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Thema:Neues aus der Medizin

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Neues aus der Medizin: Kardiologie: Künstlicher Kostendruck erschwert kardiologische Versorgung

Veröffentlicht am Mittwoch 15 April 2015 10:24:13 von aschilke
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Ungeachtet ihrer Erfolge hat die Kardiologie in Deutschland mit wachsenden finanziellen Problemen zu kämpfen. Der Grund dafür ist das System der diagnosebezogenen Fallgruppen, das bewirkt, dass ungeachtet des medizinischen Fortschritts für gleiche Leistungen immer weniger bezahlt wird.

„Die Kardiologie gehört zu jenen Fächern der Medizin, die in den vergangenen Jahren die erfreulichsten Erfolge verbuchen konnten. Die Sterblichkeit nach einem Herzinfarkt ist während der letzten Jahrzehnte deutlich gesunken, neue interventionelle Verfahren wie die TAVI oder der Mitraclip ermöglichen die sichere Behandlung auch sehr kranker Patienten. Allerdings gibt es von genau diesen immer mehr“, so Prof. Dr. Stephan Felix (Greifswald), Präsident der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. „Das hat einerseits mit dem zunehmenden Alter der Bevölkerung zu tun, andererseits aber auch damit, dass Akutereignisse wie ein Herzinfarkt seltener zum Tod, dafür aber nicht selten zu einer bleibenden Schädigung des Herzens führen.“

Die Kardiologie bewege sich in einem besonderen Spannungsfeld zwischen Patientenversorgung, Gesundheitsökonomie sowie Forschung und Lehre, betont Prof. Felix: „Die Dimensionen sind gewaltig. Mit mehr als 2,5 Millionen Krankenhausfällen im Jahr 2012 stehen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems an erster Stelle bei den stationären Behandlungsfällen. Damit entsteht jedoch für die Kardiologie eine zwiespältige Situation. Einerseits wirkt sich der hohe Deckungsbeitrag der kardiologischen Kliniken auf die Wirtschaftsbilanz der Krankenhäuser sehr günstig aus.“ Gleichzeitig entstehe durch die Besonderheiten des deutschen Abrechnungssystems jedoch eine schwierige Lage, denn der Katalogeffekt im DRG-System bewirkt eine veränderte Bewertung identischer Leistungen.


Neues aus der Medizin: Forschung: DFG empfiehlt strukturierte Weiterbildungsprogramme für „Clinician Scientists“

Veröffentlicht am Dienstag 14 April 2015 11:06:36 von aschilke
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Wissenschaftlichen Nachwuchs in der Medizin motivieren und qualifizieren / Forschungs- und Facharztweiterbildung parallel ermöglichen

Wissenschaftlich tätige Medizinerinnen und Mediziner, sogenannte Clinician Scientists, sind für die klinische Forschung unverzichtbar. Um besonders während der Facharztweiterbildung für die wissenschaftliche Arbeit zu motivieren und zu qualifizieren, hat die Ständige Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) den medizinischen Fakultäten nun ein größeres Angebot an strukturierten Clinician Scientist-Programmen empfohlen. „Wir brauchen für den wissenschaftlichen Nachwuchs attraktive, verlässliche und sichtbare Karrierewege sowie Anreize, die Forschung auch nach einer erfolgreichen Doktorarbeit weiterzuverfolgen“, betonte Professorin Dr. Leena Bruckner-Tuderman, Vorsitzende der Senatskommission und Vizepräsidentin der DFG, bei der Veröffentlichung der Empfehlungen. Die DFG unterstützt solche Programme schon heute im Rahmen ihrer bestehenden Förderinstrumente.

