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Neues aus der Medizin: Prävention: Meningokokken-Erkrankungen: Vorbeugen kann Leben retten

Veröffentlicht am Freitag 24 April 2015 09:21:58 von aschilke
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Wie lebensgefährliche Meningokokken-Erkrankungen verlaufen und wie man vorbeugen kann, darüber informieren Patientenorganisationen jährlich weltweit am 24. April, dem Welt-Meningitis-Tag. Zur Prävention gegen den in Deutschland häufigsten Erreger der Serogruppe B gibt es seit über einem Jahr den Impfstoff Bexsero®. Als Standardimpfung ist er hier bisher nicht von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Gro߬britannien hingegen führt in Kürze eine flächendeckende Impfung von Säuglingen gegen Meningokokken B ein.

Fachgremien wie die Sächsische Impfkommission (SIKO) und die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendheilkunde (DAKJ) raten bereits zu einer Impfung gegen Meningokokken B. „Kinderärzte und Eltern wünschen sich auch für Deutschland eine STIKO-Empfehlung“, weiß Andrea Vogt-Bolm von der Patientenorganisation Ampu-Kids, Hamburg. Sie begegnet täglich Kindern, die nach einer Meningokokken-Erkrankung mit Amputationen leben müssen. „Wir möchten, dass sich viele Menschen der Gefahren einer Meningokokken-Infektion bewusst werden. Sie kann innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen oder dauerhafte Gesundheitsschäden nach sich ziehen,“ betont Andrea Vogt-Bolm.

2015 bereits einige Todesfälle in Deutschland

Deutschland verzeichnet im Durchschnitt jedes Jahr ca. 430 Meningokokken-Fälle1, etwa zehn Prozent der meist kleinen Patienten sterben.2 Rund einer von fünf Überlebenden leidet dauerhaft unter schweren Folgeschäden, wie Taubheit, Krampfanfällen oder dem Verlust von Gliedmaßen.3  Im Jahr 2015 verzeichnet das RKI bislang 132 Fälle (Stand: 22. April 2015)4, einige davon mit tödlichem Ausgang. So starben im Februar ein 15-jähriger Junge am Bodensee, ein 2-Jähriger in Bad Segeberg und ein 23 Monate altes Kind in Berlin.


Neues aus der Medizin: Chirurgie: Blinddarmentzündung bei Kindern

Veröffentlicht am Donnerstag 23 April 2015 14:41:47 von aschilke
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Nicht abwarten – Chirurgen raten zu sofortiger Operation

Im Gegensatz zu Erwachsenen sollte eine Blinddarmentzündung bei Kindern auf keinen Fall mit Antibiotika allein behandelt werden. Eine akute kindliche Appendizitis ist immer ein Grund für eine sofortige Operation, betonen Experten im Vorfeld des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). „Abwarten ist in Anbetracht der möglichen schwerwiegenden Komplikationen keine Option“, sagt DGCH-Präsident Professor Dr. med. Peter M. Vogt. Warum Bettruhe und Antibiotika bei Erwachsenen hingegen durchaus als Behandlung in Frage kommen, erläutern die Chirurgen auf einer Pressekonferenz am 28. April im Künstlerhaus München. Der DGCH-Kongress findet vom 28. April bis 1. Mai 2015 im ICM München statt.

Blinddarmentzündung ist eine der gefährlichsten chirurgischen Erkrankungen des Bauchraumes. „Am häufigsten erkranken Kinder im Schulalter daran, zwischen dem fünften und zwölften Lebensjahr“, erläutert Professor Dr. med. Bernd Tillig, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie. „Dabei gilt: Je jünger das erkrankte Kind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass bereits bei der Einweisung in die Klinik ein Blinddarmdurchbruch mit beginnender Bauchfellentzündung vorliegt“, ergänzt der Direktor der Klinik für Kinderchirurgie, Neugeborenenchirurgie und Kinderurologie am Vivantes Klinikum Neukölln in Berlin. Dann drohen schwere Komplikationen wie Blutvergiftung, Verwachsungen im Bauchraum und Störungen der Darmfunktion.


