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Präventionsgesetz im Fokus
Datum: Freitag 06 März 2015 10:14:04
Thema: Neues aus der Medizin


Wie Versorgung und Vorsorge an der Schnittstelle zwischen kurativer und präventiver Medizin gestalten?

Die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (DGAUM) begrüßt die erneute Initiative des Gesetzgebers, den wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit einer raschen Zunahme chronischer und auch der wachsenden Bedeutung psychischer Erkrankungen durch einen gesamtgesellschaftlichen Präventionsansatz zu begegnen. Eine Stärkung der betrieblichen Gesundheitsförderung und der Prävention in Lebenswelten durch ein Präventionsgesetzes entspricht der Zielsetzung der DGAUM und wird von ihr ausdrücklich unterstützt. Für die DGAUM erwächst den fast 12.500 Ärzten mit arbeitsmedizinischer oder betriebsärztlicher Fachkunde in unserem Land die Aufgabe, ihre Rolle als Lotsen und neutrale Berater zwischen präventiver Gesundheitsförderung, ambulanter Versorgung, arbeitsmedizinischer Vorsorge und berufsfördernder Rehabilitation einzunehmen. Das Thema „Versorgung und Vorsorge an der Schnittstelle zwischen kurativer und präventiver Medizin“ steht daher auch auf der Tagesordnung der 55. Wissenschaftlichen Jahrestagung der DGAUM, die von Mittwoch, 18., bis Freitag, 20. März 2015, im Hörsaalgebäude Großhadern, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfindet.



Im Mittelpunkt der Veranstaltung „Versorgung und Vorsorge an der Schnittstelle zwischen kurativer und präventiver Medizin“ am Mittwoch, 18. März 2015, um 14:30 Uhr in Hörsaal 6 steht dann konkret die Frage, wie die im Tätigkeitsfeld der Arbeitsmediziner und Betriebsärzte angelegten Schnittstellen zwischen Aufgaben nach SGB V mit dem Fokus auf die Primärprävention und die Schadensverhütung, SGB VII mit dem Schwerpunkt auf die Sekundärprävention und die Schadens-begrenzung oder SGB IX mit dem Augenmerk auf die Tertiärprävention und die Schadensrevision bzw. berufliche Wiedereingliederung, noch besser vernetzt werden könnten. An dieser Veranstaltung beteiligen sich Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen medizinischen Disziplinen ebenso wie Gesundheitspolitiker und Mitglieder der ärztlichen Selbstverwaltung.

Die Lebens- und Arbeitswelt in den Betrieben und den Unternehmen sowie bei den öffentlichen Arbeitgebern stellt in unserer Gesellschaft das größte Präventions-setting dar sowohl für Maßnahmen im Rahmen der Verhaltens- als auch der Verhältnisprävention: Bereits heute sind Arbeitsmediziner und Betriebsärzte im Rahmen der gesetzlich verankerten arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie des betrieblichen Gesundheitsmanagements in der Lage, fast 42 Millionen arbeitende Menschen anzusprechen und für präventiv-medizinische Maßnahmen zu sensibilisieren oder gar zu gewinnen. Deshalb steht das Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement – Herausforderung für die Arbeitsmedizin“ im Mittelpunkt einer Veranstaltung am Freitag, 20. März 2015, um 11 Uhr im Hörsaal 6. Diskutiert werden dann u.a. die Fragen nach dem Stellenwert der Arbeitsmedizin beim betrieblichen Gesundheitsmanagement oder nach der Rolle der Betriebsärzte für die betriebliche Gesundheitsförderung.

Zu den Schwerpunktthemen der DGAUM Jahrestagung zählen nicht nur die Fragen nach der Versorgung und Vorsorge an der Schnittstelle zwischen präventiver und kurativer Medizin, sondern auch die vielfältigen Herausforderungen für den Erhalt der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Darüber hinaus bietet das Kongress-Programm einen weiten Überblick über alle relevanten Themen der modernen Arbeitsmedizin: Arbeitsphysiologie, Arbeitspsychologie und arbeitsbedingte Belastungen, Berufsdermatosen, Betriebliche Gesundheitsförderung und Prävention, Ergonomie, Gefahrstoffe und Biomonitoring, Physikalische Faktoren, Psychische Gesundheit und Arbeitswelt oder Reisemedizin und Versorgungsforschung.

Die DGAUM erwartet wieder mehr als 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihrem Kongress. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms werden ebenfalls attraktive Angebote für den wissen-schaftlichen Nachwuchs sowie für das arbeitsmedizinische Assistenzpersonal als neue Zielgruppe für die Tagung angeboten. Die DGAUM will damit sowohl den wissenschaftlichen Nachwuchs stärker fördern als auch die Schnittstelle zwischen arbeitsmedizinischer Forschung und den unterschiedlichen Praxisfeldern besser im Programm berücksichtigen.

Ausführliche Informationen zum Programm und zur Anmeldung bei der 55. DGAUM-Jahrestagung 2015 in München unter: http://www.dgaum.de/dgaum-jahrestagung/







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