiebegleitende Ernährung für Tumorpatienten

Veröffentlicht am Mittwoch 06 November 2002 10:13:33 von gschilke
medizin.gifLange Zeit eher vernachlässigt, gewinnt die Ernährung als supportive Maßnahme in der Therapie von Tumorerkrankungen zunehmend stärkere Bedeutung. Dabei tragen nutritive Maßnahmen nicht nur zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei, sondern auch zu einer Optimierung des Behandlungserfolgs. Der regelmäßige Verzehr des jetzt eingeführten diätetischen Lebensmittels SOMISAN kann, wie eine klinische Studie zeigte, unter verschiedenen Chemo- und Strahlentherapieregimen bei Patienten mit verschiedenen Tumoren den Nadir (Abfall) immunkompetenter Zellen signifikant einschränken sowie auch Befindlichkeitsparameter verbessern, die nach anerkannten epidemiologischen Regeln abgeprüft wurden, so das Fazit der Einführungspressekonferenz Somisan: Neue supporti-ve Wege zu etablierten Behandlungsverfahren in der Onkologie.
Epidemiologische Untersuchen haben gezeigt, dass bis zu 30% aller Tu-morerkrankungen vermieden werden könnten, wenn die wissenschaft-lich gesicherten Ergebnisse zur Ernährungsqualität und Gesundheitsvor-sorge eingehalten und in die tägliche Praxis umgesetzt würden. Hat sich ein Tumor manifestiert, muss der Ernährung als therapieunterstützende Maßnahme erst recht größte Beachtung geschenkt werden. Dabei kommt natürlichen, pflanzlichen Vitalstoffen eine zentrale Bedeutung zu.

Pflanzliche Wirkstoffe
Wirkstoffe pflanzlichen Ursprungs sind entweder als chemisch definierte Substanzen oder als komplexe Vielstoffgemische zu über 40% in der me-dizinischen Therapie vertreten, in der Krebstherapie sogar zu über 60%, erklärte Professor Uwe Pfüller, Universität Witten/Herdecke. Es ist in eini-gen Fällen davon auszugehen, dass gerade das Zusammenwirken ver-schiedener Inhaltsstoffe für die Wirkung pflanzlicher Arzneimittel verant-wortlich ist. Nicht der einzelne Inhaltsstoff, sondern der Gesamtextrakt ist der Wirkstoff. Viele Patienten empfinden Arzneimittel aus Pflanzen (Phy-topharmaka) als sanfte Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin für eine Heilbehandlung ohne Risiko, so Professor Pfüller.

Spezielle Ernährung für Tumorpatienten unerlässlich
Tumorpatienten aller Altersstufen, insbesondere aber ältere Patienten, bedürfen besonderer Ernährungsformen. Der fortschreitende Gewichtsver-lust (Tumorkachexie/Auszehrung) und die damit verbundene Gefahr, dass die verschiedenen Tumortherapien nur noch eingeschränkt angewendet werden können, tragen erheblich zum Lebensqualitätsverlust und zu früh-zeitiger Mortalität bei. Nicht zu vernachlässigen sind angesichts der wach-senden Kostenproblematik hier auch die pharmaökonomischen Auswir-kungen chemotherapeutischer Maßnahmen mit der erforderlichen Hospitalisierung und ihren Folgekosten, erklärte Professor Kurt S. Zänker von der Universität Witten-Herdecke.
Häufig treten mit fortschreitendem Alter weitere chronische Erkrankungen auf und die Stoffwechselfunktionen und Leistungen verschlechtern sich. Müssen diese zusätzlichen Krankheitsbilder im oft lebensrettenden und/oder lebensverlängernden Therapieansatz mit berücksichtigt werden, so potenziert sich die Schwierigkeit der Behandlung.
Die Therapie mit toxischen Zytostatika zieht auch die gesunden Zellen in Mitleidenschaft. Krankheits- oder therapiebedingte Anorexie und Kachexie stellen Probleme multifaktorieller Genese dar, von der bis zu 87% der Pa-tienten mit malignen Tumoren primär im Bereich von Lunge und Gastroin-testinaltrakt betroffen sind. Auch besteht bei vielen dieser Patienten ein paraneoplasmatisches Syndrom, das eng mit Abnormalitäten des Ener-giemetabolismus verbunden ist.