Das den medizinischen Fakultäten empfohlene Modell eines Clinician Scientist-Programms setzt in der zweiten Hälfte der Facharztweiterbildung an; es greift frühere Empfehlungen zu Karrierewegen für forschende Ärztinnen und Ärzte auf und orientiert sich an bewährten Programmen wie dem Friedrich-Luft-Programm der Berliner Charité. Das Programm stellt „geschützte Zeiten“ für die wissenschaftliche Qualifikation und Forschungstätigkeit sicher, die durch die Verdichtung der klinischen Tätigkeit zunehmend notwendig geworden sind, und es versteht sich als ein Modul in einem parallelen wissenschaftlichen und ärztlichen Karriereweg. „Die DFG empfiehlt den medizinischen Fakultäten eine stärkere Strukturierung der Forschungsweiterbildung qualifizierter Ärztinnen und Ärzte. Das Clinician Scientist-Programm soll sicherstellen, dass forschungsinteressierte Medizinerinnen und Mediziner sich sowohl klinisch weiterbilden als auch wissenschaftlich tätig sein können“, so Bruckner-Tuderman. Darüber hinaus adressiert sie, dass klinische Forschung auf allen Karrierestufen möglich sein und anerkannt werden muss: „Nur von Beginn an gut ausgebildete Clinician Scientists können klinische Forschung auf dem erforderlichen hohen Qualitätsniveau nachhaltig gewährleisten.“


Neues aus der Medizin: Dermatologie: Jetzt neu: Silgel™

Veröffentlicht am Dienstag 14 April 2015 10:23:51 von aschilke
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Jetzt erstmals direkt für Verbraucher erhältlich

GC Aesthetics, der Silikonexperte, hat jetzt erstmals Silgel™ als direkt für den Verbraucher erhältliches Produkt eingeführt. Silgel™, ein Produkt zur Narbenbehandlung, ist ein klares, nicht klebriges reines Silikongel, dessen Wirksamkeit für die Behandlung von neuen und bestehenden hypertrophen (roten) und keloidartigen (hervorstehenden) Narben klinisch nachgewiesen ist.

Seit über 15 Jahren wird Silgel™ bereits von Chirurgen für die Nachbehandlung von Patienten verwendet.

Narbenbildung ist ein Thema, das beinahe jeden von uns betrifft – eine Tatsache, die sich im kontinuierlichen Wachstum des Marktes für Narbenbehandlung widerspiegelt. 2014 wurde der weltweite Markt auf 15 Milliarden $ geschätzt, wobei bis zum Jahr 2019 von einem weiteren Wachstum um 10 % ausgegangen wird, was sich auf den immensen Wert von 24 Milliarden $ belaufen wird.1 Dieses extensive Wachstum wird unserem immer stärkeren Fokus auf Ästhetik zugeschrieben. Während wir einst vielleicht bereit waren, mit Narben zu leben, hat nun unser Wunsch, immer so gut wie möglich auszusehen, sowie ein zunehmendes Bewusstsein gegenüber der Wirksamkeit von OTC-Produkten zur Narbenbehandlung eine Bewegung ausgelöst, die einem Leben mit Narben den Kampf angesagt hat. Zusätzlich werden mehr Menschen als jemals zuvor sowohl aus medizinischen als auch ästhetischen Gründen operiert, weswegen es keine Überraschung ist, dass Patienten, die eine Lösung zum Vermeiden postoperativer Narbenbildung suchen, die Nachfrage im Segment mit einem Marktanteil von bis zu 32 % dominieren.1


Neues aus der Medizin: Sexualmedizin: Erektionsstörungen als Vorbote der koronaren Herzkrankheit

Veröffentlicht am Montag 13 April 2015 11:29:20 von aschilke
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Von Prof. Dr. med. Hans Hölschermann

Durchblutungsstörungen zählen zu den Hauptursachen einer erektilen Dysfunktion. Sind koronare Herzkrankheiten (KHK) und erektile Dysfunktion (ED) somit zwei Seiten einer Medaille? Einer Gefäßerkrankung? Dieser Aspekt wird – zumindest von den Kardiologen – viel zu wenig berücksichtigt.

