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Thema:Neues aus der Medizin

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Neues aus der Medizin: Forschung: Deutsche Herzstiftung fördert Fluglärmforschung

Veröffentlicht am Donnerstag 23 Juli 2015 10:43:09 von aschilke
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Mainzer Forscher untersuchen die Folgen wiederholter Beschallung durch Fluglärm auf die Gefäße

Simulierter Nachtfluglärm kann die Gefäßfunktion von gesunden Studienteilnehmern, insbesondere aber auch von herzkranken Patienten deutlich verschlechtern. Das ist das Ergebnis einer Lärmwirkungsstudie (FluG-Risiko) der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz aus dem Jahr 2014. Ein Forscherteam um den Kardiologen Dr. Frank Schmidt will jetzt in einer weiteren Studie der These nachgehen, dass sich Blutgefäße nicht an Lärm gewöhnen. Vielmehr deuten verschiedene Befunde darauf hin, dass die Gefäße gegenüber Schädigungen durch Lärm bei wiederholter Beschallung eher noch empfindlicher reagieren. Die Deutsche Herzstiftung fördert die Studie über einen Zeitraum von 18 Monaten mit 55.000 Euro.

Die Erkenntnis, dass Fluglärm krank macht, ist nicht neu. Es ließ sich bereits zeigen, dass insbesondere Nachtfluglärm zu einem Mehr an Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Bluthochdruck führt (vgl. Hansell et al. BMJ 2015 347:f543; Floud et al. Environ Health 2013 12:89; Greiser et al J Public Health 2007 15:327–337). Vorangegangene Studien konnten mittels statischer Analysen belegen, dass insbesondere bei den Probanden, die schon einmal Nachtfluglärmereignissen ausgesetzt waren – simuliert wurden einmal 30 und einmal 60 Überflüge pro Nacht –, die Verschlechterung der Gefäßfunktion bei der zweiten Exposition signifikant stärker ausfiel. „Dies deutet darauf hin, dass sich die Gefäße nicht an den Lärm gewöhnen. Vielmehr liegt der Verdacht nah, dass sie bei wiederholter Beschallung gegenüber Schädigungen durch Lärm noch empfindlicher werden. Dieser Verdacht muss allerdings noch in speziell auf diese Fragestellung ausgelegten Studien bestätigt werden“, sagt der Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel. Die neue Lärmwirkungsstudie unter der Leitung von Dr. Frank Schmidt aus der Forschungsgruppe der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik zielt deshalb darauf ab, den Nachweis zu erbringen, dass Gefäße bei wiederholter Lärmexposition sensibilisiert werden. Einen Antrag zur Förderung des Projektes hatte die Deutsche Herzstiftung genehmigt.

Montage: Peter Pulkowski


Neues aus der Medizin: Ernährung: Nutricomp Drink Plus jetzt in neuem Design

Veröffentlicht am Donnerstag 09 Juli 2015 10:39:36 von aschilke
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Die hochkalorische Trinknahrung gibt es jetzt in praktischen Flaschen mit Trinkhalm

Melsungen. B. Braun bietet die bewährte hochkalorische und ballaststofffreie Trinknahrung Nutricomp Drink Plus jetzt in einer neuen handlichen, wiederverschließbaren 200-ml-Flasche an. An jeder Flasche ist zusätzlich ein Trinkhalm befestigt. Die Farbgebung der Flaschen ermöglicht ein leichtes Unterscheiden der Sorten Vanille, Erdbeere, Schoko und Banane. Die Mengenangaben der Makronährstoffe sind deutlich auf dem Etikett hinterlegt. Neu ist auch, dass jetzt vier Einzelflaschen in einem Gebinde zusammengefasst sind. An der Rezeptur der Trinknahrung wurde nichts verändert. Nutricomp Drink Plus kann sortenrein oder im Mischkarton bestellt werden.


Neues aus der Medizin: Gynäkologie: Glücklich, traurig oder nur Babys Reflexe?