Neues aus der Medizin: Prävention: Schutz vor Killerkeimen in Krankenhäusern

Veröffentlicht am Donnerstag 23 April 2015 09:47:52 von aschilke
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Chirurgen empfehlen Fragebögen und Hygieneregeln für Patienten

Das wirksamste Mittel gegen gefährliche Krankhausinfektionen ist die Vorbeugung. Sie muss schon vor der Aufnahme in die Klinik beginnen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Patienten sollten vor jeder medizinischen Behandlung einen Fragebogen ausfüllen, der Aufschluss über ihr Infektionsrisiko gibt und einem Test auf multiresistente Erreger vorgeschaltet ist. Zugleich sollten Patienten über die Grundregeln der Hygiene aufgeklärt werden. Welche konkreten Maßnahmen Chirurgen empfehlen, um Patienten sowie deren Angehörige vor den gefährlichen Infektionen zu schützen, erläuterten Experten auf einer Vorab-Pressekonferenz der DGCH anlässlich des 132. Chirurgenkongresses am 22. April 2015 in München.

Zwischen 400.000 und 600.000 Personen erkranken jedes Jahr an einer Infektion, die sie im Krankenhaus erwerben. Diese so genannten nosokomialen Infektionen (NI) fordern jährlich bis zu 15.000 Todesopfer, besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen. Große Sorgen bereitet Experten dabei die steigende Zahl multiresistenter Erreger (MRE), die auf kein Antibiotikum mehr reagieren. „Wir haben praktisch keine Waffe gegen solche Keime in der Hand“, betont Professor Dr. med. Peter M. Vogt, Präsident der DGCH.


Neues aus der Medizin: Urologie: Konzertierte Aktion für Prostata-Studie

Veröffentlicht am Mittwoch 22 April 2015 09:09:59 von aschilke
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PREFERE sorgt für bessere Diagnostik und Betreuung
Unterstützer appellieren an Ärzte und Patienten
Patienten sollen Ärzte aktiv auf PREFERE-Studie ansprechen

In einer konzertierten Aktion wollen Ärzte, Patienten, Krankenkassen und Deutsche Krebshilfe die weltweit größte Studie zum Prostatakrebs zu einem Erfolg machen. Ziel der 2013 gestarteten PREFERE-Studie ist es, zu analysieren, von welcher der vier infrage kommenden Optionen für die Erstbehandlung von Prostatakrebs in einem frühen Stadium der Patient auf lange Sicht am meisten profitiert: Insbesondere sollen dabei Nebenwirkungen und Komplikationen berücksichtigt werden, um den Patienten künftig die für sie ideale Option empfehlen zu können. Die gemeinsame Informations-Kampagne für PREFERE soll darauf abzielen, das Engagement der Ärzte zu erhöhen, neutral über die Studie und die vier Behandlungsoptionen aufzuklären und so die Patientenbeteiligung deutlich zu steigern. „Wir müssen noch deutlicher machen, dass jeder Patient durch seine Teilnahme einen hohen Nutzen hat: Eine verbesserte Diagnostik, eine engmaschigere Betreuung, Behandlung auf medizinischem Top-Niveau und eine intensivere Nachsorge als üblich“, so Studienleiter Prof. Dr. Michael Stöckle. Jährlich erkranken zwischen 65.000 und 70.000 Männer an Prostatakrebs. Die bösartige Wucherung der Vorsteherdrüse ist damit die häufigste Krebsform bei Männern.

Studien-Teilnehmer profitieren von besserer Diagnostik und Betreuung

Die Teilnehmer der PREFERE-Studie profitieren von einer besseren Diagnostik, indem ein spezialisierter Pathologe den Befund absichert. „In rund 20 Prozent der Fälle stellen wir derzeit fest, dass der erste Befund nicht vollständig zutrifft. Allein dies wäre Grund genug für jeden Patienten, sich an der Studie zu beteiligen. Denn eine präzise Diagnostik ist Voraussetzung einer erfolgversprechenden Therapie. Ein Patient, der nicht an der Studie teilnimmt, müsste für das Zweitgutachten über 1.000 Euro zahlen“, so Studienleiter Prof. Dr. Michael Stöckle. Darüber hinaus betreuen erfahrene Spezialisten in ausgewiesenen Studienzentren die PREFERE-Teilnehmer intensiver als üblich, behandeln engmaschiger und kontrollieren auf modernstem medizinischem Niveau. Die Beobachtungszeit beträgt mindestens 13 Jahre. Dabei haben PREFERE-Teilnehmer durch die enge Zusammenarbeit ihres Urologen und/oder Strahlentherapeuten mit dem Studienzentrum während der Nachsorge eine doppelte Sicherheit in der Betreuung.