Die ED wird noch nicht als mögliches Begleitsymptom koronarer Erkrankungen gesehen. Dabei weisen beide Erkrankungen zahlreiche Parallelen auf:

  • Sie haben die gleiche Ätiologie
  • Sie treten etwa im gleichen Alter auf (hohe Prävalenz bei 40- bis 70-Jährigen)
  • Inzidenz und Schwere beider Erkrankungen nehmen mit dem Alter zu
  • Beide Erkrankungen haben die gleichen Risikofaktoren

Die erektile Dysfunktion hängt in hohem Maße (bis zu 80 Prozent) von der Dilatation peniler Arterien ab. Dieses System verfügt kaum über Reserven. Der geringe Durchmesser der cavernösen Arterien sowie der verhältnismäßig hohe Gehalt an Endothelzellen und glatten Muskelzellen machen das penile Gefäßbett zu einem frühen und sensitiven Marker einer generalisierten Gefäßerkrankung.

Ursachen der erektilen Dysfunktion (ED)


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Herz-Patienten im Krankenhaus: Jeder vierte hat Depressionen

Veröffentlicht am Sonntag 12 April 2015 09:56:53 von aschilke
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Im Krankenhaus behandelte Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten haben wesentlich öfter depressive Störungen als die Allgemeinbevölkerung, außerdem sind bei ihnen behandlungsbedürftige depressive Störungen deutlich unterversorgt. Von den Studienteilnehmern mit aktueller mittelschwerer bis schwerer depressiver Episode waren aktuell nur 29 Prozent in Behandlung. Das berichtet PD Dr. Nina Rieckmann (Berlin School of Public Health, Charité) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.

Von 1.266 Teilnehmern der CDCare Studie hatten 23 Prozent ein positives Depressions-Screening. Bei 22,1 Prozent der Frauen und 15,5 Prozent der Männer war innerhalb der vorangegangenen zwölf Wochen eine Depression aufgetreten („12-Wochen-Prävalenz“), in der Allgemeinbevölkerung sind es 10,6 Prozent bei Frauen und 4,8 Prozent bei Männern. Bezogen auf die vorangegangenen vier Wochen („4-Wochen-Prävalenz“) hatten 17,6 Prozent der Frauen und 10,7 Prozent der Männer eine Depression. Insgesamt waren nach eigenen Angaben 5,1 Prozent aller Teilnehmer aktuell wegen einer Depression in Behandlung, 2,6 Prozent hatten in den 12 Monaten davor eine Behandlung gegen eine Depression abgeschlossen. Nur 29 Prozent den Teilnehmer mit bestehender mittelschwerer bis schwerer Depressions-Episode waren aktuell in Behandlung.


Neues aus der Medizin: Psychiatrie und Psychotherapie: Wenn das eigene Leben wie ein Film vorbeizieht

Veröffentlicht am Samstag 11 April 2015 14:07:34 von aschilke
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Das Depersonalisations-Derealisationssyndrom bleibt oft unerkannt

Von dem Depersonalisations-Derealisationssyndrom Betroffene befinden sich über Monate oder gar Jahre in einem veränderten Bewusstseinszustand, so als ob alles unwirklich und „wie in einem Film“ sei. Von ihren eigenen Empfindungen und der Außenwelt fühlen sie sich wie abgetrennt. Obwohl das Syndrom seit Jahrzehnten als psychische Störung bekannt ist, wird die Diagnose nur extrem selten gestellt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften in einer gemeinsamen Leitlinie hin. Allgemeinmediziner, aber auch Fachärzte für psychische Erkrankungen, kennen das Syndrom häufig nicht. Patienten müssen mitunter Jahre ohne angemessene Behandlung auskommen, erklärt die Fachgesellschaft.

Das Depersonalisations-Derealisationssyndrom ist seit Jahrzehnten in den maßgeblichen diagnostischen Klassifikationssystemen eindeutig definiert. Trotzdem wird es nur extrem selten diagnostiziert und daher häufig falsch behandelt. Dabei leidet rund ein Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an dem Syndrom.


