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Patientensicherheit geht alle an
Datum: Donnerstag 16 April 2015 15:10:06
Thema: Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse


Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e. V. (APS) vom 16. bis 17. April 2015 in Berlin: „10 Jahre APS – Die Zukunft im Blick“

Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) fordert Unterstützung nationaler Programme

Seit 10 Jahren steht Patientensicherheit auf der Agenda der Kommission der Europäischen Union. In Deutschland wurde 2013 die Förderung der Patientensicherheit als neues nationales Gesundheitsziel verabschiedet. Im Fokus stehen dabei die Optimierung von Strukturen, um die Gesundheit der Bevölkerung und die Krankenversorgung zu verbessern – wie beispielsweise Programme zum Ausbau des Risikomanagements in Krankenhäusern. Gesetzlich fest verankerte öffentliche Gelder fehlen jedoch bislang dafür. Erfolge beruhen bislang vor allem auf ehrenamtlichem Engagement, betont das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS). Anlässlich seiner Jahrestagung vom 16. bis 17. April 2015 in Berlin fordert das APS feste Strukturen für den Ausbau und die Förderung der nationalen Programme für mehr Patientensicherheit, verbunden mit einer ausreichenden und langfristigen Finanzierung.

Das APS ergreift mit seinen Mitgliedern immer wieder die Initiative, die Patientensicherheit ganz praktisch zu verbessern: „Wir verstehen uns heute als das nationale Programm zum Ausbau der Patientensicherheit in Deutschland“, sagt Hardy Müller, Geschäftsführer des APS, dazu. Auch in den Arbeitsgruppen des Programms gesundheitsziele.de, einem Kooperationsverbund zur Entwicklung des nationalen Gesundheitszieleprozesses, bringt sich das APS aktiv ein.



Doch die meiste Arbeit erfolgt ehrenamtlich oder auf der Basis von Spenden. Das APS begrüßt deshalb den aktuellen Antrag des Bundesrats, wonach Einrichtungen zur Verbesserung der Patientensicherheit zukünftig mit insgesamt bis zu 500 000 Euro jährlich gefördert werden sollen: „Wir sehen ihn als politische Würdigung unserer Arbeit, aber auch als maßgeblichen Beitrag zur Qualitätssicherung im deutschen Gesundheitswesen“, sagt Müller. Damit wäre zukünftig erstmals eine planbare Finanzierung von Anliegen der Patientensicherheit gesetzlich verankert, so der Geschäftsführer des APS. Dennoch stellen diese festen Zuwendungen nur eine Basis für die anfallenden Kosten dar: „Für unsere Arbeit sind wir weiterhin auf Spenden, projektbezogene Zuwendungen und Mitgliedsbeiträge angewiesen.“

Wünschenswert seien hier langfristige verbindliche Förderzusagen. Denn, so Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Das Potenzial der Fehlervermeidung übersteigt bei weitem die zusätzlichen gesundheitlichen Chancen vieler neuer Therapieverfahren“, sagt sie. Das APS fordert deshalb dringend den Ausbau nationaler Programme zur Förderung der Patientensicherheit – mit entsprechender öffentlicher Finanzierung.

Mit seinen Mitgliedern aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung arbeitet das APS seit seiner Gründung vor zehn Jahren an dem Ziel, Patientensicherheit zu verbessern. So setzten sie beispielsweise mit der Initiative „Reden ist Gold“ oder dem Fehlerberichtssystem CIRS für Krankenhausmitarbeiter Maßstäbe für den konstruktiven Umgang mit Fehlern und zur Fehlervermeidung.


Quellen:

Jha AK, Larizgoitia I, Audera-Lopez C, Prasopa-Plaizier N, Waters H, Bates DW: The global burden of unsafe medical care: Analytic modelling of observational studies. BMJ Qual Saf 2013;22:809-815

Geraedts M 2014: Das Krankenhaus als Risikofaktor. In: Krankenhaus-Report 2014, Stuttgart, Seite: 11







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