Neues aus der Medizin: Sexualmedizin: Therapien für mehr gemeinsame Lebensqualität

Veröffentlicht am Montag 20 April 2015 11:36:05 von aschilke
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Von Dr. med. Axel-Jürg Potempa

Erektile Dysfunktion (ED) ist nicht nur ein Thema für Männer, die älter als 40 oder 50 sind. Sie kann in allen Altersstufen Auswirkungen auf die Lebensqualität und damit auch auf eine Partnerschaft haben.

Eine Studie1 an 439 ED-Patienten, die in einer italienischen Klinik ambulant Hilfe wegen einer neu aufgetretenen sexuellen Dysfunktion suchten, zeigte, dass 26 Prozent dieser Männer jünger als 40 war. Die Hälfte dieser Männer wies sogar eine schwere ED auf. Die MALES-Studie2 (Men’s Attitudes to Life Events and Sexuality) zeigte eine ED-Prävalenz von acht Prozent bei Männern im Alter von 20 bis 29 Jahren und von elf Prozent bei den 30- bis 39-Jährigen.
ED und die Schwere der ED können einen negativen Einfluss auf die Lebensqualität von Männern und ihren Partnerinnen haben.3 So wird eine nicht ausreichende Härte der Erektion sowohl von den Männern als auch von ihren Partnerinnen als nicht zufriedenstellend beschrieben.4 Außerdem wirkt sich die ED auf die psychosoziale Gesundheit der betroffenen Männer aus. So berichten Männer mit ED von Gefühlen wie Entmannung, Isolation und Depression. Diese Gefühle werden durch die soziale Stigmatisierung der ED verschärft.5


Neues aus der Medizin: Zahnmedizin: Zahn erhalten statt ziehen

Veröffentlicht am Sonntag 19 April 2015 11:51:39 von aschilke
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Plötzlich wird aus dem gelegentlichen, leicht unangenehmen Ziehen im Backenzahn ein heftiger, pochender Schmerz. Der Besuch beim Zahnarzt zeigt: Der Nerv ist schon stark entzündet und eine Wurzelbehandlung notwendig, um den Zahn zu erhalten. Die moderne Zahnmedizin kann so auch in schwierigen Fällen die auslösenden Bakterien wirkungsvoll stoppen.

Schmerzen beim Essen und Trinken - Ein entzündeter Nerv macht sich häufig zunächst durch kurzzeitige Schmerzen beim Verzehr von kalten, heißen, süßen oder sauren Speisen bemerkbar. © Initiative proDente

Am Anfang steht eine sorgfältige Diagnose. Der Zahnarzt erfragt die Vorgeschichte und untersucht das Gebiss sowie den betroffenen Zahn genau. Dabei führt er beispielsweise einen Kältetest durch. So kann der Zahnarzt sehen, ob die sogenannte Pulpa, bestehend aus Blutgefäßen und Nerven, noch intakt oder bereits abgestorben ist. Ein Röntgenbild gibt weiteren Aufschluss darüber, ob eine fortgeschrittene Karies die Ursache der Entzündung ist und wie weit sich diese schon auf den Kieferknochen ausgebreitet hat. Damit kann der Zahnarzt gleichzeitig erkennen, ob eine Wurzelkanalbehandlung notwendig, möglich und sinnvoll ist.


Neues aus der Medizin: Kinder- und Jugendmedizin: Von Geburt an rückengesund

Veröffentlicht am Samstag 18 April 2015 10:00:29 von aschilke
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Babyschalen mit besonderer Liegefunktion

Schon für die erste Fahrt mit dem Baby vom Krankenhaus nach Hause benötigt man eine Babyschale. Die Auswahl scheint unendlich. Für was soll man sich entscheiden? Einfach soll sie sein – einfach im Auto zu installieren und auch auf dem Kinderwagen. Richtig soll sie sein – richtig gut für das Kind, damit es entspannt und gesund darin liegt. Sicher soll sie sein – sicher, damit dem kleinen Sonnenschein im Falle des Falles nichts passiert.

Doch immer wieder kritisieren Hebammen und Kinderärzte herkömmliche Babyschalen. Sie warnen davor, Neugeborene und Kleinkinder zu lange in der Babyschale zu lassen. Dennoch ist es für die Eltern auch wichtig, mobil zu sein. Wie soll man die frischgebackenen Großeltern besuchen, wenn sie nicht gerade ums Eck wohnen?