Neues aus der Medizin: Forschung: Erfolg auf Droge? – Hirndoping in Studium und Beruf nimmt zu

Veröffentlicht am Freitag 10 April 2015 14:01:37 von aschilke
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Universitätsmedizin Mainz und Johannes Gutenberg-Universität Mainz untersuchen Hintergründe für Konsum von leistungssteigernden Substanzen

Um belastbarer im Job zu sein, nehmen laut des aktuellen DAK-Gesundheitsreports immer mehr Beschäftigte in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente ein, ohne dass dafür eine medizinische Indikation vorliegt. Sie dopen ihr Gehirn mit Substanzen zur geistigen Leistungssteigerung, Bekämpfung von Nervosität oder zur Stimmungsverbesserung. Dieses sogenannte „Pharmakologische Neuroenhancement“ betreiben jedoch nicht Top-Manager in großem Umfang, sondern eher Beschäftigte mit einer einfachen Arbeit und einem unsicheren Arbeitsplatz. Doch wie kommt ein Mensch überhaupt auf die Idee, Medikamente oder Drogen einzunehmen, um mehr leisten zu können? Wo informieren sich die Konsumenten über die Substanzen? Welche Rolle spielen Ärzte und Apotheker beim Thema "Hirndoping"? Und welche die Medien? Diesen und weiteren Fragen widmen sich Wissenschaftlicher der Johannes Gutenberg-Universität und der Universitätsmedizin Mainz im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts "Pharmakologisches Neuroenhancement - Zwischen planbarem Wissenstransfer und nicht intendierten Rückwirkungen". Ziel ist es, den Wissenstransfer systematisch zu untersuchen und hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Auswirkungen zu analysieren. Die Forschungsergebnisse sollen der Prävention von Hirndoping dienen. Für die Studie suchen die Forscher noch volljährige Teilnehmer, die bereits verschreibungspflichtige Medikamente und/oder illegale Drogen zum Hirndoping eingenommen haben, ohne dass dafür eine medizinische Indikation vorlag. Interessierte können sich per E-Mail melden an befragung-pne@uni-mainz.de.

Doping – ein Thema, das meist mit Leistungssport in Verbindung steht. Doch es dringt zunehmend auch in andere Lebensbereiche vor. Und zwar vor allem dort, wo es um die geistige Leistungsfähigkeit und die Verbesserung des emotionalen Befindens geht – also in Ausbildung und Beruf. Scheinbar nach dem Motto „Im Vergleich zu Ritalin ist Koffein kalter Kaffee“ greifen die Konsumenten nach verschreibungspflichtigen beziehungsweise illegalen Substanzen. In dem Glauben, dass diese ihre Leistung vermeintlich stärker steigern können, als die bis dato üblichen und legalen Mittel, unterschätzen sie die Gefahr von Nebenwirkungen und betreiben Hirndoping. Aber warum? Ist der Druck der Arbeitswelt und ihren Anforderungen Stand zu halten zu hoch? Hat sich die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Leistung geändert? Oder das Anspruchsniveau? Welche Ängste haben die Menschen? Was veranlasst sie, ihr Hirn zu dopen? Was wissen sie über die Möglichkeiten, aber auch über die Risiken des Hirndopings? Wie bekannt sind die Wege, sich derartige Substanzen zu verschaffen? Woher haben sie ihre Kenntnisse?


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Studie: Herzschwäche beeinträchtigt geistige Fähigkeiten

Veröffentlicht am Freitag 10 April 2015 09:24:29 von aschilke
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Gezieltes Gehirn-Training hilft die geistigen Fähigkeiten zu erhalten

Vom 8. – 11. April 2015 findet in Mannheim die 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt.

Patienten mit Herzinsuffizienz zeigen im Vergleich zu Gesunden intellektuelle (kognitive) Beeinträchtigungen, die sich nachteilig auf die Prognose auswirken können. Die Ergebnisse eines Trainingsprogramms zeigen jetzt, dass ein computerbasiertes kognitives Training bei Patienten mit stabiler Herzinsuffizienz zu einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten führt. „Patienten mit Herzinsuffizienz könnten somit ebenfalls wie Gesunde von kognitiven Trainingsprogrammen profitieren“, berichtet Dipl.-Psych. Sonja Wedegärtner (Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. Einschränkungen wie zum Beispiel schlechtere Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit gehen bei Herzschwäche-Patienten mit erhöhter Sterblichkeit einher, beeinträchtigen die Lebensqualität und Therapietreue, führen zu vermehrten Krankenhausaufenthalten und somit auch zu erheblichen Gesundheitskosten.


