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Sexualmedizin: Teenager und schwanger?

Veröffentlicht am Mittwoch 11 September 2002 15:49:15 von aschilke
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Experten empfehlen Verhütung mit Mikropille

Sexualität ist ein wichtiges Thema, besonders auch bei Jugendlichen, die durch die veränderten gesellschaftlichen und sozialen Strukturen sowie durch den freizügigen Umgang mit dem Thema Sexualität in den Medien immer früher erste sexuelle Kontakte aufnehmen.

Jede Stunde wird ein Mädchen unter 18 Jahren ungewollt schwanger. In mehr als der Hälfte der Fälle wird die Schwangerschaft abgebrochen. Jede Interruptio ist jedoch ein Akt, der oft nicht nur psychische, sondern auch körperliche Folgen mit sich bringt.
Wie erklärt sich die große Zahl ungewollter Schwangerschaften in einer Zeit, in der mit dem Thema Sex und intime Beziehungen in aller Öffentlichkeit nahezu ohne Tabu umgegangen wird? Seit Anfang des letzten Jahrhunderts sank das durchschnittliche Menarche-Alter von 18 auf 12,5 Jahre und die jungen Mädchen haben ihre ersten intimen Erlebnisse in vielen Fällen drei Jahre früher als noch vor 20 oder 30 Jahren. In dieser frühen körperlichen Reife, der die psychisch-soziale Reife deutlich später folgt, liegt auch ein wichtiger Grund für ungewollte Schwangerschaften in diesem Alter. Beim „Erstenmal“ werden oft keinerlei Vorsichtsmaßnahmen getroffen, teils aufgrund von Argumenten wie „passiert schon nichts“ oder „ich habe mich auf den Partner verlassen“, teils aus Angst vor einem Arztbesuch.

Die Aufklärung über Schwangerschaft und ihre Risiken gerade in sehr jungen Jahren ist ein besonderes Anliegen. Ungewollte Schwangerschaften in der Altersgruppe von 14 bis 20 Jahren sind trotz Verhütungsmöglichkeiten immer noch ein Problem. Junge Mädchen suchen oft außerhalb der Familie und Schule einen kompetenten Ansprechpartner und dies ist in vielen Fällen der Hausarzt. Das erste Gespräch zu der Thematik Sexualität mit allen Fazetten hat eine Schlüsselfunktion und kann zu einer positiven jahrelangen Arzt-Patientinnen-Bindung führen. Bei der Beratung der jungen Mädchen über Empfängnisverhütung sollten individuelle Bedürfnisse und Merkmale berücksichtigt und auf die Vorstellungen der Jugendlichen bezüglich der Vor- und Nachteile einzelner Methoden eingegangen werden. Bei dem heutigen Angebot an Verhütungsmitteln müsste keine Frau im gebärfähigen Alter ungewollt schwanger werden. Die orale hormonale Kontrazeption ist für Jugendliche die günstigste Form der Verhütung, vor allem wegen ihrer hohen kontrazeptiven Sicherheit für Mädchen und junge Frauen, die in ihrer Ausbildung kein Risiko eingehen wollen. Die moderne Mikropille Belara® bietet hohe Sicherheit und zugleich gute Verträglichkeit. Belara® ist eine einphasige Mikropille mit 30 Mikrogramm Ethinylestradiol und 2 Milligramm Chlormadinonacetat pro Tablette. Chlormadinonacetat (CMA) ist ein direkter Abkömmling des Progesteron. Während die Bioverfügbarkeit von Progesteron unter 10 % liegt, wird durch die Modifikation von Progesteron zu CMA eine nahezu 100 %ige Bioverfügbarkeit erzielt und der Abbau verlangsamt. So zeigt CMA bei oraler Anwendung eine starke gestagene Wirkung und verglichen mit Progesteron eine ausgeprägte antiandrogene Wirkung. Gerade junge, geschlechtsaktive Frauen brauchen eine sichere , nebenwirkungs- und risikoarme Verhütung. Diese ist mit dem niedrig dosierten Einphasenpräparat gegeben. Die Mikropille Belara stellt sicher, dass Frauen nur dann schwanger werden, wenn sie es auch wollen. Gewünscht sind die positiven Nebenwirkungen dieser Mikropille: der Zyklus wird regelmäßiger und die Regel bedeutend milder. Regelschmerzen bleiben schon nach einmonatiger Anwendung aus. Die positiven Auswirkungen auf Haut und Haare sind unübertroffen. Hautzustand und Hautprobleme vor und nach Belara Gewichtsveränderungen, für viele junge Mädchen ein besonderes Kriterium, sind auch nach 12 Zyklen kaum feststellbar. Eine von April 1999 bis August 2000 durchgeführte Anwendungsbeobachtung an 2620 Belara-Anwenderinnen, ausgewertet wurden 29.262 Zyklen, bestätigt neben der kontrazeptiven Sicherheit die positiven Effekte dieser Mikropille. Hervorhebenswert ist auch die Verbesserung der Dysmenorrhoen und migräneartiger Kopfschmerzen sowie die guten Auswirkungen auf Mastalgien.

Resümee:

Unwissenheit im Umgang mit Verhütungsmitteln und Sorglosigkeit „im Rausch der Gefühle“ stellen Ärzte, Eltern und Medien vor die verantwortungsvolle Aufgabe, das Thema Sexualität und Verhütung bei jungen Menschen aktiv und früh anzusprechen, denn „Schwanger mit 14“ ist eine schlechte Alternative. Mit der Mikropille Belara® wird eine sichere, gut verträgliche Kontrazeption erreicht, die zudem eine Reihe äußerst positiver Nebeneffekte für die Anwenderinnen aufweist, wie dies in großen Anwendungsbeobachtungen bestätigt wurde. Die Antibabypille soll Teenager keineswegs verführen, möglichst früh Sex zu haben. Doch Mädchen und junge Frauen, die sich mit einer sicheren Verhütung auseinandersetzen, können ihre Sexualität besonnener und positiver erleben.

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