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Neue Forschungsergebnisse zu Fettleibigkeit
Datum: Donnerstag 26 März 2009 17:37:30
Thema: Neues aus der Medizin


Nach Einschätzungen einer britischen Studie sterben stark übergewichtige Männer bis zu 10 Jahre früher

Eine neue Studie der Cass Business School zeigt, dass ein junger, stark übergewichtiger Mann mit einem Körpermasseindex (Body Mass Index, BMI) von über 40 bzw. einem Taille zu Höhe Verhältnis (Waist to Height Ratio, WHtR) von über 0,74 im Vergleich zu einem Mann mit optimalen Werten vermutlich mehr als 10 Jahre, wahrscheinlich sogar an die 20 Jahre, früher stirbt. Die in dieser Presseinformation zitierten Zahlen beziehen sich auf Nichtraucher. Die Studie beruht auf in Großbritannien erhobenen Daten und stellt erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und einer geringeren Lebenserwartung her.



Für ihre Forschungsarbeit „A study into the detrimental effects of obesity on life expectancy“, die die Cass Business School gemeinsam mit dem Berufsstand der Aktuare veröffentlicht hat, führte die Schule versicherungsmathematische Berechnungen mittels BMI- und WHtR-Werten (BMI: Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2]) durch, um die Auswirkungen von Fettleibigkeit auf die Sterblichkeitsrate zu messen.

 

Dr. Ben Rickayzen, Koautor und Leiter der Fakultät für Aktuarswissenschaften und Versicherungswesen an der Cass Business School: „Die vorliegende Studie befasst sich mit einem Thema, das das britische Gesundheits- und Versicherungssystem sowie die Sozialpolitik in Groβbritannien gleichermaßen betrifft und die jüngste Regierungspolitik in ihrer umfassenden Ernährungskampagne bestätigt. Nach neuesten Berichten der englischen Gesundheitsbehörde sind etwa 24 Prozent der Bevölkerung fettleibig. Fettleibigkeit ist ein relativ neues Phänomen. Die Medizin kann dieses durch Ernährungs- und Sportprogramme bis zu einem gewissen Grad abfangen, die höheren Gesundheitsausgaben wird jedoch die Gesellschaft tragen. Sollte die Anzahl der Fettleibigen zudem weiter steigen, rechnen die Krankenkassen mit noch größeren Belastungen, da Folgeerkrankungen wie Diabetes und Herzerkrankungen zunehmen.“

 

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

 

  • Starke Fettleibigkeit, insbesondere bei Männern, hat große Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Eine dreiβigjährige Frau mit einem BMI von 45 bzw. einem WHtR von über 0,8 stirbt durchschnittlich 13 Jahre früher. Im Vergleich zu einer Frau mit normalen Werten entspricht dies einer Verringerung der Lebenserwartung um 23 Prozent. Ein Mann stirbt im Durchschnitt 20,8 Jahre früher, was einem Verlust von 42 Prozent der ursprünglichen Lebenserwartung entspricht. Diese Ergebnisse beruhen auf einer relativ kleinen Stichprobe und sind mit Vorsicht zu betrachten.
  • Selbst leicht Übergewichtige haben eine geringere Lebenserwartung. Ein Dreiβigjähriger mit einem BMI von 34 stirbt durchschnittlich vier Jahre früher, eine gleichaltrige Frau mit gleichem BMI zwei Jahre früher.
  • Die gute Nachricht ist jedoch, dass übergewichtige Männer und Frauen ihre Lebenserwartung steigern können, indem sie ihren BMI oder WHtR reduzieren. Beispielsweise lebt ein Dreiβigjähriger 2,3 Jahre länger, wenn er statt 107 nur noch 97 kg wiegt. Die Forschungsergebnisse lassen somit vermuten, dass eine einfache Gewichtsabnahme die Lebenserwartung steigert.

 

Besuchen Sie bitte folgende Internetseite, um die Langfassung der Studie herunterzuladen: www.actuaries.org.uk







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