Veröffentlicht am Mittwoch 03 Juni 2015 11:52:44 von aschilke
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Was Gesichtsausdrücke des Ungeborenen im Ultraschall verraten

Gegen Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels haben Eltern gute Chancen, ihr Kind auf dem Ultraschallbild lächeln zu sehen. Mitunter verzieht es auch die Mundwinkel, runzelt die Stirn und schaut missmutig oder traurig aus. Unabhängig vom Gesichtsausdruck sollten Eltern in diese Momente nicht zu viel hineininterpretieren, rät die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Veränderungen des Gesichtsausdrucks spiegelten nicht etwa die Gefühle des Feten wieder, sondern sind vielmehr das Ergebnis unwillkürlicher, reflexhafter Bewegungen, berichten die Experten im Fachmagazin „Ultraschall in der Medizin“(Georg Thieme Verlag, Stuttgart). Ultraschalluntersuchungen von Ungeborene allein zum Zwecke des „Babyfernsehens“ lehnt die DEGUM ab.

Wenn Ärzte ein Ungeborenes mit 4D-Ultraschall untersuchen, schließen sie dabei nicht nur mögliche Fehlbildungen aus. Sie können auch live beobachten, wie das Kind Körper und Gesicht bewegt. „Mit der 4D-Sonografie, die Bewegungen des Feten räumlich sichtbar macht, können wir die Mimik des Kindes besonders gut beobachten“, sagt Professor Dr. med. Eberhard Merz, Leiter des Zentrums für Ultraschall und Pränatalmedizin am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt. Die Technik ermöglicht es den Ärzten heute auch, das Farbspektrum der menschlichen Haut anzupassen und mit einer beweglichen virtuellen Lichtquelle Effekte von Licht und Schatten an der Oberfläche des Kindes zu erzeugen. „Die Bilder erscheinen sehr lebensecht und es ist kein Wunder, dass sie uns innerlich berühren“, so DEGUM-Experte Merz. Dennoch bedeute ein Lächeln nicht, dass ein Baby glücklich ist und eine traurige Mine verrate nichts über schlechte Gefühle des Ungeborenen. „Die Bewegungen sind eher eine Art Training“, erklärt Merz. Die Entwicklung komplexer Gesichtsbewegungen vor der Geburt sei für viele Funktionen nach der Geburt wichtig. Denn von Anfang an kommuniziert das Baby auch über seine Gesichtsausdrücke mit den Eltern und weint zum Beispiel, wenn es unzufrieden ist. Das erste echte Lächeln allerdings lässt etwas auf sich warten: Das „Engelslächeln“ von Neugeborenen stufen Entwicklungspsychologen noch als reflexhaft ein; erst zum Ende des zweiten Lebensmonats hin lächeln Babys ihre Mitmenschen bewusst an.


Neues aus der Medizin: Urologie: Blasenkrebs – oft ein Zufallsbefund

Veröffentlicht am Dienstag 02 Juni 2015 10:41:19 von aschilke
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Urologen wollen das Bewusstsein von Risikopatienten schärfen

Harnblasenkrebs ist die zweithäufigste urologische Tumorerkrankung. Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) macht deshalb wiederholt darauf aufmerksam, dass ein Tumor in der Blase zunächst ohne charakteristische Symptome wächst. „Ein gesetzliches Früherkennungsprogramm gibt es zurzeit nicht“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. „Auch verschiedene Blasenkrebs-Schnelltests, die seit einiger Zeit Schlagzeilen machen, sind noch nicht weit genug entwickelt, um für ein generelles Screening in der Bevölkerung geeignet zu sein.“ Umso wichtiger sei eine risikoadaptierte Früherkennung für Personen mit einem erhöhten Gefährdungspotenzial, so der Neumünsteraner Urologe weiter.

Das Robert Koch-Instituts verzeichnet jährlich rund 29.000 Neuerkrankungen. 2010 erkrankten 21.550 Männer und 7.240 Frauen in Deutschland an Blasenkrebs. Damit sind Männer fast dreimal so oft betroffen wie Frauen. Blasenkrebs ist die vierthäufigste Krebsart des Mannes. Das durchschnittliche Erkrankungsalter beträgt bei Männern 72 Jahre, bei Frauen etwa 74 Jahre. Aber auch jüngere Männer und Frauen können erkranken.


