medicinebook.de

medicinebook - Medizinbuch - das Healthcareportal

Sexualmedizin: Prävalenz der Erektilen Dysfunktion bei Diabetikern noch unterschätzt

Veröffentlicht am Freitag 09 August 2002 04:13:48 von aschilke
medizin.gifVardenafil verbessert ED bei Diabetikern

Diabetiker erkranken nicht nur häufiger, sondern auch wesentlich früher an einer ED als Nicht-Diabetiker. Obwohl die Datenlage noch unzureichend ist, kann man bereits sagen, dass etwa jeder zweite Diabetiker im Laufe seiner Erkrankung eine Erektionsstörung entwickelt. Verglichen mit Typ-I-Diabetikern weisen Patienten mit Typ-II-Diabetes bereits zum Diagnosezeitpunkt eine Inzidenz von rund 20 Prozent auf. Grund für die hohe Prävalenz sind die neurovaskulären Komplikationen des Diabetes mellitus, die in Abhängigkeit von der Krankheitsdauer zunehmen. Umgekehrt kann eine verminderte oder schwer gestörte erektile Funktion auch ein Indikator für Diabetes mellitus sein.
Obwohl diabetische ED-Patienten aufgrund der Multimorbidität eine schwer zu behandelnde Gruppe darstellen, verbesserte Vardenafil in der 20 mg Dosierung in einer Phase-III-Studie bei 72 Prozent der Diabetiker die erektile Funktion. Dem neuen, noch im Zulassungsverfahren befindlichen, hochselektiven PDE-5-Inhibitor bestätigte Dr. Hartmut Porst, Hamburg, bei einem Pressegespräch anlässlich der 37. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft im Mai 2002 in Dresden eine hohe Effektivität und gute Verträglichkeit.

Einstellungen