Neues aus der Medizin: Forschung: Gepflegt durchatmen: Langzeitbeatmete Patienten entwöhnen

Veröffentlicht am Freitag 17 April 2015 09:53:27 von aschilke
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Viele invasiv beatmete Patienten werden nicht oder nur sehr verzögert von der maschinellen Beatmung entwöhnt. In speziellen Weaningzentren kann die Mehrzahl der Betroffenen lernen, wieder selbstständig zu atmen. Eine 2014 in der „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) veröffentlichte Studie wertete exemplarisch die Daten eines Fachkrankenhauses aus: Etwa 71 Prozent der Patienten konnten hier entwöhnt werden. Für den Beitrag „Entwöhnung von der Langzeitbeatmung: Daten eines Weaningzentrums von 2007 bis 2011“ erhalten der Erstautor Dr. med. Thomas Barchfeld und seine Koautoren den diesjährigen DMW Walter Siegenthaler Preis.

Als Weaning bezeichnen Mediziner die Entwöhnung eines beatmeten Patienten vom Beatmungsgerät. In sogenannten Weaningzentren arbeiten Ärzte, Pflegekräfte, Physio- und Atemtherapeuten gemeinsam daran, den Betroffenen das selbstständige Atmen wieder zu ermöglichen. Oft ist die Atemmuskulatur geschwächt, so dass die Lungen nicht ausreichend belüftet werden. Darüber hinaus können Infektionen der Atemwege oder Wassereinlagerungen im Rippenspalt eine Spontanatmung verhindern.


Neues aus der Medizin: Adipositas: Studie: Dicke Kinder haben bereits Atherosklerose-Frühform

Veröffentlicht am Freitag 17 April 2015 09:47:02 von aschilke
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Übergewichtige Kinder weisen bereits überhöhte Blutdruckwerte, Stoffwechsel-Veränderungen und Veränderungen von Blutgefäßen auf, die als Frühform einer allgemeinen Atherosklerose angesehen werden müssen. Das berichtete PD Dr. Sandra Erbs (Universität Leipzig) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammengetroffen sind. Generalisierte Atherosklerose bedeutet eine krankhafte Veränderung der Blutgefäße mit Wand-Verhärtung und -Verdickung, sowie Elastizitätsverlust und Einengung.


Neues aus der Medizin: Zahnmedizin: Bei Wurzelentzündung schnell zum Zahnarzt!

Veröffentlicht am Mittwoch 15 April 2015 11:28:22 von aschilke
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Harte Schale, weicher Kern

Auch wenn man es von außen nicht vermutet: Unter seiner harten Oberfläche besitzt der Zahn einen weichen, höchst empfindlichen Kern. Diese sogenannte Pulpa besteht aus Gewebe, Blutgefäßen und Nerven. Dringen durch eine fortgeschrittene Karies, einen Unfall oder eine Entzündung des Zahnhalteapparates Bakterien in das Zahninnere ein, entzündet sich der Nerv im Wurzelkanal. Bleibt diese Entzündung unbehandelt, kann der Nerv absterben. Breiten sich die Bakterien noch weiter aus, entsteht die wohlbekannte „dicke Backe“. Um den Zahn zu retten und Folgeerkrankungen zu vermeiden, sollte der Zahnarzt frühzeitig aufgesucht werden.

Ein entzündeter Nerv macht sich häufig zunächst durch kurzzeitige Schmerzen beim Verzehr von kalten, heißen, süßen oder sauren Speisen bemerkbar. Oftmals wird dies anderen Ursachen wie freiliegenden Zahnhälsen zugeschrieben. Treten dann akute Schmerzen auf, ist Eile geboten. Denn un¬behandelt können sich die Bakterien weiter ausbreiten – über die Wurzelspitze bis in den Kieferknochen und das umliegende Gewebe. Die klassische, schmerzhafte „dicke Backe“ mit Eiteransammlungen kann entstehen. Auch ein schmerzloses Ab¬sterben des Nervs ist möglich. Es kommt dann zu einer lokalen chronischen Entzündung, die umfangreiche Veränderungen im Knochen auslösen und über die Entzündungssubstanzen den ganzen Körper belasten kann.


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