Neues aus der Medizin: Forschung: Heigl-Preis 2015 für den Forschungsverbund SOPHO-NET

Veröffentlicht am Freitag 22 Mai 2015 09:52:57 von aschilke
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Auszeichnung für Forschungsarbeit über soziale Angst

Für ihre Forschungsarbeiten zur sozialen Angst hat der Forschungsverbund ,,Social Phobia Psychotherapy Research Network" (SOPHO-NET) den renommierten Heigl-Preis 2015 erhalten. Die Mainzer Forscher Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel und PD Dr. Dipl.-Psych. Jörg Wiltink waren maßgeblich daran beteiligt, im Rahmen des Forschungsverbundes psychotherapeutische Verfahren zur Behandlung von sozialen Angststörungen zu untersuchen. Den mit 20.000 Euro höchstdotierten deutschen Preis für Psychotherapieforschung nahmen die Mitarbeiter des SOPHO-NET im Rahmen des diesjährigen Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) entgegen.

Die soziale Phobie zählt zu den unterdiagnostizierten und folglich auch unterbehandelten seelischen Erkrankungen. Mit dem Ziel, das Verständnis und die Behandlung der sozialen Phobie zu verbessern, haben sich 2006 verschiedene Forschungseinrichtungen Deutschlands im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell geförderten Forschungsverbund soziale Phobie (SOPHO-NET) zusammengeschlossen. Die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz war an SOPHO-NET als Behandlungszentrum und mit eigenen Teilprojekten beteiligt. Die Mainzer Wissenschaftler untersuchten den Transfer der im Verbund gewonnenen Erkenntnisse in die ambulante Regelversorgung durch niedergelassenen Psychotherapeuten und die Wirkmechanismen der manualisierten psychodynamischen Psychotherapie der Sozialen Angststörung.


Neues aus der Medizin: Diabetologie: Typ 2-Diabetes: Endoskopisches Verfahren als Hoffnungsträger?

Veröffentlicht am Freitag 22 Mai 2015 09:43:35 von aschilke
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Fast acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes mellitus, 90 Prozent davon an einem Typ-2-Diabetes. Bei nahezu der Hälfte der Patienten ist der Diabetes unzureichend eingestellt, trotz der zahlreichen zur Verfügung stehenden medikamentösen Maßnahmen. Neue Hoffnung liegt nach einer Pilotstudie auf einem endoskopischen Verfahren, bei dem die Schleimhaut im Zwölffingerdarm verschorft wird. Endoskope gibt es in der Medizin bereits seit 165 Jahren. Was sie heute ermöglichen, nach ihrer Entwicklung vom rein diagnostischen zum interventionellen Instrument, und was das für Diabetespatienten bedeuten könnte, darüber informiert die MEDICA EDUCATION CONFERENCE 2015. Sie findet vom 16. bis 19. November in Düsseldorf statt.

„Dem neuen endoskopischen Verfahren geht die Beobachtung voraus, dass fettleibige Menschen mit Typ-2-Diabetes, die durch eine Bypass-Operation abnehmen wollen, nicht nur ihr Körpergewicht, sondern auch ihren Diabetes verlieren“, sagt Professor Dr. med. Horst Neuhaus, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf. Bei einer Bypass-Operation verbindet der Chirurg den Magen direkt mit dem oberen Dünndarm. Der Speisebrei fließt dann am Zwölffingerdarm vorbei, der in einer Schlinge blind endet. „Bei den meisten Patienten normalisiert sich der Blutzucker, noch bevor sie wesentlich an Gewicht verlieren“, berichtet der Experte. Die genauen Zusammenhänge seien nicht bekannt. „Hormone, die beim Durchtritt des Speisebreis in der Schleimhaut des Zwölffingerdarms gebildet werden, spielen aber offenbar eine wichtige Rolle“, sagt Professor Neuhaus: „Diese sogenannten Inkretine regen in der Bauchspeicheldrüse die Ausschüttung von Insulin an, was längerfristig zu einem Wirkungsverlust von Insulin führt.“ Diese Insulinresistenz ist die Ursache des Typ 2-Diabetes.