Neues aus der Medizin: Politik: 243.000 Rheinland-Pfälzer dopen sich für den Job

Veröffentlicht am Donnerstag 09 April 2015 13:45:14 von aschilke
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DAK-Gesundheitsreport 2015 untersucht Missbrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten durch Arbeitnehmer

Hirndoping im Job: 243.000 Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz haben schon einmal verschreibungspflichtige Medikamente genutzt, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder Stress abzubauen. Das geht aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport 2015 hervor. Die Studie zeigt auch die Entwicklung der Fehlzeiten bei den psychischen Erkrankungen. Sie nahmen im vergangenen Jahr um zwölf Prozent zu. Seelenleiden waren damit die zweithäufigste Ursache für Fehltage in Rheinland-Pfalz. Insgesamt sank der Krankenstand leicht auf 4,1 Prozent. Er lag damit über dem Bundesdurchschnitt von 3,9 Prozent.

Für die repräsentative Studie wertete das IGES Institut die Fehlzeiten aller erwerbstätigen DAK-Mitglieder in Rheinland-Pfalz aus. Es wurden zudem Arzneimitteldaten der Kasse analysiert und bundesweit mehr als 5.000 Beschäftigte im Alter von 20 bis 50 Jahren befragt. Demnach haben sich 6,9 Prozent der Berufstätigen in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Bundesländern schon einmal gedopt – mit Dunkelziffer sogar bis zu 12,3 Prozent. Hochgerechnet auf die Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz sind das 243.000 Menschen, die schon einmal leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente geschluckt haben. Derzeit betreiben etwa 33.000 der Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz regelmäßig und gezielt Hirndoping. „Auch wenn Doping im Job noch kein Massenphänomen ist, sind diese Ergebnisse ein Alarmsignal“, warnt Michael Hübner, Landeschef der DAK-Gesundheit in Rheinland-Pfalz. „Damit die Beschäftigten auch bei Leistungsdruck langfristig Gesundbleiben, ist Aufklärung zu dem Thema wichtig. Suchtgefahren und Nebenwirkungen des Hirndopings sind nicht zu unterschätzen.“


Neues aus der Medizin: Kardiologie: Eiseskälte unterbricht Herzrhythmusstörung

Veröffentlicht am Donnerstag 09 April 2015 10:50:02 von aschilke
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Vom 8. – 11. April 2015 findet in Mannheim die 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt.

Der Herzkatheter nimmt auch in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen eine immer wichtigere Rolle ein. Beispielsweise lässt sich Vorhofflimmern durch eine elektrische Isolation der Einmündung der Lungenvene in das Herz beenden. Eine neue Methode geht dabei mit Kälte statt mit Radiofrequenz-Energie vor. Die erste große Vergleichsstudie zwischen den Methoden wurde von einer deutschen Gruppe durchgeführt und ergab Gleichwertigkeit.

„Unter Vorhofflimmern versteht man chaotische Aktionen des Herzmuskels, die in den Vorhöfen statt eines regulären Herzrhythmus auftreten können. Dies ist nicht nur für viele Betroffene sehr unangenehm, sondern auch gefährlich. Denn durch die reduzierte Pumpfunktion eines flimmernden Vorhofs kommt es nicht nur zu Problemen beim Füllen der Herzkammer“, so Dr. Armin Luik, Karlsruhe, auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der von 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. „Da der Blutfluss praktisch zum Stillstand kommt, können sich im linken Vorhof Gerinnsel bilden, die dann über die Herzkammer in den Organismus gepumpt werden. Sehr oft gelangen sie ins Gehirn und verursachen dort Schlaganfälle – sehr schwere Schlaganfälle, denn die Thromben aus dem Vorhof sind in der Regel relativ groß.“ Für manche Betroffene ist das Vorhofflimmern jedoch auch äußerst unangenehm und mit Leistungsminderung, Herzrasen, Herzstolpern und gelegentlich auch zusätzlichen Symptomen wie Atemnot oder Druck in der Brust beängstigend und belastend.


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