Auf Gewichtsstabilität achten
Da gewichtsstabile Patienten eine deutlich bessere Prognose aufweisen und in der Regel besser auf die Therapie ansprechen als Patienten mit signifikantem Gewichtsverlust, bedürfen Tumorpatienten besonderer sup-portiver Maßnahmen: a) zur begleitenden Unterstützung der therapeuti-schen Maßnahmen und b), um ein metabolisches Ungleichgewicht, eine tumorbedingte Kachexie und eine therapiebedingte Verschlechterung des Allgemeinzustandes zu verhindern. Die optimale Ernährung bei chirurgi-schen Eingriffen, Strahlen- und Chemotherpapie nimmt somit einen zent-ralen Stellenwert ein, erklärte Professor Zänker.
Bislang liegen jedoch für den onkologischen Bereich kaum methodenkon-forme und -reflexive Ergebnisse zur supportiven Nahrungsergänzung vor. Daher war es konsequent, über ein supportives Nahrungsangebot nach-zudenken und dieses so zu konformieren, dass der Tumorpatient während der Therapiephase daraus einen Vorteil schöpfen kann. Dieses sollte (chemo-) präventive Substanzen enthalten und die körpereigenen Wider-standskräfte unterstützen. SOMISAN wurde speziell für die qualitative Er-nährungsunterstützung bei Tumorpatienten entwickelt mit dem Ziel:
· die Lebensqualität zu steigern
· therapiebedingte Nebenwirkungen zu vermeiden bzw. zu reduzie-ren
· das Ansprechen auf positive Therapiemaßnahmen zu verbessern

Klinische Studie
In einer klinischen Studie über 7 Wochen wurde die therapieunterstützen-de Ernährungsergänzung mit dem neu eingeführten SOMISAN, einem hochwertigen, isoflavonoidbilanziertem Proteingemisch überprüft. Von den im SOMISAN enthaltenen Isoflavonoiden wird angenommen, dass sie das Wachstum von Krebszellen inhibieren. Es nahmen insgesamt 20 Tumor-patienten teil (12 w, 20-70 Jahre; 8 m, 32-74 Jahre), die während 2-3 Chemotherapiezyklen SOMISAN erhielten. Getestet wurde unter ver-schiedenen Chemo- und Strahlentherapieregimen bei Patienten mit Brust-krebs, Kopf- und Halstumoren. Die Probanden erhielten zunächst regel-mäßig 50 g SOMISAN täglich über eine Woche. Anschließend erfolgten Steigerungen auf 75 g, 100 g und 125 g täglich.
Eine Dosis von 50-75 g SOMISAN täglich stellte sich als sicher und emp-fehlenswert heraus. Dabei muss SOMISAN als Nahrungsergänzung zu den täglichen Mahlzeiten eingesetzt werden und sollte diese keinesfalls ersetzen. Allerdings können die in SOMISAN erforderlichen Vitalstoffe in der notwendigen Konzentration nicht durch die herkömmliche Ernährung zugeführt werden.

Signifikanter Abfall immunkompetenter Zellen verhindert
Die Verabreichung von SOMISAN an Tumorpatienten hat sich positiv auf die Lebensqualität ausgewirkt. Klinisch relevante Veränderungen der Le-ber-, Pankreas- und Nierenwerte konnten nicht beobachtet werden. Der regelmäßige Verzehr von SOMISAN unter verschiedenen Chemo- und Strahlentherapieregimen bei Patienten mit Brustkrebs, Kopf- und Halstu-moren konnte den Abfall immunkompetenter Zellen signifikant einschrän-ken und die Befindlichkeitsparameter signifikant verbessern, schlussfolgerte Professor Zänker.
Neben der Erhöhung der Lebensqualität profitiert der Patient auch durch eine bessere Aussicht, die Therapiezyklen durchzuhalten und damit die Effektivität der Therapie zu erhöhen, erläuterte Apotheker Rudolf Keil, Grevenbroich. Denn es besteht immer die Gefahr, dass eine Therapie ab-gebrochen oder in eine weniger aggressive und damit weniger Erfolg ver-sprechende Form gewandelt werden muss, weil der Patient im Laufe der Therapie körperlich und psychisch derart abbaut, dass das ursprüngliche Therapieprotokoll nicht bis zu Ende durchgeführt werden kann.

Weitere Untersuchungen gefordert

SOMISAN – Vorteile in der Übersicht
SOMISAN ist ein hochwertiges, isoflavonoidbilanzies Proteingemisch.
Isoflavonoide sind in natürlicher und unveränderter Form vorhanden.
SOMISAN wurde speziell zur Ergänzung der Ernährung bei Gesundheits-störungen infolge von Tumorerkrankungen entwickelt.

SOMISAN eignet sich besonders:
► zur Stärkung der körpereigenen Widerstandskräfte bei Erwachse-nen und Heranwachsenden
► zur diätetischen Behandlung von Tumorerkrankungen
► zur Ergänzung der Nahrung bei oder nach Strahlen bzw. Chemotherapie


SOMISAN führt bei Tumorpatienten zu einem signifikant geringeren Abfall der Leukozyten und Thrombozyten.

SOMISAN kann die Nebenwirkungen einer Chemotherapie verringern und erhöht die Lebensqualität.

Die im SOMISAN enthaltenen Phyto-Hormone weisen antitumorale und metastasehemmende Effekte auf.

Auch Gesunde steigern ihre Widerstandskraft und senken das Erkran-kungsrisiko.

Schon der tägliche Verzehr von 50 g führt zur ernährungsphysiologisch erwünschten Steigerung des Serum-Isoflavonoidspiegels.

SOMISAN ist einfach anzuwenden und ermöglicht eine reproduzierbare und konstante Konzentration von Isoflavonoiden neben einem hohen Ei-weiß- und Vitamingehalt.

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