Neues aus der Medizin: Urologie: Peniskarzinom - Neue Therapiemethoden erhalten Lebensqualität

Veröffentlicht am Mittwoch 06 Mai 2015 11:07:04 von aschilke
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Peniskarzinome sind in Deutschland selten, für die betroffenen Männer aber extrem belastend. Seit sich in den letzten Jahren eine möglichst organerhaltende operative Therapie durchgesetzt hat, bleiben den Patienten eine deutlich verbesserte Lebensqualität und sexuelle Zufriedenheit. Die weniger restriktive Operation erfordert aber, wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) betont, eine erheblich intensivere Nachsorge und damit mehr Eigenverantwortung und Therapietreue der Männer.

„Die Entwicklung zur organerhaltenden Tumorchirurgie beim Peniskarzinom stellt für unsere Patienten einen großen Therapiefortschritt dar“, sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der DGU. Basierend auf den evidenzbasierten Leitlinien zur Therapie des Peniskarzinoms der European Association of Urology (EAU) wird seit 2010 - wenn möglich - mit einem geringeren Sicherheitsabstand zum Tumor operiert, sodass vielen Männern mit frühen Tumorstadien eine Penisteilamputation erspart bleiben kann. Wenn der Tumor noch nicht in die umliegenden Gewebe vorgedrungen ist, kann unter Umständen auch eine Lasertherapie oder eine Bestrahlung infrage kommen. „Im Gegensatz zur partiellen oder totalen Penisamputation bedeutet der Organerhalt eine enorme Entlastung für die Betroffenen. Sie können weiterhin sexuell aktiv sein und meist ohne Beeinträchtigung Wasser lassen“, erklärt Prof. Hakenberg. Die weniger radikalen OP-Verfahren bringen allerdings eine veränderte, engmaschige Nachsorge über mindestens fünf Jahre mit sich, um wiederkehrende Tumore, sogenannte Rezidive, rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die aktuelle EAU-Leitlinie sieht in den ersten beiden Jahren alle drei Monate, danach halbjährliche Kontrollen vor. Treten bei einem Peniskarzinom Metastasen in den Leistenlymphknoten auf, werden diese entfernt, parallel mit einer Chemotherapie behandelt und in der Nachsorge ebenfalls streng kontrolliert.


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Ultrafeine Partikel führen zu eingeschränkter Herzfunktion

Veröffentlicht am Donnerstag 30 April 2015 10:18:29 von aschilke
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Umwelt- und Verkehrsverbände fordern wirksame Maßnahmen bei Benzin-Direkteinspritzern – Belastung des Herzens tritt bereits nach wenigen Minuten auf

Ultrafeine Partikel in der Umgebungsluft verändern schon nach wenigen Minuten die Herzvariabilität und führen so zu einem erhöhten Risiko insbesondere für Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München, die im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Erhöhte Konzentrationen ultrafeiner Partikel kommen vor allem im dichten Straßenverkehr vor und damit in den stark besiedelten Innenstadtbereichen. Die Herzratenvariabilität beschreibt die Anpassungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems an aktuelle Erfordernisse und wird durch das autonome Nervensystem gesteuert.

„Wir haben die speziellen Auswirkungen von ultrafeinen Partikeln auf das Herz untersucht. Dazu statteten wir 64 Studienteilnehmer mit Messgeräten aus, die während der alltäglichen Aktivität sowohl die Partikelanzahlkonzentrationen als auch die Herzaktivität aufzeichneten. Zusätzlich wurden Daten von Feinstaub-Messstationen im städtischen Hintergrund herangezogen. Die ausgewählten Probanden litten alle unter erhöhten Blutzuckerwerten bzw. Typ-2-Diabetes“, erläutert die Direktorin des Instituts für Epidemiologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Forschungsbereiches Epidemiologie des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), Prof. Annette Peters. Die Studie bestätigt bereits bekannte Effekte, wonach auch feine Partikel nach kurzer Zeit eine eingeschränkte Herzfunktion auslösen können. Darüber hinaus zeigt sie, dass die gegenwärtig gültigen Grenzwerte kein hinreichendes Gegenmittel sind, um die Auswirkungen der feinen und ultrafeinen Partikel zu mindern. „Unsere Studie belegt den dringenden Handlungsbedarf“, so Peters weiter.


Neues aus der Medizin: Sexualmedizin: Vitaros® HEXAL® – Eine Kurzvorstellung

Veröffentlicht am Montag 27 April 2015 11:42:11 von aschilke
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Von Dr. Axel-Jürg Potempa

In der Behandlung der erektilen Dysfunktion sind PDE-5-Inhibitoren bisher weit verbreitet. Jedoch sind sie in ihrer Wirksamkeit begrenzt, mit Nebenwirkungen verbunden und für viele Patienten aufgrund anderer Erkrankungen oder Medikamentenwechselwirkungen kontraindiziert.

Die Abbruchquote bei den PDE-5-Hemmern ist hoch: Nach knapp zweieinhalb Jahren führt nur noch rund die Hälfte aller Patienten die Therapie fort.1 Für den Abbruch werden folgende Gründe angeführt: „Die Therapie wirkt nicht oder nicht zuverlässig“, sagen 59 Prozent der Befragten. 42 Prozent begründeten ihren Abbruch damit, dass ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Nebenwirkungen waren bei 26 Prozent der Grund des Abbruchs.2 Hinzu kommt, dass PDE-5-Hemmer nicht bei schwerer ED wirken. Ihr Einsatz ist ebenso wenig zielführend, wenn der Potenzverlust auf nervenschädigende Eingriffe im Beckenraum zurückzuführen ist. So führt die Prostatektomie nach Prostata-Karzinom sehr häufig zu einer ED, die nicht durch PDE-5-Hemmer therapiert werden kann. Alles in allem sind PDE-5- Hemmer nur für etwa die Hälfte der ED-Patienten eine erfolgversprechende Therapie-Option.3 Als alternativer Wirkstoff werden Alprostadil-Präparate (synthetisches Prostaglandin) eingesetzt. Sie wurden bisher über SKAT (Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie) oder MUSE (Medikamentöses urethrales System zur Erektion) in Schwellkörper oder Harnröhre injiziert bzw. eingeführt. Beide Applikationsformen stellen oft schmerzhafte Therapie-Optionen dar und sind beim Patienten nicht sehr beliebt.


Neues aus der Medizin: Prävention: Die dunklen Seiten der Anabolika

Veröffentlicht am Samstag 25 April 2015 14:38:39 von aschilke
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Unfruchtbarkeit, Impotenz, Damenbart und Akne

Testosteron und seine Abkömmlinge, die anabolen androgenen Steroide (AAS), fördern nicht nur den Aufbau der Muskeln, sondern angeblich auch die sexuelle Leistungsfähigkeit von Männern und Frauen. Das jedenfalls versprechen viele Anbieter von Anabolika im Internet. Sie verschweigen dabei, dass Anabolika negative Auswirkungen auf Potenz und Sexualleben haben können. Auch die Hoffnung auf einen schöneren Körper kann schnell enttäuscht werden, wenn sich unter hohen Dosierungen gefährliche Nebenwirkungen entwickeln, warnen Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) im European Journal of Endocrinology.

Testosteron wird natürlicherweise im Hoden gebildet und fördert nicht nur die Bildung der Spermien, sondern ist auch für die Ausbildung und Erhaltung des männlichen Körpers verantwortlich. Wird das Hormon oder eines seiner Varianten von außen zugeführt, kann dies schnell die gegenteilige Wirkung haben. „Ab einer gewissen Dosis wird die Spermienbildung so weit gedrosselt, dass die Männer unfruchtbar werden“, erklärt Professor Dr. med. Dr. h. c. Eberhard Nieschlag. „Testosteron ist deshalb sogar als Verhütungsmittel für den Mann in der Diskussion“, fügt der ehemalige Direktor des heutigen Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie am Universitätsklinikum Münster hinzu, der als Spezialist im Einsatz von Testosteron bei Erkrankungen mit Unterfunktion der Hoden gilt.


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